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Mittwoch, 1. Oktober 2014

Vegan Wednesday No.20

So, heute hab ich endlich mal wieder Zeit, von meinem Vegan Wednesday zu berichten. Und dieses mal kam ausnahmsweise mal kein Spinat auf das Tellerchen, sondern folgendes.

Obstsalat aus Pflaume, Apfel, Melone und Sonnenblumenkernen zum Frühstücl
Gemüsepfanne aus Rote Beete (nie wieder!), Paprika, Tomaten und Karotten mit Amaranth
Wie früher: Toast mit Lyoner, Käsesandwich mit Mayo und Ketchup zum Abendessen
Käsekuchen mit Aprikosen als Nachtisch

Der Käsekuchen ist echt ein Meilenstein - ich will mich ja nicht selbst loben, aaaber ich hatte bisher noch keinen veganen Käsekuchen, der mich begeistert hat. Tja, und jetzt ist er da.
Eigentlich war das eher Improvision, weil ich dem Mann einen Kuchen für die Arbeit backen sollte und nicht mehr alle Zutaten da hatte.

Zutaten
200g Mehl
120g Zucker
160g Margarine
1 EL Backpulver
2 EL Vanillezucker

400g Tofu
1 Becher Alpro Cremoso Lemon Cheesecake (400g)
1,5 EL Margarine
1 EL Zucker
1 EL Limettensaft
1 EL Mehl

Zubereitung
Die Zutaten für den Teig gut verkneten und eine Backform (Ø 26cm) damit auskleiden.
Die Zutaten für die Creme mit dem Pürierstab oder der Küchenmaschine mixen und in die Backform füllen.
Je nach Lust und Laune Früchte auf der Creme verteilen (ich habe Pfirsiche aus dem Glas verwendet) und den Kuchen bei 180°C ca. 1h backen.

Klingt einfach - ist auch so :-)

Sonntag, 27. April 2014

Voll verschärft!

Schärfe geht (eigentlich) garnicht! Wenn andere Menschen sich noch beschweren, dass ein Gericht noch nicht scharf genug ist, leide ich schon längst unter den typischen Symptomen wie Hitzewallungen und einer laufenden Nase. Nicht selten kommt es vor, dass ich die Hälfte solcher Speisen zu meinem Nebenmann schiebe, weil ich die Schärfe einfach nicht ertragen kann.
Ganz anders die Schärfe von Senf - irgendwas muss da anders sein, denn die find ich irgendwie ganz gut. So auch bei meiner selbstgemachten Variante.

Ihr wusstet nicht, das man Senf selbermachen kann? Ich bis heute auch nicht - und weil ich schon seit geraumer Zeit Senfkörner in meinem Gewürzregal lagere, hab ich direkt beschlossen, diese endlich mal einzusetzen. Und nur wenige Minuten später hatte ich das folgende Ergebnis, das garnicht mal so sehr an die gelbe Creme aus dem Supermarkt erinnert, sondern einfach viel intensiver schmeckt.



Zutaten
50g gelbe Senfkörner
15g Zucker
5g Salz
40ml Wasser
30ml veganer Essig

Zubereitung
Die Senfkörner in der Küchenmaschine so fein wie möglich malen und anschließend in einer Schüssel mit Zucker und Salz mischen. In einem kleinen Topf Wasser und Essig aufkochen und anschließend zur Seite stellen. Die etwas abgekühlte Mischung aus Wasser und Essig über die Mehlmischung geben und gut verrühren.

Ob man mit schwarzen Senfkörnern schwarzen Senf bekommt?

Donnerstag, 20. Februar 2014

bring-a-vegan-cake-to-work-day: Donauwelle für die neuen Kollegen!

Letzte Woche haben die Kreaktivisten bei Facebook dazu aufgerufen, den Freitag zum bring-a-vegan-cake-to-work-day zu machen. Wir von Vegan in Heidelberg e.V., waren schon seit der ersten Aktion an der Meinung, dass man Menschen am besten mit Vormachen und leckerem Essen von der veganen Idee überzeugen kann. Ganz klar, dass die Idee der Kreaktivisten bei mir genau ins Schwarze traf.
Weil bei meiner Abschiedsfeier am letzten Donnerstag ein paar Kolleginnen leer ausgegangen sind, habe ich für Freitag ein paar Muffins gebacken um mich gebührend zu verabschieden und gleichzeitig bei der Aktion dabei zu sein (das war aber eher nebensächlich!).
Morgen bringe ich meinen verspäteten Einstandskuchen mit zur Arbeit und mach so auch wieder Kollegen mit veganem Kuchen glücklich - naja, das hoffe ich jedenfalls.

Weil ein ganzes Blech Donauwelle für 4 Personen defintiv zu viel ist und ich mich auch sonst schon nach einem kleineren Donauwellen-Rezept gesehent habe, habe ich mein altbewährtes Rezept kurzerhand umgebaut.

Zutaten
250g Mehl
150g Zucker
1/2 TL Salz
1 gestr. EL Backpulver
1/4 TL Natron
120g Alsan
225ml Hafermilch
1 EL Kakao
1/2 Glas Sauerkirschen

250ml Sojamilch
1 Päckchen Puddingpulver Vanílle
125g Alsan
3 EL Zucker

1 EL Kakao

Zubereitung
Zunächst die Alsan schmelzen. Während diese abkühlt, kannst Du schonmal alle trockenen Zutaten (außer Kakao) aus dem ersten Absatz gut vermischen. Die abgekühlte Alsan nun mit der Hafermilch vermischen und unter die anderen Zutaten rühren.
Die Hälfte des Teiges in eine gefette oder mit Backpapier ausgelegte Kuchenform (Ø 26cm) geben. Den Kakao unter den restlichen Teig heben und anschließend ebenfalls in der Kuchenform verteilen. Die abgetropften Sauerkirschen auf dem Teig verteilen und bei 180°C ca. 25 Minuten backen (Stäbchenprobe!).
Währenddessen den Pudding kochen: Hierfür den Inhalt des Päckchens mit 3 EL Zucker vermischen und mit gerade so viel Milch, dass sich das Pulver auflöst mischen. Die restlichen Milch aufkochen - sobald es soweit ist, das angerührte Puddingpulver unter Rühren unterheben. Abkühlen lassen und anschließend mit dem Handrührer unter die Alsan rühren.
Den Kuchen in der Form abkühlen lassen und diese so direkt als Tortenring nutzen oder bereits auf die Tortenplatte geben und mit einem Tortenring umsiedeln und die Creme gleichmäßig darauf verteilen. Anschließend mit Kakao garnieren.


