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Mittwoch, 12. Dezember 2012

Jetzt gehts rund!

Heute darf ich total off-topic verkünden, dass ich nun den Ausbilderschein in der Tasche habe! Bei der heutigen praktischen Prüfung konnte ich mit 100 Punkten die volle Punktzahl erreichen und ich kann es selber noch garnicht glauben. Ich bin so froh, dass der Kurs und die Lernerei nun vorbei sind, ich wieder zwei Abende mehr in der Woche nach Belieben gestalten kann und vorallem, dass ich nun endlich beginnen kann die Adventszeit richtig zu genießen.

Die Prüfung fand in Mannheim statt, nicht unweit von der Bagelwerkstatt. Die Bagelwerkstatt ist weder grundsätzlich vegan, noch vegetarisch, aber satt werden geht dort trotzdem ganz gut.
Zum einen kann man sich den Belag des Bagels selbst zusammenstellen, zum anderen gibt es auf der Karte den veganen Hummus-Bagel. Regelmäßig gibt es auch vegane Kuchen.
Für mich gab es heute auch einen veganen Nachtisch - den Bagel "Santa", ein Blaubeerbagel mit Bratapfelmarmelade und Spekulatiuscreme. Hört sich nicht unbedingt übermäßig lecker an, isses aber defintiv.

Hummus-Bagel mit Hummus, Sprossen, Gurke, Salat und Paprika
Santa

Neben Bagels und Kuchen kann man dort auch die berühmten Keep Cup-Becher kaufen, meines Wissens der einzige Anbieter hier in der Region. Nächstes Mal nehme ich mir auch einen mit!

Die liebe Linda von Veltenbummler hat Ihre Erfahrungen mit der Bagelwerkstatt auch schon bei Deutschland is(s)t vegan geteilt.

Aktualisierung vom 17.10.2013: Die Bagelwerkstatt hat inzwischen leider geschlossen!

Donnerstag, 29. November 2012

Heimatzeiten!

Seit diesem Monat wohne ich schon ganze zwei Jahre in Heidelberg - am Anfang war ich wochenends noch sehr oft in der Heimat. Spätestens seit mein Freund hier bei mir ist, sind die Zeiten "zu Hause" aber doch eher selten. Wenn wir dann mal ein paar Tage bei der Familie sind, muss ich doch immer wieder feststellen, wie schön es dort ist (erst recht im Herbst!!!) und dass ich die Gegend und vorallem die Menschen doch sehr vermisse. Zurück zu ziehen ist, zumindest in absehbarer Zeit, aber keine Option, daher lautet das Motto der Heimatbesuche bis auf Weiteres: jede Sekunde vollends genießen!
So auch am vorletzten Wochenende - sehr viel Zeit mit der Familie, einen ausgiebigen Herbstpaziergang durch die wunderschöne Landschaft und genossen haben wir das ohne Ende.





Für die Fotos vom schönen Nordschwarzwald musste das Handy herhalten, die Qualität leidet daher ein wenig.

Satt wurde ich an dem Wochenende auch problemlos - vegane Aufbackbrezeln bei meiner großen Schwester, Antipasti zum Vesper bei der Familie meines Freundes und bei meinen Eltern gabs für mich extra Kartoffelbrei und Rosenkohl statt Spätzle mit Braten!

Dienstag, 13. November 2012

Wenns Dir nicht gefällt, mach neu!

Dass es hier quasi ein total makeover gab ist kaum zu übersehen. Der Hintergrund war mir inzwischen irgendwie zu verspielt, die Schriftart gefiel mir nicht mehr - da musste Geradlinigkeit her und die hab ich jetzt.
Doch auch inhaltlich soll es eine kleine Änderung geben: Infos zu veganen Locations und was sonst noch so veganes passiert wird es weiterhin geben, aber nun möchte ich mich noch etwas mehr auf die Fotos konzentrieren.

Sicherlich bin ich keine Spitzenfotografin, die Fotografie liegt mir aber doch sehr am Herzen und das möchte ich einfach mehr leben. Sowieso soll mehr Kreativität in meinem Leben Einzug halten und dazu ist der Griff zur Kamera der einfachste Schritt. Wir werden sehen, was sich daraus entwickelt. Ich hoffe es gefällt Euch genauso gut wie mir und Ihr bleibt mir erhalten.


Sonntag, 17. Juni 2012

Dr. Oetker Backen von A-Z - Marmorkuchen!

