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Samstag, 31. März 2012

Gimme Pizza!

Zugegeben, der Wilmersburger Pizzaschmelz und ich hatten letztes Jahr einen schweren Start. Zu viel Eigengeschmack, zu süßlich, wenig Schmelzkraft und einfach nicht käsig genug. Nach meinem neuen Versuch auf der gestrigen Pizza habe ich ihn aber lieben gelernt und werde ab jetzt voll hinter ihm stehen. Meinen ersten Versuch startete ich nur kurz nachdem ich auf die vegane Ernährung umgeswitcht bin. Im Nachhinein wundert es mich daher überhaupt nicht, dass er mich nicht sofort überzeugt hatte. Denn wie bei so vielen Dingen muss man das Original geschmacklich wohl aus den Augen verlieren um sich vom Imitat komplett überzeugen zu lassen; das ging mir inzwischen oft so. Und wenn ich so darüber nachdenke war das nicht nur bei veganen Lebensmitteln der Fall, die ein tierisches Produkt ersetzen sollen, sondern eigentlich bei allem.
Der Grund für meinen erneuten Kauf des Pizzaschmelz war das Facebook-Fan-Package bei alles vegetarisch: Sojamedaillons, Veggie-Leberkäse, Veggie-Gyros, Veggie-Salami, Wilmersburger Pizzaschmelz, Marshmallows, Soy Whip (die war aber wohl schon ausverkauft, denn geliefert wurde Rice Whip), Shortbread und zwei Reismilch-Riegel. Und das alles für unglaubliche € 10,- (eigentlicher Wert € 28,88). Klar, dass ich da gleich doppelt zugegriffen habe und meiner Omni-Mama auch gleich eins mitbestellt habe - sie wollte das so, versteht sich. Das Package kam wohl so gut an, dass es inzwischen ausverkauft ist - und die Aktion war immerhin für 10 Wochen geplant.
So kam es dann, dass der Pizzaschmelz gleich doppelt bei mir vorhanden war und er damit gleich eine zweite Chance von mir bekam - wer weiß, ob er sie sonst nochmal bekommen hätte. Weil ich auch ein Doppelpack Pizzaböden von Rapunzel mitbestellt hatte, die ich Euch übrigens wärmstens empfehlen kann, gab es dann gestern ein unglaublich schnelles und vorallem unglaublich leckeres Abendessen.

Zucchini-Salami-Pizza
Um dem Pizzaschmelz die nötige Schmelzkraft zu verleihen habe ich ihn mit Sojasahne gemischt und wie ihr seht hat das sehr viel gebracht. Sowohl die Konsistenz als auch der Geschmack haben sich dadurch deutlich verbessert und ich kann Euch nur empfehlen den Käse mit Flüssigkeit zu mischen, bevor Ihr ihn auf eine Pizza, einen Auflauf oder ein anderes Backofen-Gericht gebt.
Schön, wenn sich eine zweite Chance auszahlt, oder?

Donnerstag, 29. März 2012

Kulinarische Höhepunkte einer Dienstreise!