Dienstag, 28. Januar 2014

Regional eingetopft: Rosenkohl-Kartoffel-Curry!

Im Sommer ist das mit dem Obst und Gemüse aus der Region ja eigentlich easy-peasy und das ohne auf Abwechslung zu verzichten. Erst recht wenn man dann noch einen Hofladen direkt um die Ecke oder Zeit für den Wochenmarkt hat. Im Winter sind Hofladen und Wochenmarkt zwar da, wo sie immer sind, doch dort steht man in der kalten Jahreszeit schnell vor Problemen oder besser gesagt vor Unmengen von Kohl und Wurzelgemüse. Zwar sind auch diese in reichlicher Vielfalt da, aber die Sorten sind doch alle irgendwie gleich. So schaffe ich es zwar einige Gemüsesorten aus Heidelberg oder immerhin aus Deutschland zu kaufen, aber die anderen Dinge links liegen zu lassen, das schaffe ich dann meistens eher nicht.
Heute war erfreulicherweise wiedermal ein Tag, andem zumindest die meisten Zutaten des Abendessens deutscher Herkunft und das Ergebnis trotzdem garnicht langweilig und sogar ein bisschen exotisch war.

Zutaten
20 Rosenkohlköpfchen
5 kleine Kartoffeln
1 große Karotte
1 Zwiebel
700 ml Wasser
2 Knoblauchzehen
2 EL Tomatenmark
1 EL Erdnussmus
1 TL Koriander
Salz, Pfeffer, Ingwer, Kurkuma
Öl

Zubereitung
Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden, Karotte in Scheiben schneiden und diese nochmals halbieren. Zwiebel schälen und grob hacken, Rosenkohl putzen und halbieren, Knoblauch pressen.
Öl in einem großen Topf erhitzen, Knoblauch und Zwiebeln hinzugeben und kurz dünsten. Kartoffeln und Karotten zugeben und leicht anrösten. Anschließend mit Wasser ablöschen, Rosenkohl zugeben und köcheln bis das Gemüse gar ist.
Nun Tomatenmark und Erdnussmus unterrühren, sodass eine sämige Soße entsteht. Mit Salz, Pfeffer, Ingwer, Kurkuma und 1/2 TL Koriander abschmecken.
Heiß und garniert mit der anderen Hälfte des Korianders servieren.



Achtet Ihr verstärkt darauf regional einzukaufen? Habt Ihr einige Tipps für mich, wie das auch im Winter gut funktioniert? Fehlen mir einfach nur die richtigen Rezepte?

Samstag, 25. Januar 2014

Smash the Pumpkin!

Der Kürbis ist in unserer Küche das Stiefkind unter den Gemüsesorten! Ich habe es schon mit so einigen Sorten und Gerichten probiert, aber irgendwie kommen wir nicht so richtig miteinander klar. Einzig und allein als Suppe ist er sehr gerne bei uns gesehen. Ich möchte fast sagen, dass ich ihn in dieser Form liebe!
Weil ich heute auf der Veggieworld in Wiesbaden war und mir schon fast gedacht hatte, dass ich danach abends nicht noch kochen will, habe ich die heutige Suppe bereits gestern gekocht. Ein Wunder, dass sie bis heute überhaupt überlebt hat.

Zutaten
1/2 Hokkaido-Kürbis
4 mittelgroße Kartoffeln
1 Dose Kokosmilch
2 Knoblauchzehen
1 halbe Zwiebel
Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Chili-Paprika-Gewürzmischung

Zubereitung
Die Kerne aus dem Kürbis entfernen und den Kürbis in gleichmäßige Stücke schneiden. Kartoffeln schälen und ebenfalls gleichmäßig schneiden. Alles gemeinsam kochen.
Währenddessen die Zwiebel würfeln und den Knoblauch schälen und fein hacken.
Gemüse umfüllen, sobald es weich ist.
Im Topf Öl erhitzen und Zwiebeln und Knoblauch anbraten, bis die Zwiebeln glasig sind. Anschließend Kartoffeln und Kürbis zugeben und kurz mitbraten.
Kokosmilch zugeben und pürieren, bis eine cremige Suppe entstanden ist.
Mit Salz, Pfeffer und der Gewürzmischung abschmecken. Mit Paprikapulver dekorieren und servieren.



Freitag, 10. Januar 2014

Homemade Lemonade!

Die letzten Jahreszeiten liefen irgendwie schief - im August gab es bei mir herbstlichen Zwiebelkuchen, nur ein paar Wochen später war mir total weihnachtlich zumute und gestern fühlte sich das Wetter irgendwie nach Sommergewitter an. Da kommt eine hausgemachte, eiskalte Limonade doch gerade richtig!

Zutaten
1 mittelgroße Ingwerknolle
5 Zitronen
6 Orangen
5 TL Rohrohrzucker
400ml Wasser
Mineralwasser
ca. 8 Himbeeren und 1/4 Orange für die Deko

Zubereitung
Den Ingwer schälen, in dünne Scheiben schneiden und in eine Schale geben. Die 400ml Wasser zum Kochen bringen, über den Ingwer gießen und so lange ziehen lassen, bis das Wasser abgekühlt ist.
Parallel den Saft der Orangen und der Zitronen auspressen und in eine große Kanne (ca 1,5 Liter) gießen. Das abgekühlte Ingwerwasser zugeben, alles gut verrühren und mit dem Zucker süßen. Wer es richtig süß mag, sollte noch etwas mehr Zucker zugeben.
Den Saft mit kaltem Mineralwasser aufgießen und mit Scheiben aus der Orange und den Himbeeren dekorieren. Kühl stellen und anschließend genießen.