Die Woche war wieder mal mehr als turbulent und gipfelte sich darin, dass der Lieblingsmensch am Freitag morgen vollkommen unerwartet den Blinddarm rausbekommen hat. Viel schöner ist daher, dass er heute schon wieder heimkommen durfte - und weil ein Willkommen-Daheim-Kuchen für so einen schönen Anlass unerlässlich ist, gab es einen Marmorkuchen für ihn. Der Marmorkuchen ist diese Woche auch Teil meiner Koch-Challenge (das war dann logischerweise auch sehr spontan und ungeplant) und eben aufgrund der Turbulenz eher eine Notlösung - wie am Titel nur unschwer zu erkennen ist, handelt es sich dabei nämlich um ein veganisiertes Rezept. Zu veganisieren waren Eier und Milch - dafür nutzte ich No-Egg und Reismilch. Das Ergebnis ist nicht ganz so schön (er ist mir beim Abkühlen eingefallen) und auch etwas speckig, aber so mögen wirs eigentlich ziemlich gerne.
In diesem Sinne, ♥-lich willkommen Daheim!



Samstag, 18. Februar 2012

Muffins aux pommes!

Habt Ihr einen Lieblingstag? Bei mir steht der Freitag ganz hoch im Kurs! Denn Freitag bedeutet: fast immer um 14 Uhr Feierabend machen, Lieferung der Biokiste und zu wissen, dass man das ganze Wochenende noch vor sich hat. Am gestrigen Freitag hatte ich unheimlich Lust auf Apfelmuffins. Ergo habe ich mir welche gebacken - freitags stelle ich mich für sowas am liebsten in die Küche, denn ich weiß ja, dass ich noch das ganze Wochenende entspannen kann.
Wenn auch Ihr Eure Lust auf Apfelmuffins stillen wollt, benötigt Ihr folgende Zutaten:

300g Mehl
1 EL Weinsteinbackpulver
100g Margarine (Alsan-S)
100g Zucker
2 TL No-Egg
1 TL Vanillezucker
ca. 250ml Sojamilch
Saft 1 Zitrone
2 Äpfel

Die Zutaten müsst Ihr einfach mit dem Handrührer mixen. Ich habe die Milch nicht abgemessen, schätze aber dass es ungefähr die angegebenen 250ml waren. Der Teig sollte zäh genug sein um gerade so vom Löffel zu "tropfen". Nicht fester und nicht flüssiger ;-)
Die Äpfel müssen nun in kleine Würfel geschnitten und unter den Teig gehoben werden. Ab in die Muffinform und dann in den Backofen.

Mittwoch, 15. Februar 2012

Das Leben ist schön!

Seit dem Wochenende gab es einige Momente, in denen ich mich über kleine Dinge sehr gefreut habe. Angefangen hat das mit der Geburtstagsfeier einer Freundin. Obwohl ich mir fast hunderprozentig sicher war, dass bei den Vorbereitungen an mich gedacht wird, habe ich vorsichtshalber vorab nachgefragt, ob ich was mitbringen soll. Dem war natürlich nicht und so war viel das angeboten wurde, vegan. Was richtig süß dabei war: meine Freundin hatte alle vegane Speisen mit ein paar Blättchen Petersilie gekennzeichnet. Da ich nur mein Handy zur Verfügung hatte, war der Freund der Gastgeberin (Fotodesign Haeringer) so freundlich das leckere Essen zu dokumentieren.

Rohkost, Blätterteigschnecken mit Paprikafüllung, Falafel, Hummus, Ajvar, Avocado-Dip
Besonders die Blätterteigschnecken haben es mir angetan - diese waren wohl nur mit dem Paprikaaufstrich von Alnatura gefühlt und sollten daher einfach nachzumachen sein.
Nach dem schönen Abend mit ganz lieben Mädels und einem Hahn im Korb ging es weiter zu meinen Eltern, wo ich die Nacht verbrachte. Aus Gewohnheit führt mich dort der erste Weg immer zum Kühlschrank und erstaunlicherweise fand ich dort eine komplette Schublade voller Alpro Soya-Produkte. Und die wurden da nicht für mich aufbewahrt - ganz im Gegenteil, meine Eltern und meine Schwester haben inzwischen alle Joghurtprodukte durch Sojaprodukte ersetzt. Meine Schwester isst inzwischen sogar fast keine Fleischprodukte mehr. Mich freut das natürlich sehr.
Und weil alle guten Dinge drei sind, gab es heute das nächste und vorallem größte Glücksgefühl. Wie ich bereits bei facebook berichtet habe, habe ich letzte Woche meinen ersten Deal in der Veganen Tauschbörse klar gemacht und heute habe ich dann mein erstes Päckchen bekommen. Ich hätte Luftsprünge machen können, so sehr habe ich mich gefreut, als ich nach Hause kam. Und die Freude steigerte sich sogar noch, als ich den wunderbaren Inhalt gesehen habe.