Vergangenen Montag und Dienstag war ich auf Grund eines Steuerseminars in Potsdam. Und ich kann es immer noch kaum glauben: ich konnte mich tatsächlich die ganze Zeit vegan ernähren, ohne Kompromisse eingehen oder nur Salat knabbern zu müssen und das obwohl ich keinen großen Einfluss auf mein Essen hatte.
Im Hotel am Großen Waisenhaus, wo ich zwei Nächte Gast war, fühlte ich mich diesbezüglich am besten aufgehoben. Ich hatte meine Ernährungsweise bereits bei der Buchung angegeben und schon da wurde mir gesagt, dass versucht wird, darauf Rücksicht zu nehmen. Selbst ohne irgendwelche Extras wäre das Buffet schon wunderbar gewesen - es gab u.a. viel Obst und Gemüse, die Müsliauswahl war gigantisch (Müsli, Trockenfrüchte, Nüsse etc.), Marmeladen und sogar eine Honigalternative (ich glaube es war Agavendicksaft, könnte aber auch Ahornsirup gewesen sein). Orangensaft konnte man sich auch frisch pressen. Als die Servicekraft dann meine Zimmernummer erfahren hatte fuhr sie aber erst das ganze Programm auf. Ich hatte zusätzlich die Auswahl zwischen Tofu, Sojahackbällchen, Puddings, Joghurt und Sojamilch. Für ein kleines Hotel, das gerade mal über 34 Zimmer verfügt, finde ich das ein extrem vielfältiges Angebot und ich hätte Luftsprünge machen können als ich erfuhr, was man extra für mich besorgt hatte. Deshalb küre ich das Hotel am Großen Waisenhaus hiermit zum veganerfreundlichsten Hotel, in dem ich bisher war. Wunderschön war es zudem auch, die Lage war super und ich kann Euch nur wärmstens empfehlen dort zu übernachten, wenn Ihr nach Potsdam kommt.
Auch beim Seminarveranstalter hatte ich angegeben, dass ich gerne ein veganes Mittagessen hätte und die Bestellung im Seminarhotel wurde mir auch bestätigt. Umgesetzt wurde der Wunsch allerdings erst auf meine erneute Nachfrage beim Hotelpersonal. Ich finde ein ****-Mercure-Hotel sollte das eigentlich schon bei der ersten Nachfrage umsetzen können, aber was zählte war, dass ich dann überhaupt noch was bekommen habe. Und das wurde mir dann an den beiden Tagen aufgetischt:

Vorspeise: Tomatensuppe; Karotten-Orangen-Suppe
Hauptspeise: Gemüsepfanne mit Polentaschnitten; Gemüsepfanne mit Tofu
Dessert: Blutorangensorbet auf Roter Grütze; Crème Brûlée (ja, da haben sie das Prinzip von veganischem Essen wohl nicht ganz verstanden)

Am Montagabend hatte ich dann auch nochmal was warmes, obwohl ich es eigentlich nicht benötigt hätte - wenn einem aber was vor die Nase gehalten wird, probiert man es eben auch ;-)
Und zwar war ich im Café Kieselstein und im Nachhinein hätte ich gerne darauf verzichtet. Das Essen war okay, aber mehr nicht - und dafür finde ich € 8,90 ziemlich ordentlich.

Orientalischer Teller
Vor der Bestellung habe ich mich abgesichert, dass der Orientalische Teller auch wirklich vegan ist und ohne den Joghurt-Dip war er es angeblich. Aber eben nur angeblich - denn in der Salatsoße war Honig. Um hier nichts Falsches zu schreiben habe ich mir auch das absichern lassen - und ich hatte Recht. Die Bedienung meinte dazu nur, dass sie nie genau wisssen, welche Veganer nun Honig essen und welche nicht. Na da wäre mein Vorschlag doch einfach: nachfragen oder direkt weglassen.
Das Beste an dem Besuch in diesem Café war der Bio-Supermarkt, der sich direkt dahinter befand. Und weil es dort mal wieder Dinge gab, die ich bei uns noch nicht entdeckt hatte, konnte ich mich wieder einmal nicht zurückhalten ein paar Mitbringsel zu besorgen.

Allerlei Dinge, die meiner Figur aktuell nicht schmeicheln...
Das Focaccia hatte ich bereits in einer Bio-Bäckerei gekauft - ja, man muss es nutzen, wenn etwas als vegan deklariert ist, denn im dörflichen Heidelberg kennt man das so nicht ;-)

Auch abgesehen von den kulinarischen Höhepunkten hat mir Potsdam sehr gut gefallen. Vorallem im Holländischen Viertel habe ich mich sehr, sehr wohl gefühlt - dazu kam, dass die Sonne alles gab, um mir einen tollen Nachmittag zu bescheren und der Himmel strahlte. Zu dem tollen Wetter gabs dann auch noch ein Reismilch-Eis für mich und damit war ich dann endgültig pappsatt.

Genau so und nicht anders sollte eine Dienstreise ablaufen!

Dienstag, 10. Januar 2012

Bücher, Bücher, Bücher!