Samstag, 26. Oktober 2013

Saftiger Mandel-Nougat-Kirsch-Kuchen!

Heute gibt es mal wieder ein Rezept - diesen Kuchen solltet ihr bestenfalls bereits einen Tag vorher zubereiten, da er heute noch besser schmeckt als gestern.

Zutaten
320g Mehl
160g gem. Mandeln
2 EL Stärke
160g Zucker
1 P. Backpulver
1 Pr. Salz
2 TL Koriander
100ml Rapsöl
300ml Wasser
180ml Orangensaft
125g Nougat
1 Glas Sauerkirschen

Zubereitung
In jeweils einer Schüssel alle trockenen und alle flüssige Zutaten gut vermischen. Den Inhalt beider Schüsseln zu einem glatten Teig verrühren.
Den Nougat im Wasserbad vorsichtig schmelzen und unter den Teig rühren; Kirschen unterheben.
Den Kuchen in einer gefetteten Springform (Ø 28cm) geben bei 180° C circa 45 Minuten backen.


Sonntag, 8. September 2013

Joghurt-Pfirsich-Torte!

Heute war Abgrillen angesagt! Und weil meine Erfahrungen dieses Sommers gezeigt haben, dass es sowieso viel zu viel ist, wenn jeder was zum Hauptgang beiträgt, habe ich mich um den Nachtisch gekümmert!
Die Wahl, wie dieser aussehen sollte, fügte sich aus mehreren Komponenten zusammen: zwei Packungen Kekse im Schrank, die wegmüssen; Lust endlich mal Agar Agar zu testen und die Gelüste auf eine Joghurttorte.
Das Ergebnis sah dann folgendermaßen aus:



Keksboden
400g Kekse (bei mir waren es Butterkekse von Bjorg und Shortbread
200g Alsan

Joghurtcreme
800g Sojajoghurt
50g brauner Zucker
15g Agar Agar
1 Dose Pfirsische inkl. Saft
1 unbehandelte Zitrone


Zubereitung
Bevor Du mit dem Kuchen selbst startest, kannst Du den Tortenring schon auf einer Tortenplatte in der Größe einer großen Kuchenform (Ø 26cm) richten.
Kekse sehr gut zerkrümeln. Alsan in der Pfanne schmelzen und Kekskrümel zugeben. Alles gut vermengen. Die Keksmasse nun in dem Tortenring verteilen und festdrücken, sodass es keine Lücken gibt. Den Tortenring nochmal nachziehen, damit er fest sitzt. Die Pfirsiche in feine Scheiben schneiden.
Für die Creme die Schale von der Zitrone abreiben mit Joghurt, Zucker und dem Saft der Zitrone mischen.
Den Saft der Pfirsiche in einen Topf geben und das Agar Agar-Pulver nach und nach mit einem Schneebesen einrühren. Wenn Du fertig mit Rühren bist, dürfen keine Klumpen zu sehen sein.
Die Flüssigkeit zum Kochen bringen und köcheln lassen bis Du merkst, dass es geliert. Anschließend in die Joghurtmasse geben und sehr gut verrühren, sodass eine homogene Masse entsteht. Diese Masse auf dem Keksboden verteilen und direkt mit den Pfirsichen dekorieren.
Wie Du siehst, habe ich noch ein paar Trauben zur Deko verteilt - hier sind Deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt!

Samstag, 24. August 2013

Der Herbst ist da!

Naja, eigentlich ist er das nicht wirklich, denn schließlich ist noch August. Aber das Wetter macht es mir einfach zu leicht, mich schon auf eben diesen zu freuen und deswegen habe ich schon seit Tagen Lust auf Zwiebelkuchen. Das es heute Nachmittag auch noch ordentlich geschüttet hat, macht die Sache perfekt.
Jetzt scheint zwar schon wieder die Sonne, aber irgendwie kann ich die gerade nicht mehr so richtig genießen - ich kann mich einfach nicht entscheiden, ob ich die letzten sommerlichen Sonnenstrahlen nutzen soll oder gemütlich auf der Couch der nächsten Jahreszeit frönen soll.
Für heute bleibt es sicher bei letzterem. Doch ich bin mir sicher, dass meine Lust auf Sonne nochmal richtig rauskommt, wenn es mal ein paar mehr Tage herbstlich wird.
Bis dahin aber erstmal mein Rezept für den Zwiebelkuchen.

Teig
250g Weizenmehl
1 P. Trockenhefe
1 ordentliche Prise Salz
1 Prise Zucker
50g zerlassene Alsan (abgekühlt)
125ml lauwarme Hafermilch

Belag
500g Zwiebeln
300g Sojajoghurt
1 EL Sojamehl
50g Räuchertofu
Salz, Pfeffer, Muskat

Für den Teig Mehl und Hefe gut mischen und anschließend die anderen Zutaten zugeben. Alles zu einem Teig verkneten und diesen abgedeckt zur Seite stellen.
Während der Teig geht, kann der Belag zubereitet werden: Zwiebel schälen, längs halbieren und in Scheiben schneiden. Den Räuchertofu fein würfeln. Flüssigkeit, die sich evtl. auf dem Sojajoghurt gesammelt hat wegschütten. Nun alle Zutaten, außer dem Tofu, gut mischen. Den Tofu auf dem Kuchen verteilen.
Der Teig sollte sich zwischenzeitlich etwas verdoppelt haben. Nochmal gut durchkneten und anschließend in einer gefetten Form (26cm) verteilen. Der Rand sollte dabei ca. 2cm hoch sein.
Nun die Füllung einfüllen. Den Zwiebelkuchen ca. 45Min bei 180°C backen.

Dienstag, 20. August 2013

Kartoffel-Bohnen-Topf!