Und diese wunderbaren Dinge waren enthalten:
- Rucola-Kürbiskern-Pesto
- Paprika-Aufstrich
- Lebensvurst
- Sojamedaillons
- Kokospralinen
- Oatmehl-Cookies
- Vanille-Badesalz

Neben diesen schönen Momenten gab es in den letzten Tagen außerdem viele wunderbare Momente mit meinem Freund und meiner Familie. ♥ Zwischendurch gab es allerdings auch ein paar Augenblicke, an denen es mir aus diversen Gründen nicht ganz so gut ging, doch da war immer jemand oder etwas, dass mich wieder aufmunterte. Einfach immer an eine ganz wichtige Sache denken: Das Leben ist schön! Uns zwar so richtig! ♥

Sonntag, 1. Januar 2012

Ein tolles Jahr geht zu Ende!

So, nun ist wieder ein Jahr vorbei und wir können tatsächlich schon 2012 schreiben! Ich finde das Gefühl immerwieder sehr komisch, aber der Mensch ist ja nunmal ein Gewohnheitstier, davon können sicherlich einige Leser ein Lied singen, und daher wird sich auch das in spätestens ein paar Wochen vollkommen normal anfühlen. Wir haben gestern eher gemütlich feiert und das war auch in Ordnung so - aber ich muss sagen, dass die Aufregung um Silvester, genau wie um Weihnachten, echt extremst nachgelassen hat - als Kind sind solche Ereignisse einfach am Schönsten. Dafür kann ich aber auf ein tolles Jahr zurückblicken, was viel wichtiger ist, als einen aufregenden Jahreswechsel zu erleben. Die Zombiekatze hat in ihrem Blog einen Jahresrückblick verfasst, der mir sehr gut gefallen hat - daher möchte ich mich auch daran entlanghangeln und Euch ein bisschen was aus meinem 2011 und von meinen Vorsätzen für dieses Jahr erzählen.

[Ich selbst] Ich habe in diesem Jahr mal wieder erkannt, was im Leben wirklich zählt. Der Veganismus war dazu ein großer Anstoß und ich bin sehr froh, dass ich diesen Weg gegangen bin. Dieser Weg hat mir in vielen Lebensbereichen die Augen geöffnet. Ich hatte ein wunderbares Jahr 2011 und hoffe, dass 2012 genauso weitergeht!

[Familie] Obwohl ich Ende 2010 nach Heidelberg gezogen bin und meine Familie daher seltener sehe als zuvor, sind wir 2011 noch enger zusammengewachsen. Meine Familie stand immer hinter mir und hat mich unterstützt. Zu manchen Familienmitgliedern habe ich mich ungewollt etwas distanziert, was ich sehr schade finde und in 2012 unbedingt ändern möchte.

[Liebe] Nach circa 9 Monaten Wochenendbeziehung ist mein Freund zu mir nach Heidelberg gezogen. Es hätte einfach nichts besseres passieren können. Ich bin wahnsinnig glücklich, dass er diesen Schritt gegangen ist und wir so zusammen wohnen und uns täglich sehen können. Kaum vorzustellen, dass es bis August noch anders war!

[Gesundheit] Bis auf meinen bereits erwähnten B12-Mangel, der vor Kurzem festgestellt wurde, gibt es zu diesem Thema glücklicherweise nichts zu sagen. Gegen diesen Mangel habe ich mir nun die nötigen Tabletten bestellt, damit ich in 2012 gut versorgt bin.

[Kreativität] Ich bin so froh diesen Blog gestartet zu haben - es macht mir wahnsinnig Spaß zu schreiben, vorallem weil ich immer wieder positive Rückmeldungen bekomme und so weiß, dass es Menschen gibt, die meinen Blog gerne verfolgen. Meine Spiegelreflexkamera war ab und an mit mir unterwegs, sodass ich einige schöne Fotos schießen konnte. Leider habe ich, entgegen meiner Hummeln im Arsch, zu wenig gebastelt, genäht und verschönert.

[Intellektualität] Nach Beendigung meiner Ausbildung arbeite ich inzwischen seit etwas mehr als einem Jahr und so langsam fühlt es sich an, als ob ich auf der Stelle trete. Zwar habe ich in diesem Jahr sehr viel über diverse Weiterbildungen nachgedacht, habe aber noch nicht den für mich passenden Weg gefunden.