Da mich irgendwie das Gefühl nicht loslässt, dass mir eine richtige Buchrezension gerade nicht ganz so leicht von der Hand geht, möchte ich die ganze Sache etwas verkürzen und Euch über alle Bücher, die ich in letzter Zeit über das Thema Veganismus und Ernährung gelesen habe, eine Kleinigkeit erzählen. Den Anfang mache ich mit Karen Duves Anständig essen, über das die eigentliche Rezension geplant war.

Karen Duve erzählt in ihrem Buch von ihrem Selbstversuch rund um das Thema anständig essen - so durchlebt sie vier verschiedene Ernährungsphasen: bio, vegetarisch, vegan und frutarisch. Mir gefällt es sehr gut, wie sie mit den Themen umgeht, wie ehrlich sie dabei ist und wie sie in die Themen eintaucht. Dabei geht es nicht hauptsächlich um die Ernährungsformen, sondern viel mehr um das ganze Drumherum! Wo kann ich was kaufen; sind die Backbleche, auf denen mein Brot gebacken wurde, mit Butter eingefettet (darüber habe ich mir beispielsweise NIE Gedanken gemacht); wie verfahre ich mit nervtötenden Insekten, vorallem wenn Sie ein Nachteil für meine eigenen Tiere darstellen; kann ich an Grillfesten weiterhin ganz normal teilnehmen, oder bin ich nun womöglich ein Außenseiter und und und. Sie nimmt an einer Tierbefreiungsaktion teil; rettet ein Huhn und päppelt es wieder auf; sie besucht Hof Butenland und weil Erkenntnisse, wie sie selbst sagt, Konsequenzen erfordern, lebt sie nun vegetarisch. Das Buch ist sehr gelungen und es macht sehr viel Spaß es zu lesen. Schade finde ich allerdings wie sie über ein veganes Leben, zugegebenermaßen etwas spitz, urteilt: "Ich entspreche dem, was ich für den ethisch konsequenten und richtigen Weg halte, lebe fortan vegan und habe für den Rest meines Lebens wahnsinnig schlechte Laune und das Gefühl, ständig verzichten zu müssen. Aber wenigstens werden meinetwegen keine Tiere gequält." Sicherlich ist es nicht immer einfach, sich komplett vegan zu leben. Wenn man unterwegs Hunger bekommt, kann es durchaus schwierig werden, das Passende zu finden. In solchen Momenten muss man einfach das nehmen, was es gibt. Aber daran gewöhnt man sich und rüstet sich für längere Ausflüge eben mit den entsprechenden Snacks. Das mit der schlechten Laune, was sie wie gesagt sehr überspitzt ausdrückt und bestimmt nicht so krass gemeint ist, kann ich nicht bestätigen. Ganz klar, kann es in der beschriebenen Situation entmutigend sein, nicht das essen zu können, worauf man gerade Lust hat, aber das verschwindet spätestens dann, wenn man sich an die neue Lage gewöhnt hat. Alles in allem ist das Buch uneingeschränkt empfehlenswert!

Das nächste Buch, das ich Euch nahe legen möchte, ist das sicherlich allseits bekannte Tiere essen von Jonathan Safran Foer. Dieses Buch war mein erstes dieser Art und bestärkte mich in meiner Entscheidung. Nicht selten haute mich die Wahrheit über die Fleischproduktion fast vom Hocker, nicht selten floss die ein oder andere Träne und nicht selten merkte ich, das ich auf dem vollkommen richtigen Weg bin. Jonathan Safran Foer recherchierte sehr lange und gründlich um die Fakten kompromisslos ans Licht zu bringen. Zwar geht das Buch stark in Richtung Sachbuch, dennoch ist es alles andere als trocken geschrieben. Es ist quasi Pflichtlektüre, wenn man sich mit dem Thema Vegetarismus bzw. Veganismus beschäftigt und irgendwie eine Art Bibel für mich geworden. Wenn man an seiner Entscheidung zweifelt genügt ein Blick ins Buch und man bekommt sofort die Bestätigung, dass alle Möglichkeiten, die in Zusammenhang mit Fleischkonsum stehen, ethisch defintiv nicht vertretbar sind. Auch Jonathan Safran Foer hat die Konsequenzen aus seinen Recherchen gezogen und sich ebenfalls für den vegetarischen Weg entschieden.