Inspiriert von dem Rezeptvorschlag einer Leserin, habe ich heute einen Kartoffel-Bohnen-Topf gekocht.  Eigentlich ist es für ein solches Gericht noch viel zu sommerlich, aber da sich dieses Rezept perfekt für meine aktuelle Bohnenernte eignet und ich seit einigen Tagen sowieso schon herbstlich eingestimmt bin, ist mir die Jahreszeit eigentlich relativ egal.

Zutaten
1 mittelgroße Zwiebel
etwas Alsan
200g grüne Bohnen (z.B. Buschbohnen)
350g Kartoffeln

500ml  Gemüsebrühe
getr. Bohnenkraut, Muskat, Salz, Pfeffer

Zubereitung
Die Zwiebel schälen und grob hacken, die Enden der Bohnen entfernen und die Bohnen in kleine Stücke schneiden, die Kartoffeln schälen und würfeln.
In einem Topf Alsan erhitzen und Zwiebel darin glasig dünsten. Anschließend Bohnen und Kartoffeln zugeben und ebenfalls kurz anbraten.
Das Gemüse mit der Brühe bedecken und alles köcheln lassen, bis alles etwas eingedickt ist und die Kartoffeln und Bohnen gar sind. Nun die Gewürze zugeben und nochmal köcheln lassen, sodass sich die Aromen entfalten können.


Sonntag, 21. Juli 2013

Schoko-Kirsch-Torte!

Für meine Geburtstagsfeier im Juni hatte ich zum ersten Mal eine Torte gebacken - diese ist (den Umständen entsprechend) so toll geworden, dass Sie mein Spaß am Tortenbacken gleich richtig entfacht hat. Meine zweite Torte folgte dann dieses Wochenende und das Rezept habe ich heute für Euch.

Zutaten Schokoteig
450g Mehl
300g Zucker
375ml Mineralwasser
150ml Rapsöl
1,5 P. Backpulver
2,5 TL Essig
75g Kakao

Zutaten Schokocreme
2 P. Soyatoo Cocos Whip
2 P. Sahnesteif
1 P. Vanillezucker
30g Kakao
100g Zartbitter-Schokolade

Zutaten Kirschfüllung
1 Glas Sauerkirschen
3 EL Stärke


Zubereitung
Die Zutaten für den Schokoteig in einer großen Schüssel mischen und zu einem glatten Teig verrühren. Diesen in eine mit Backpapier ausgelegte oder gefettete Springform (Ø 26cm) geben und bei 180°C ca 35. Minuten backen.
Den Kuchen anschließend aus dem Ofen nehmen, aus der Form lösen und zum Abkühlen (am besten über Nacht) auf ein Gitter stürzen.

Am nächsten Morgen muss der Kuchen in drei Böden geteilt werden. Ich nehme hierfür einen Faden, damit ein gleichmäßige Linie entsteht und drei gleichmäßige Böden entstehen. Bei Bedarf helfe ich mit einem großen Messer nach.
Einen der Böden auf eine Kuchenplatte legen und mit einem Tortenring umlegen.

Die Kirschen mithilfe eines Siebs abschütten und die Flüssigkeit in einem Behältnis auffangen. 90% des Safts in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Den restlichen Saft mit der Stärke mischen und unter Rühren zu dem kochenende Kirschsaft geben bis dieser geliert. Die Kirschen zugeben und alles gemeinsam auf dem ersten Tortenboden verteilen. Der zweite Tortenboden wird nun vorsichtig auf der Füllung platziert.

Die Kokossahne vor der Verarbeitung über Nacht in den Kühlschrank stellen (bei mir hat diese auch schon ohne Kühlung schon funktioniert; da ich aber auch von anderen Erfahrungen gehört habe, würde ich Euch raten auf Nummer sicher zu gehen). Vor der Verarbeitung außerdem die Flüssigkeit, die sich auf dem Boden der Packung sammelt, abgießen.
Den festen Teil der Schlagcreme in eine Schüssel geben und kurz anschlagen. Nun das Sahnesteif zugeben und die Creme steif schlagen. Vanillezucker und das Kakaopulver mit einem Schneebesen einrühren. 1/3 der Schokosahne kann für die Dekoration zur Seite gestellt werden.
Die Schokolade im Wasserbad schmelzen, abkühlen lassen und ebenfalls mit dem Schneebesen unter die Sahne rühren - die Schokolade muss dabei noch flüssig, darf aber nicht mehr heiß sein, da die Sahne sonst schmilzt. Diese Schokosahne auf den zweiten Tortenboden geben und mit dem dritten Tortenboden bedecken. Die Torte nun kaltstellen.

Nach circa 1h kann der Tortenring entfernt und mit der Dekoration begonnen werden. Hierfür bestreicht ihr die Torte nun mit dem Teil der Sahne, den ihr nach Zugabe des Kakaos zur Seite gestellt habt. Am besten funktioniert das mithilfe einer Konditorpalette.

Für den Feinschlief sind Euch keine Grenzen gesetzt - ich habe ganz minimalistisch etwas Schokolade geraspelt und auf der Torte verteilt.



Mittwoch, 17. Juli 2013

Hausgemachtes Tomatenketchup!

Habt ihr gestern Abend Arte geschaut? Dort kam eine tolle Dokumentation über Themen, über die ich mir immer wieder Gedanken mache: Unser täglich Gift!
Eigentlich schaffe ich es ziemlich gut, beispielsweise Obst und Gemüse nur unverpackt zu kaufen - wenn die Zeiten aber gerade mal stressig, oder das Geld etwas knapper ist, passiert es doch, dass ich diese Vorsätze schleifen lasse und kurzerhand beim Discounter einkaufe.
Dieser Film hat mich wieder an die Prinzipien erinnert, die in letzter Zeit etwas in Vergessenheit geraten sind und ich habe mir geschworen, wieder mehr selbst zu machen.
Denn will ich denn wirklich, dass Stoffe in meinem Essen sind, die da zum einen nicht reingehören und zum anderen hochgradig gesundheitsschädlich sind? Ganz klar: nein. Darüber hinaus ist Plastik nicht nur schädlich für uns, sondern auch für die Umwelt. Wenn ihr auch auf die Vermeidung von Plastik achten möchtet, hat die liebe Birdie hier einige super Tipps für Euch.