[Konsum] Über mein Konsumverhalten habe ich in den letzten zwei Monaten viel nachgedacht und da sehe ich unbedingt Änderungsbedarf. Profane Dinge wie Recycling waren mir schon immer sehr wichtig, aber nun habe ich gemerkt, dass es unbedingt an der Zeit ist weiter zu gehen. Beim Einkauf darauf zu achten, welche Produkte vegan und bevorzugt auch bio sind, ist inzwischen selbstverständlich für mich. Jedoch spielen nun auch Dinge wie der Einkauf bei diversen Modeketten eine große Rolle - davon möchte ich mich in 2012 weitgehend distanzieren. Die Unbedenklichkeit der verwendeten Materialen, bzw. die Verarbeitung derer, ist in meinen Augen nicht gegeben. Mal ganz abgesehen von den Arbeitsbedingungen im Herstellungsprozess. Das wird sicherlich nicht einfach, aber ich will mein Bestes geben! Ich möchte mehr Second-Hand kaufen bzw. beim Einkauf verstärkt darauf achten, wo ich kaufe. Auf diesem Weg wird mich der Blog Veganista von Franziska Schmidt sicherlich gut unterstützen! Bewusster konsumieren - mein Vorsatz für 2012!

[Essen & Trinken] Spätestens in der zweiten Jahreshälfte war 2011 war ernährungstechnisch gesünder als je zuvor. Ich habe so abwechslungsreich und sooo viel Gemüse gegessen, das seit ein paar Wochen hauptsächlich aus meiner Biokiste stammt, und bereit fast alles frisch zu. Ich habe neue Dinge ausprobiert und war überrascht, was es alles gibt! Mein Vorsatz für 2012: noch gesünder und vorallem noch veganer zu leben. In letzter Zeit kam es blöderweise immer wieder vor, dass ich Käse und Co genascht habe. So war ich auch beim gestrigen Raclette total inkosequent. Da ich das eigentlich nicht möchte, will ich 2012 unbedingt konsequenter sein!

[Zum ersten Mal gemacht] Bewusst vegan kochen!
Menschen auf den Tierschutz ansprechen! Das war auf dem Canstatter Wasen und ich habe die Betreiber von Ponyreiten gefragt, ob sie wirklich glauben, dass die Ponys Spaß haben. Dummerweise haben sie total ruhig und überhaupt nicht verlegen reagiert. Vielleicht wurde ihnen die Frage einfach schon häufiger gestellt.

[Nach langer Zeit wieder getan?] Umziehen! Eigentlich stand mein ganzes Jahr im Zeichen von Umzügen. Neben etlichen Umzügen, bei denen ich als Helfer fungiert habe, bin ich innerhalb Heidelbergs ganze viermal umgezogen, weil der Heidelberger Wohnungsmarkt nur Zimmer zur Zwischenmiete für mich übrig hatte. Jetzt, wo mein Freund auch in Heidelberg ist und wir uns eine wunderschöne Wohnung gemietet haben, bin ich aber endlich so richtig angekommen! 

[Leider nicht gemacht] Backpacking!

[Alben und Songs des Jahres] Enter Shikari - Adieu. Neon Trees - Animal. I Blame Coco - Selfmachine. Und einige mehr.

[Lieblingsorte in diesem Jahr] Die Maisonette-Wohnung, die ich mit meinem Freund im Oktober bezogen habe.

[Vorherrschendes Gefühl für 2012] Vorfreude auf noch mehr Zeit mit meinem Freund und mit meinen Liebsten; aufs Reisen - ich werde aufjedenfall zweimal in Berlin sein und kann es kaum erwarten, die vegane Hauptstadt Deutschlands vorallem unter diesen Gesichtspunkten besser kennenzulernen.

[Wort des Jahres?] Unglaublich.

[Zugenommen oder abgenommen?] 6 kg abgenommen - nur durch Ernährung, ohne Sport! Hier besteht Steigerungsbedarf!

[Stadt des Jahres?] Berlin.

[Haare länger oder kürzer?] Unglaublich lang.

[Kurzssichtiger oder Weitsichtiger?] Kurzsichtig - schon seit ich vier bin. So langsam ist es also Zeit, dass die Werte nicht mehr schlechter werden. ;-)

[Krankenhausbesuche?] Einen nicht so schönen, weil ich mir meine Fingerkuppe fast abgesäbelt habe. Ich musste mit zwei Stichen genäht werden - ich bin und bleibe ein Schussel! Einen schönen - aufgrund der Geburt des Sohnes von Freunden. Dieses Jahr war defintiv DAS Jahr der Geburten.

[Verliebt?] Aber sowas von.