Skinny Bitch von Rory Freedman und Kim Barnouin war ein weiteres Buch auf meiner Liste. Dieses Buch ist sehr locker und witzig geschrieben und beschäftigt sich vorallem mit gesundheitlichen Themen. Es fordert einen immer wieder unverblümt auf, sich gesund zu ernähren und die ein oder anderen bösen Zutaten vom Plan zu streichen. Wer dies nicht tut, darf sich auch nicht beschweren, wenn er fett und hässlich wird - so die Aussage der Autorinnen. Auch wenn das Buch von vielen anderen Veganern hochgelobt wird, muss ich sagen, dass ich es nicht ganz so gelungen finde. Den Aussagen der Autorinnen stimme ich sicherlich zu, jedoch sagt mir der Schreibstil nicht zu. Aber das ist eben Geschmacksache und ändert nichts am meiner Empfehlung. Weil eben die Aussage stimmt.

Ein Buch, das nicht ganz so viel mit Ernährung und schon garnicht mit Veganismus zu tun hat, aber dennoch sehr lesenswert ist heißt Die Essensfälscher - Was uns die Lebensmittelkonzerne auf die Teller lügen und wurde von Thilo Bode geschrieben. Das Buch beschreibt sehr gut, welche Tricks angewendet werden um die Verbraucher bewusst zu täuschen - denn diese Täuschungen sind der fast sichere Weg zu einem vollen Geldbeutel. Naja zumindest die Geldbeutel der Konzernchefs sind voll. Das Buch hat etwas in mir ausgelöst, was ich nur schwer beschreiben kann. So ging es beispielsweise darum, dass diverse Konzerne vermeintlich gesunde Aktionen in Grundschulen starten. Sicherlich nicht um die Gesundheit des Nachwuchses zu gewährleisten, sondern ganz klar um Markennahmen und Zuckerkonsum schon von klein auf im Kopf der Kids zu verankern. Wenn ich mir mich nun in ein paar Jahren vorstelle, mit Familie und Kindern, die von solchen Aktionen betroffen sind, wird mir ehrlich gesagt ganz schlecht. Sicherlich sehen das viele Eltere nicht ganz so kritisch, aber genau da liegt nunmal das Problem. Das ist der Punkt wo man sich fragen kann, ob man wirklich jemand sein möchte, der sich gegen solche Aktionen auflehnt und dafür eventuell als Freak abgestempelt wird oder ob man lieber das einfache Leben des Mainstreamers leben möchte, der sich über solche Dinge überhaupt keine Gedanken macht und die Dinge, die falsch laufen, einfach ausblendet. In solchen Situationen muss ich mir einfach immer wieder sagen, dass ich die Dinge nicht so stark in schwarz und weiß teilen darf, sondern auch Grautöne zulassen muss. Schließlich ist nicht gesagt, dass andere Eltern nicht genauso kritisch denken und bis ich in einer solchen Situation bin vergeht ja nunmal auch noch einige Zeit. Hoffentlich eine Zeit, in der sich mehr Menschen kritisch mit ihrem Konsum auseinandersetzen und einsehen, dass einfach sehr viele Dinge komplett falsch laufen in der heutigen Welt! Eine Sache sollte noch festgehalten werden: bevor ich meine Werte verrate gelte ich lieber als Freak.