Man könnte noch so viel mehr zu diesem Thema sagen, aber das kann der oben genannte Film garantiert besser als ich in Worte fassen. Daher möchte ich Euch lieber mein Rezept vorstellen, dass aus diesem Entschluss gewachsen ist.

Zutaten
1/2 Zwiebel
Olivenöl
200g Tomaten
1/2 EL Essig
3/4 EL Agavendicksaft
Salz

Zubereitung
Die Zwiebel fein hacken und in Olivenöl glasig dünsten. Die Tomaten währenddessen grob würfeln und anschließend zu den Zwiebeln geben. Das Gemüse gemeinsam etwas köcheln lassen, bis die Tomaten etwas Wasser gezogen haben.
Tomaten und Zwiebeln in ein hohes Gefäß geben und Essig, Agavendicksaft und Salz zugeben. Alles pürieren, bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist.


Das nächste Mal wird dann am Curryketchup experimentiert.

Sonntag, 7. Juli 2013

Mandelmuffins!

So einfach wie die Überschrift ist auch das folgende Rezept. Perfekt also für den schnellen Kuchen-Heißhunger - in diesem Sinne: lasst es Euch schmecken.

Zutaten
250g Mehl
150g gemahlene Mandeln
200g Zucker
1 Päckchen Backpulver
250ml Sojamilch
120ml Rapsöl
100g Schokotröpfchen, zartbitter (z.B. von Ruf)

Zubereitung
Mehl, Mandeln, Zucker und Backpulver in einer Schüssel vermengen. In einer weiteren Schüssel Sojamilch und Rapsöl mischen und unter die trockenen Zutaten rühren. Die Schokotröpfchen unterheben.
Eine Muffinform mit Förmchen auslegen und den Teig einfüllen.
Die Muffins bei 180°C circa 25 Minuten backen.


Dienstag, 4. Juni 2013

Donauwelle!

Diese Überschrift sagt für mich mehr als tausend Worte: denn zum einen ist die Donauwelle mein allerliebster Lieblingskuchen und zum anderen gehört er zu meinen Geburtstag unweigerlich dazu. Nachdem ich die Donauwelle im letzten Jahr ziemlich vernachlässigt, heißt vollkommen weggelassen, habe, war es dieses Jahr nun endlich an der Zeit diese Abstinenz zu beenden und meinen Geburtstag als Anlass für meine erste vegane Donauwelle zu nutzen.



Zutaten Boden
540g Weizenmehl
375g Zucker
1,5 TL Salz
1,5 EL Backpulver
1/4 TL Natron
240ml Öl (z.B. Rapsöl)
375ml Sojamilch
2 EL Kakaopulver
1 Glas Sauerkirschen

Zutaten Creme
1,5 P. Puddingpulver Vanille
4,5 EL Zucker
500ml Sojamilch
250g Alsan

Zutaten Glasur
300g Kuchenglasur Zartbitter


Zubereitung
Alle trockenen Zutaten, außer dem Kakaopulver, gut vermischen. In einer weiteren Schüssel Öl und Sojamilch verrühren und diese Mischung dann nach und nach unter die trockenen Zutaten rühren, sodass eine cremige Masse entsteht.
Ein Backblech einfetten bzw. mit Backpapier belegen und die Häfte des Teiges darauf verteilen. Den restlichen Teig mit dem Kakaopulver mischen und auf der ersten Teigschicht geben. Darauf die Kirschen verteilen. Den Boden nun bei 200°C ca. 30 Minuten backen. Der Stäbchentest hilft Euch zu prüfen, ob der Teig tatsächlich schon fertig ist.

Während der Boden im Backofen ist kann der Vanillepudding nach Anleitung (jedoch nur mit 500ml Sojamilch statt der angegeben Menge) gekocht werden. Die Alsan schaumig rühren. Wenn der Pudding abgekühlt ist kann er löffelweise unter die Alsan gerührt werden, bis eine schöne Creme entstanden ist.

Diese Creme wird auf dem abgekülten Kuchenboden verteilt und anschließend mit der Zartbitterglasur überzogen.


An alle die vom veganen Tellerchen hierher gefunden haben: Leute, ich bin überwältigt von Euren Komplimenten und Likes. Es macht so viel Spaß zu kochen, zu backen und sich zu verkünsteln, wenn man damit jemandem eine Freude machen kann (und sei es nur ein Lächeln auf dem Gesicht des anderen, der nicht mal probieren kann, oder die Inspiration für eigene Experimente...). Macht weiter so! Ihr und die Gruppe seid großartig!

PS: Ich habe die Creme mit Hafermilch zubereitet, mir aber sagen lassen, dass die Sache mit Sojamilch fester werden würde. Daher direkt diese Angabe...

Sonntag, 3. März 2013

¡Ay, Carazza!

Vegan zu leben bedeutet für mich keinenfalls Verzicht, aber manche Dinge aus der Omnizeit vermisse ich doch hin und wieder, sehr sogar. Das sind meist nicht einmal Dinge, die ich täglich gegessen habe oder die ich immer vorrätig hatte, sondern eher Kleinigkeiten, die in typischen Situationen zum Vorschein kamen.
Das beste Beispiel: Carazza von einem bekannten Würstchenhersteller.

Schon seit längerem dachte ich mir, dass das doch auch irgendwie vegan gehen muss. Und Leute ich sag Euch: die sind vegan sogar noch besser als das Original.

Und so einfach gehts:
500g Weizenmehl
250ml Wasser
63g Öl
Salz
1/2 Päckchen Trockenhefe

Salami von Vegetalis
8 Scheiben Tofutti Cheddar
Tomatenmark
Italienische Kräuter

Mehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken. Die Trockenhefe in etwas Wasser (von den 250ml abzweigen) auflösen und in die Mulde geben. Die restlichen Zutaten rund um die Mulde verteilen und alles gut durchkneten. Den Teig an einem warmen Ort, zugedeckt mit einem Geschirrtuch, circa 30 Minuten gehen lassen.

Den Teig sehr dünn ausrollen und mit einem Glas o.ä. 32 runde Formen ausstechen. Auf 16 der Formen Tomatenmark streichen, italienische Kräuter und je eine Scheibe Salami (ca 0,5cm) und zwei Viertel Käseschreiben geben.
Die kleinen Pizzen mit je einem weiteren Teigkreis bedecken, die Seiten mit einer Gabel zudrücken und die Teigtaschen nun mit etwas Mehl bestäuben.
Bei ca. 180°C Umluft backen bis sie leicht gebräunt sind.


Experiment defintiv gelungen!

Freitag, 28. Dezember 2012

Driving home for Christmas!

Obwohl wir letztes Jahr eigentlich beschlossen hatten, das nächste Weihnachtsfest zu zweit zu verbringen, fuhren wir dieses Jahr dennoch wieder in die Heimat. Auch dieses Jahr war es ziemlich stressig, weil man - wer kennt das nicht - von Location zu Location, von Familie zu Familie und nicht zuletzt von Essen zu Essen springt. Trotzdem war es sehr viel schöner als letztes Jahr.

Den Heiligabend haben wir wieder bei meiner großen Schwester und ihrer Familie verbracht - während die anderen gebackenen Camembert gegessen haben, habe ich mir Käsetartelettes mitgebracht. Die mache ich inzwischen sehr oft - sie sind total easy und schnell vorzubereiten und schmecken super!

...wenn man auf die Tartlette noch eine Tomatenscheibe legt, geht der Blätterteig nicht so stark hoch und das Ergebnis wird ein klein wenig schöner!
Zum Nachtisch hatte ich Wintermuffins mit einer Orangen-Reissahne-Creme und heißen Himbeeren mitgebracht. Für die Muffinteig habe ich das Rezept Your Basic Chocolate Cupcake aus Vegan Cupcakes take over the World verwendet. Zusätzlich habe ich noch die abgeriebene Schale einer Bioorange, viel Kardamom, Zimt und gemahlene Nelke zugegeben, sodass das Ergebnis richtig würzig und weihnachtlich schmeckt.
Für das Topping habe ich Rice Whip aufgeschlagen und auch hier die abgeriebene Schale einer Bioorange, Kardamom, Zimt und Nelke zugegeben. Außerdem habe ich noch circa eine halbe Orange sehr, sehr klein geschnitten und untergehoben.


An Heiligabend fand natürlich auch die Bescherung statt und obwohl ich die Schenkerei inzwischen eigentlich überflüßig finde, habe ich mich über meine Geschenke doch sehr gefreut.

Bei Dawanda und Co habe ich schon oft gestöbert, aber nie eine passende Handytasche gefunden. Also hat mir meine große Schwester diese wunderschöne Tasche ganz nach meinen Wünschen genäht
Außerdem habe ich von meinem Freund ein Kindle und von meinen Eltern die passende Tasche bekommen und ich bin total begeistert davon - klar an ein Buch kommt es nicht ran, aber so langsam fehlt mir einfach der Platz für Bücher und irgendwie sehe ich es auch nicht ein Bücher zu kaufen und diese dann nur einmal zu lesen...
Dann gab es u.a. noch Jochen Schweitzer-Hotelgutscheine von einer Freundin und Airberlin-Gutscheine - die nächste Reise kann also kommen!


Am ersten Feiertag habe ich für meine Eltern, meine kleine Schwester, meinen Freund und für mich vegan gekocht. Allein das ich hierzu die Möglichkeit bekam, fand ich schon super - von vielen Freunden weiß ich, dass es da keine Chance gab ein komplett veganes Menü zu kochen, sondern es eher darauf hinaus lief, dass nur das eigene Essen gekocht wird und sich der Rest seinen Weihnachtsbraten nicht wegnehmen lässt. 
Also gab es bei uns einen veganen Braten, Kohlrouladen und Hackbällchen - eigentlich sollten es nur die Kohlrouladen werden, aber irgendwie hatte ich mich etwas mit der Füllung verschätzt.

Als Rezept für den Braten/die Hackbällchen/die Füllung habe ich das Rezept der Tofubratlinge etwas abgewandelt. Das Bratenrezept allein könnte also so aussehen:

200g Naturtofu (z.B. von Aldi Süd)
1 Zwiebel
1 Karotte
ca. 50g Mehl
ca. 20g gemahlene Haselnüsse
1 EL Senf
3 EL Sojasauce
Pfeffer, Salz, Muskat

Den Naturtofu, die Zwiebel und die Karotte von der Küchenmaschine mahlen lassen (Gabel und Messer tun es auch). Die Masse mit den restlichen Zutaten verkneten, mit den Gewürzen abschmecken und daraus einen kleinen Braten formen. Diesen in einem Topf mit heißem Sonnenblumenöl von allen Seiten anbraten - sehr vorsichtig, da er leicht bricht. Sobald der Braten rundherum Farbe bekommen hat, muss er in eine ofenfeste Form gegeben werden um im Backofen (ca. 1h bei 180° C Umluft) noch weiter zu garen. Dadurch gewinnt er an Festigkeit.

Dazu gab es Kartoffelschnee und Soße.


Donnerstag, 20. Dezember 2012

Platz ist in der kleinsten Hütte #2!

Nachdem ich Euch nach dem sonntaglichen Brunch nur mit Bildern versorgt habe, möchte ich heute noch die Rezepte hinterher schicken!


Tofubratlinge
Die Tofubratlinge habe ich auch als Patties für die Miniburger verwendet - sowieso sind diese Frikadellchen sehr originalgetreu, machen nicht viel Arbeit und kommen auch bei Omnis super an.

200g Naturtofu (z.B. von Aldi Süd)
1 Zwiebel
ca. 50g Mehl
1 EL Senf
3 EL Sojasauce
Pfeffer, Salz, Muskat

Den Naturtofu und die Zwiebel von der Küchenmaschine mahlen lassen (Gabel und Messer tun es auch). Die Masse mit den restlichen Zutaten verkneten, mit den Gewürzen abschmecken und daraus kleine Frikadellchen formen. In Sonnenblumenöl von allen Seiten anbraten.