Nun aber nochmal zu den guten Dingen. Letzte Woche habe ich mit ein paar Freundinnen ein nachweihnachtliches Wichteln veranstaltet und bin seither stolze Besitzerin eines weiteren Kochbuches - nämlich von Vegan lecker, lecker. Noch habe ich nichts daraus gekocht, aber das wird sich sicher bald ändern. Ich habe einen Gute-Laune-Tee und Schutzengel-Gewürzblüten von Sonnentor verschenkt. Gewürzblüten habe ich schon in Claudis Blog mehrmals gesehen und fand die so toll, dass ich sie mir auch gleich kaufen musste. Der Tee war auch sehr schön verpackt, aber da ich ja leider kein Teetrinker bin, wird der es nicht in meinen Vorratsschrank schaffen.
Letzte Woche habe ich mich auch zum ersten Mal an Hefeschmelz probiert; auf meiner selbstgemachten Pizza, von der der Teig allerdings viel zu hart wurde, fand ich ihn garnicht so schlecht; beim Raclette am nächsten Tag hat er mir aber nicht ganz so gut geschmeckt.
Vor Kurzem habe ich die vegane TK-Pizza von Natural Cool getestet. Kann man mal essen - der Teig war besonders lecker - aber halt auch nicht gerade erschwinglich. 

Außerdem kam letzte Woche auch mein erstes Paket von Vegan Wonderland. Der eigentliche Grund war die Bestellung von B12-Tabletten, doch weil sich die Versandkosten ja auch lohnen sollten, habe ich noch ein paar andere Dinge bestellt: Lekkerlade - defintiv eine der besten veganen Schokoladen, aber noch nicht perfekt; diverse Sojaprodukte (Medaillons etc.); eine Tafel Schoki von lifefood - muss ich unbedingt bald testen, weil ich ja so neugierig bin, wie rohe Schokolade denn nun schmecken könnte. In meinem Einkaufskorb landeten außerdem zwei Vegan-Aufkleber - den einen hat sich mein Freund gleich auf seinen Thermobecher geklebt - man bedenke, dass er nicht vegan lebt. Daher umso schöner!

 
...links im Bild meine selbstgemachte Pizza und im Vergleich die TK-Pizza

Montag, 5. Dezember 2011

Das Pommes-Desaster

Eigentlich könnte die Überschrift auch Das Weihnachtsmarkt-Desaster lauten. Denn Weihnachtsmärkte sind für Veganer irgendwie totes Land - und das kann man gerne wörtlich nehmen. So kam es, dass ich innerhalb der letzten acht Tage tatsächlich vier Portionen Pommes gegessen habe. Was hätte ich für eine realistische Wahl gehabt? Waffeln und Süßkram aller Art enthalten hunderprozentig bis ziemlich wahrscheinlich Eier, Milch und/oder tierische Fette, heiße Schokolade kommt ohne Milch nicht aus (zumindest nicht, wenn sie von der breiten Masse getrunken werden soll), Bratwurst und Co sind sowieso raus und der Wein im Glühwein wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Gelatine geklärt. Gut, ich hätte auf Tee zurückgreifen können - ziemlich blöd, dass ich gerne Tee trinken würde (er riecht einfach so gut),  ich dem Wasser mit Geschmack aber einfach nichts abgewinnen kann. Da bleibt eben nur ne Portion Pommes - serviert mit ner ganz großen Portion Hoffnung, dass es keine tierischen Fette in die Friteuse geschafft haben.
Eine Portion habe ich übrigens bei McDonalds gegessen - ob man so ein Unternehmen unterstützen sollte, sei jetzt mal dahin gestellt. Wir waren abends auf einer Veranstaltung in der Stadt, mussten eine halbe Stunde auf die nächste Bahn warten und ich hatte Hunger. Auf der Zutatenliste hat sich mir dann ein Mysterium eröffnet. In den Pommes soll nämlich glutenhaltiges Getreide enthalten sein, zumindest wenn gleichzeitig andere Kartoffelprodukte angeboten werden. Kann mir das mal einier erklären?


Um solch hohe Pommeskonzentrationen zu vermeiden brauche ich einfach irgendeinen Snack, den ich immer problemlos mitnehmen kann und der im Notfall satt macht. Achja er sollte mich nicht dazu verleiten, dauernd zu naschen, denn sonst ist er im Notfall nicht mehr existent! Habt Ihr vielleicht einen Tipp für mich?

Gottseidank hat er Advent aber auch einige schöne Dinge zu bieten! Nämlich das Warten auf Weihnachten - das macht mit einem Adventskalender besonders viel Spaß. Deshalb gab es für mich einen mit Schokolade und einen Benefiz-Adventskalender. Den gibt es zu Hause oder besser gesagt, dort wo meine Familie wohnt, vom Lions Club. Jeden Tag werden mehrere Preise verlost, die von regionalen Unternehmen gespendet wurden (Gutscheine etc.) und die Verkaufseinnahmen (ein Kalender kostet € 5,-) kommen sozialen, ebenfalls regionalen, Projekten zu Gute. Mehr Infos gibt es unter www.adventskalender-hohenbaden.de.

Mein heißersehntes Päckchen aus dem Peta Store

Dienstag, 15. November 2011

Chili sin carne!

Der Klassiker unter den veganen Produkten ist in meinen Augen defintiv Sojahack! Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich es bereits als Kind kennengelernt habe. Damals war für mich an Vegetarismus noch garnicht zu denken und ich glaube Sojaschnetzel war ziemlich modern. Meine Mutter hatte es ganz klassich als Bolognese zubereitet und uns nicht erzählt, dass kein echtes Fleisch enthalten war - und keiner hat etwas bemerkt.
Vor Kurzem hat mir meine Tante ganz unerwartet eine Soja-Instant-Soße von Gefro geschenkt. Es ging, wie man es von solchen Produkten gewohnt ist, sehr schnell und schmeckte auch sehr lecker. Eine tolle Alternative also, wenn es schnell gehen soll und die Faulheit ausnahmsweise über die Kochlust siegt.
Gemeinsam mit ein paar anderen veganen Produkten des Herstellers, die übrigens sehr gut gekennzeichnet sind, habe ich gleich eine große Dose von dem Soßenpulver bestellt und bereitete damit unter anderem eine Chili sin Carne zubereitet.
In die vorbereitete Soße habe ich noch Kartoffelwürfel, Kidneybohnen und eine fein geschnittene Chilischote gegeben. Wer auf Schärfe, genau wie ich, etwas empfindlich reagiert, kann den Geschmack z.B. mit Sojacreme von Kaufland mildern. Eignet sich auch gut als Deko!
So schnell kann eine Soße zur Suppe werden!


...und so sieht das Ganze dann als klassische Bolognese aus!
Schmeckt übrigens auch wie klassische Bolognese!

Mittwoch, 2. November 2011

Listen to your heart!

Das Tofutier ist mir inzwischen schon einige Male untergekommen - bisher jedoch eher aus den Mündern von Fleischessern. Mal von den nicht so netten, die einfach eine blöde Bemerkung zum Thema Veganismus machen wollten, mal aber auch von den wirklich netten, die es wirklich einfach nur lieb meinen.
Nun ist mir das Tofutier jedoch auch in meinem Stamm-Bio-Supermarkt begegnet - und zwar im Kühlregal. Und das übrigens in der Form von Vleischsalat. Nachdem ich inzwischen schon einige Fleisch- und Wurstersatzprodukte probiert habe und ich immer öfter zu dem Schluss kam, dass es die etlichen Zusatzstoffe bei einem eher mäßigen Geschmack nicht wert sind, war ich skeptisch, was mich erwartet.

Und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Dieser Vleischsalat war einfach total lecker - ich habe das Döschen komplett ausgekratzt, sodass von der Mayonnaise defintiv nichts, aber auch garnichts, mehr übrig war.
Wenn Ihr den echten Fleischsalat gerne gegessen habt, solltet ihr den echten Vleischsalat unbedingt kaufen. Ich würde sogar behaupten, dass man ihn Fleischessern unterjubeln könnte, ohne dass sie es merken. Falls ein Fleischesser mitliest: keine Angst, ich werde es nicht tun. Das Resultat meines Freundes: "Das ist leckeres Essen - schreib das bitte in Deinem Blog."

Dazu gab es übrigens selbstgebackenes Brot, das vom gestrigen Veganen-Brunch, den ich anlässlich des Weltvegantages ausgerichtet hatte, übrig war. Die Grundlage dafür war mein Zucchini-Brot - doppelte Menge Teig, ohne Zucchini und ohne Zucker, gehackte Mandeln statt Mandelstifte.

Schaut her, was wir u.a. sonst noch so geschlemmt haben!