Brötchen
Diese Brötchen eignen sich super für Miniburger, aber auch für Laugenbrötchen.

500g Weizenmehl
250ml warmes Wasser
63g Öl
1/2 P. Trockenhefe
Salz

Mehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken. Die Trockenhefe in etwas Wasser (von den 250ml abzweigen) auflösen und in die Mulde geben. Die restlichen Zutaten rund um die Mulde verteilen und alles gut durchkneten. Den Teig an einem warmen Ort, zugedeckt mit einem Geschirrtuch, circa 30 Minuten gehen lassen.
Aus dem Teig nun die Brötchen formen und dann nochmals etwas gehen lassen.
Bei 180° C Umluft ca. 20 Minuten backen.

Für die Laugenversion 1l Wasser zum kochen bringen, 2 EL Natron (z.B. Kaisernatron) zugeben und die Brötchen 1 Minuten darin schwimmen lassen. Mit dem Schaumlöffel rausholen und erst dann backen.



Baba Ganoush
1 Aubergine
2 Teelöffel Olivenöl
2 TL Zitronensaft (am besten frisch gepresst)
5 TL Tahine
Salz, Pfeffer, Paprika- und Knoblauchpulver

Die Aubergine längs teilen, auf ein Backblech legen (Schale nach oben), mit einer Gabel mehrmals einpieksen und im Backofen bei 180° C Umluft 30 Minuten grillen.
Die Schale der abgekühlten Aubergine abziehen und die Frucht in Stücke schneiden. Gemeinsam mit Olivenöl, Zitronensaft und Tahine pürieren (es lebe der Pürierstab!) und mit den Gewürzen abschmecken.


Käsequiche
Meine Käsequiche ist echte Gefühlssache - allerdings eher auf die Menge der Zutaten bezogen.

1 Rolle Blätterteig (z.B. von Aldi Süd)
Mandelmus
Mineralwasser
Salz, Pfeffer

Den Blätterteig mit einer runden Kuchenform ausstechen und anschließend in eben diese Form geben.
Mandelmus mit Mineralwasser mischen - hier kommt nun das Gefühl ins Spiel, die entstandene Masse sollte nicht zu flüssig, aber schön sämig sein - und mit ordentlich Salz und nicht ganz so viel Pfeffer würzen. Anschließend auf den Teig geben. Nach Belieben kann man die Quiche noch mit Tomatenscheiben, Paprika oder anderem Gemüse garniert werden.
Bei 180° C Umluft backen.

Statt einer großen Form, kann man hier auch kleine Tartletteförmchen nehmen. Das sieht dann so aus:


Heringssalat
Der Heringssalat war nicht meine Idee, sondern die Idee einer lieben Freundin, die ich über Vegan in Heidelberg kennengelernt habe.

500g Kartoffeln, festkochend
250g Rote Beete
1 mittelgroßer Apfel (süß)
100g Räuchertofu, fest
1/2 Zwiebel
2 saure Gurken
Kräuteressig
mittelscharfer Senf
400g Sojajoghurt, natur
Salz, Pfeffer

Kartoffeln gut waschen, in Würfel schneiden und dann garen (Schale bleibt dran). Die Rote Beete schälen, in Würfel schneiden und bissfest kochen. Apfel, Räuchertofu, saure Gurke würfeln, die Zwiebel in dünne Ringe schneiden.
Alle Zutaten in einer großen Schüssel mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Ich hab keine Ahnung, wie Heringssalt im Original schmeckt, daher kann ich nicht garantieren, dass Euer Heringssalat-Jieper gestillt werden kann; aber schmecken tut er!


Für das letzte Rezept leite ich Euch zu Gingerbread Muffcake weiter - Elisa war es nämlich, die diesen grandiosen Braten mitgebracht hat.

Dienstag, 29. Mai 2012

Der mit dem Blubb!

Als Kind gehörte Spinat mit Kartoffeln und Spiegeleiern zu meinen allerliebsten Lieblingsgerichten - als Veganer geht das so nicht mehr. Spiegeleier sowieso nicht und auch der übliche Spinat, den man in gefrorenen Blöcken kaufen kann, ist nicht mehr brauchbar. Ich bin sicher, dass den meisten nicht bewusst ist, dass da ja Sahne drin ist. Bisher tat es auch der gehackte TK-Spinat und spätestens seid wir unsere Biokiste erhalten, landen auch die frischen Blätter regelmäßig in unserem Kochtopf. Weil das aber nicht dasselbe ist, gelüstete es mir schon seid langem nach eben diesem Spinat von früher und so gab es heute als perfekten Ersatz Mangold mit Blubb. Ich finde Spinat lässt sich durch Mangold perfekt ersetzen und geschmacklich toppt er ihn sogar ein wenig.

Weder gehackt noch püriert, aber geschmacklich ein toller Ersatz für das Original!
Den Mangold habe ich kleingeschnitten und in Öl angebraten - die Stiele gebe ich übrigens gleichzeitig mit den Blättern in den Topf, denn so bleiben sie bissfest - mit Soja Bio Créme abgelöscht und mit Gewürzen abgeschmeckt. Diese Créme kann man bei Kaufland kaufen und man sollte mit der Verwendung sparsam sein, da sie gesüßt ist. Entweder ist mir das bisher nicht aufgefallen (ich hatte sie vorher auch nur einmal) oder die Rezeptur wurde verändert. Das beste an einem solchen Essen ist übrigens das Naschen - auch wenn ich schon längst satt bin, kratze ich die Soßenreste immer mit ein paar Kartoffeln aus dem Topf.

Dienstag, 24. April 2012

Keep on rollin!

Weil ich gerade nen richtigen Flow habe, möchte ich noch kurz unser heutiges Abendessen vorstellen. Die Zubereitung geht richtig schnell, ist richtig einfach und das Ergebnis ist richtig leicht und vorallem richtig lecker.