Tofubratlinge
200g Naturtofu
1 Zwiebel
ca. 50g Mehl
2 EL Senf
2 EL Sojasauce
Pfeffer, Salz
Olivenöl

Die Zwiebeln klein hacken und in eine Schale geben. Naturtofu dazu bröseln und die restlichen Zutaten zugeben. Alles gut mischen, kleine Frikadellen formen und in Olivenöl goldbraun braten.

Apfelkuchen
125g Margarine
95g Ahornsirup
1 Prise Salz
3 TL No-Egg-Eiersatz, 6 TL Wasser
200g Roggenmehl
1/2 P. Backpulver
Sojamilch

Margarine geschmeidig rühren und Ahornsirup und Salz zugeben und weiterrühren, bis eine geschmeidige Masse entsteht. Die Eiersatz-Mischung, Mehl und Backpulver zugeben und alles vermischen. Anschließend soviel Sojamilch zugeben, dass ein cremiger Teig entsteht. Den Teig in eine runde Form geben und mit Äpfeln belegen.
Ich muss zugeben, dass das Backen mit Roggenmehl nicht ganz so einfach ist - so schwierig, wie es mir vorausgesagt wurde allerdings auch nicht. Der Teig geht nicht wirklich auf und man muss einfach nach Gefühl entscheiden, wann man ihn aus dem Ofen nimmt. Mein Ergebnis war noch nicht ganz durch - daher lieber etwas länger backen (ca. 180° C).


Blätterteig-Tofu-Schnecken von Totally Veg; Tomaten-Aufstrich von Vegan Guerilla; Schokomuffins aus dem Vegan Cupcakes take over the world...

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Eis Eis Baby!

In den letzten Monate musste ich des Öfteren verzweifelt feststellen, dass es nicht sehr einfach ist ein veganes Eis zu finden, das zum Einen gut schmeckt und zum Anderen einigermaßen bezahlbar ist. Der Sojageschmack war meistens zu stark und die Konsistenz begeisterte genauso wenig. Alles in allem war die Enttäuschung größer als alles andere. Bis zu dem Tag, an dem ich von Eis auf Lupinenbasis gelesen habe. Selbstverständlich war ich bereit auch das zu testen, denn schließlich kommt auch nächstes Jahr wieder ein Sommer und spätestens mit ihm meine Lust auf Eis. Das Eis von Lupinesse wird ausschließlich über EDEKA und den zugehörigen Märkten vertrieben und kostet im 450ml-Becher € 2,99. Sicherlich ist der Preis im Vergleich zu normalem Eis nicht günstig - wer sich das vegane Eisangebot jedoch schonmal angeschaut hat stimmt mir aber bestimmt zu, dass der Preis durchaus akzeptabel ist.

Ich habe mich für die Sorten Strawberry-Mousse und Choco-Flakes entschieden und war hellauf begeistert. Geschmacklich konnte ich einfach überhaupt keinen Unterschied zu konventionellem Eis feststellen.








Vor Kurzem fuhr ich dann zum Einkaufen zu Kaufland. Da dieser nicht direkt um die Ecke war, erkundigte ich mich vorab im Internet, was es dort so an veganen Produkten gibt, die ich bei meinem seltenen Einkauf unbedingt einpacken sollte. Schon des Öfteren hatte ich in Foren und Blogs gelesen, dass die Auswahl bei Kaufland ziemlich groß sein und es auch ein veganes Eis am Stiel geben soll. Mit Spannung machte ich mich also auf den Weg.

Zwar fand ich nicht die erwartete Auswahl an Produkten, das Eis enttäuschte mich jedoch nicht. Schon im Auto habe ich probiert und auch hier kann ich nur sagen: Daumen hoch. Das Eis hat die Form UND einen unglaublich ähnlichen Geschmack wie Magnum. Mit € 1,99 pro 3er Pack liegt das Eis preislich übrigens auch in einem sehr guten Rahmen.

Schon zwei Eissorten, die ich Euch mit Begeisterung und gutem Gewissen weiterempfehlen kann. Wenn das so weiter geht, kann der nächste Sommer gerne kommen!