Die Wraps habe ich fertig gekauft und für die Füllung habe ich Zucchini, Aubergine und Paprika kleingeschnitten, diese mit Salz, Pfeffer und einer italienischen Gewürzmischung gewürzt und auf einem Backblech (ohne Fett!) gegrillt. Außerdem habe ich Sojajoghurt, etwas Essig, ganz wenig Gewürzketchup und Majo und Gewürze zu einer Sojasauce verrüht und damit die Fladen bestrichen. Gemüse drauf, rollen und genießen.

Rückblicke, Rückblicke und noch mehr Rückblicke!

Was hat man davon, wenn man sich so lange nicht meldet und seine Leser auf dem Trockenen sitzen lässt? Man muss so einiges nachholen. Die Osterwoche verbrachten wir in der Heimat und somit zu zweit im alten, wohlgemerkt sehr kleinen, Kinderzimmer und komplett auf den Kühlschrank der Eltern angewiesen - das war echt eine Herausforderung. Das mit den Ausnahmen hat daher leider nicht ganz so gut geklappt, wie ich es mir vorgestellt habe. Aber da meine Mutter beim Kochen sehr viel Rücksicht auf mich genommen hat, konnte ich damit sehr gut leben. Wisst Ihr was mir dabei aufgefallen ist? An den Orten konsequent zu sein, an denen man es vor einiger Zeit mal gewohnt war ganz normal zu essen, ist ganz schön schwer. An neuen Orten, wo man noch nie regelmäßig oder immer nur vegan gegessen hat hingegen überhaupt nicht und in der eigenen Wohnung ja sowieso nicht. In die eigene Komfortzone, das Wort passt einfach soo unglaublich gut, zurück zu kehren ist daher immer wieder angenehm und irgendwie erleichternd.
Aber nun wieder zu den leckeren Momenten unserer Urlaubswoche. Am ersten Abend machten wir zunächst einen mehr oder weniger kurzen Abstecher nach München, weil ein Freund von uns dort seinen Geburtstag feierte. Weil es zum Essen Chili gab habe ich mich mal wieder selbst versorgt und mein eigenes Töpfchen, sin carne versteht sich, mitgebracht. Ein paar Freunde, von denen ich es nicht unbedingt erwartet hätte, haben probiert und es in den höchsten Tönen gelobt - ja sie fanden es sogar besser, als das Chili con Carne. Das lag zwar eher an der Zubereitungsart als an der Tatsache, dass Soja- anstatt Rinderhack drin war,aber so ein Kompliment freut mich natürlich trotzdem wahnsinnig und mein kleines Veganerherz hat doch einen kleinen Luftsprung gemacht.
Am nächsten Tag stand schon der nächste Geburtstag an und zwar der meiner Schwester. Vielleicht erinnert Ihr Euch an meine Erfahrung, die ich dort an Weihnachten gemacht habe? Dieses Mal lief es so viel besser und ich denke die erste Aussage, die ich über die Einstellung von ihr und ihrem Freund bezüglich Veganismus gemacht habe, muss ich hier der Fairness wegen revidieren. Auch hier gab es Chili und auch hier hatte ich meine eigene Portion, die ich mir dieses Mal nicht selbst mitgebracht habe und die statt Fleisch einfach Kartoffeln enthielt. Außerdem hat meine Schwester auch einen veganen Apfelkuchen für mich gebacken, der richtig richtig lecker war und auch bei den anderen Gästen gut ankam. Es tut wirklich gut zu erfahren, dass man als Gast nicht zurückstecken muss und auch essenstechnisch genauso willkommen ist, wie die anderen Gäste.
Gefräßig sind wir auch in den nächsten Tag, dem Ostersonntag gestartet. Seit ein paar Jahren bruncht meine Familie an diesem Tag bei meinen Eltern und in diesem Jahr war ich für die meisten der Speisen zuständig. Daher zauberte ich Mini-Frikadellen, panierte Schnitzelchen (die mir leider nicht so gelungen sind) und Samosas und vegane Vurst gab es auch für mich und meine Brötchen.

Samosas gefüllt mit Erbsen, Kartoffeln und Zwiebeln - soo lecker!
Mini-Frikadellen mit Knoblauchdip
In dieser Urlaubswoche waren wir außerdem auf dem Geburtstagsbrunch einer guten Freundin und auch hier musste ich nicht hungern. Neben dem üblichen Notfallplan Marmelade hatte sie mir Sojabutter, Aufstrich und Vollkornbrot besorgt und eine extra Portion Obstsalat ohne Joghurt gemacht.


Ein weiterer kulinarischer Meilenstein dieser Urlaubswoche waren meine ersten selbstgemachten Sojarouladen. Die gehen so:
Soja Big Steaks nach Packungsanleitung weich kochen. Anschließend mit Senf bestreichen, feingewürfelte Zwiebeln und Gewürzgurken drauf, rollen und mit einem Faden zubinden. Die Rouladen in Öl von allen Seiten sehr dunkel anbraten, mit Wasser ablöschen, Soßenpulver einrühren und aufkochen lassen. Die Soße nun mit Tomatenmark und Kokosmilch abschmecken und das ganze ca. 2h auf niedriger Stufe köcheln lassen. Wenn Ihr die Möglichkeit habt, solltet Ihr die Rouladen bereits am Abend vorher zubereiten, sodass sie die Nacht über im Kühlschrank noch durchziehen kann. Ich finde, dass der dominante Geschmack von Sojaprodukten dieser Art, den ich nicht ganz so gerne mag, so weitgehend verschwindet. Das Ergebnis, dass ich zusammen mit den Thürniger Klößen von der Schwiegermama in spe genießen konnte, war wirklich überragend. Nachmachen ausdrücklich empfohlen!

Was mir unheimlich gut getan hat war, dass wir es in dieser Woche endlich mal wieder geschafft haben viel Zeit draußen und vorallem im Wald zu verbringen. Und obwohl wir fast die komplette Zeit ununterbrochen unterwegs waren, war ich endlich mal wieder richtig entspannt. So darf es gerne öfter sein.