[Most called persons?] Mein Freund. Hauptsächlich deshalb, weil wir bis August noch eine Wochenendbeziehung führten. Aber auch jetzt, wo wir zusammen wohnen telefonieren wir oft mehrmals täglich. Weil ich meine Familie ja nun auch nicht mehr so oft sehen kann, steht diese auch ganz weit oben.

[Die schönste Zeit verbracht mit?] Meinem Freund, meiner kleinen Schwester und tollen Freunden bzw. Familienmitgliedern.

[Die meiste Zeit verbracht mit?] Ich befürchte das waren dann wohl meine Arbeitskollegen. Gefühlt war es aber mein Freund.

[Buch des Jahres?] Tiere essen! Anständig essen!

[Konzert des Jahres?] Rock am Ring - Volbeat, System of a Down, Hurts, Disturbed etc.

[TV-Serie des Jahres?] Desprite Housewives; Unter Uns.

[Beste Idee/Entscheidung des Jahres?] Mit meinem Freund zusammen zu ziehen. Vegan zu leben.

[Drei besondere Highlights] Der Umzug meines Freundes zu mir nach Heidelberg. Berlin. Punkt 3 fehlt irgendwie!

[Drei schreckliche Tiefpunkte] Hierzu gibt es glücklicherweise nichts zu sagen.

[Drei Pläne für's neue Jahr] Noch veganer und noch gesünder leben. Mehr Zeit mit Freunden verbringen. Mehr Zeit in der Natur verbringen. Mehr Reisen. Bewusster konsumieren. Kreativer sein. 2012 ist übrigens das erste Jahr, in dem ich mir sicher bin, dass die Einhaltung der Vorsätze tatsächlich eintreffen könnte!

[2011 in wenigen Worten] Klare Sicht. Bewusstseinserweiternd (nicht im Zusammenhang mit Drogen). Besser als je zuvor. Mein Jahr!

So und jetzt noch mal kurz zurück zum gestrigen Silvesterabend. Von meinem Freund habe ich mir Dessertringe zu Weihnachten gewünscht und diese auch bekommen. Mit diesen habe ich zum Nachtisch kleine Törtchen zubereitet.



Zutaten für 6 Törtchen
500g Mehl
250g Zucker
1 Päckchen Backpulver
1 EL Vanillezucker
350ml Sojamilch
250g Margarine
1 Ei-Ersatz (1 TL No-Egg mit 2 TL Wasser)
Kakaopulver nach Gefühl (sorry, ich habe vergessen zu messen, schätze es waren ca. 4 EL)
1/2 Päckchen Vanillepudding-Pulver
250ml Milch
20g Zucker
125g Alsan
1 Glas Sauerkirschen
1 Päckchen roter Tortenguss
circa 5 Spekulatius

Mehl, Zucker, Backpulver, Vanillezucker, Sojamilch, Kakaopulver und Margarine in eine Schüssel geben. In einer weiteren Schüssel den Eiersatz anrühren - diesen anschließend zu den anderen Zutaten geben. Alles zu einem glatten Teig verrühren. Bezüglich der Mengenangaben muss ich sagen, dass dabei ein Blech und noch eine Springform rauskommt. Da der Tortenboden nicht gebraucht wird, habe ich diesen eingefroren. Da ich die richtige Menge in naher Zukunft höchstwahrscheinlich nicht rausfinden werde, möchte ich Euch das Rezept einfach so vorstellen, wie ich es gemacht habe.
Den Teig auf dem Backblech ca. 30 Minuten bei 180° C Umluft backen. Während der Teig im Ofen ist, könnt Ihr den Vanillepudding schon laut Packungsanleitung mit der Sojamilch und dem Zucker zubereiten. Wenn alles abgekühlt ist, muss der Vanillepudding mit der Alsan zu einer Creme verrührt werden, auf die ausgestochenen Tortenböden (in den Dessertringen) gegeben und ca 1h in den Kühlschrank gestellt werden. Die Kirschen gut abtropfen und dann auf der bereits festen Vanillecreme anrichten. Den Tortenguss anrühren (ich habe nur ein halbes Päkchen verwendet, was defintiv zu wenig war. Ich hoffe ein ganzes Päckchen ist nun nicht zu viel) und diesen wiederum auf dir Kirschen geben. In direktem Anschluss (der Tortenguss muss noch einigermaßen weich sein) muss der zerbröselte Spekulatius als oberste Schicht auf den Törtchen platziert werden. Diese müssen nun zurück in den Kühlschrank und später, wenn sie serviert werden, vorsichtig aus den Dessertringen gelöst werden. Ich habe hierzu feine Edelstahlspieße, die ich vor einigen Monaten bei Tchibo erstanden habe und eigentlich zur Fixierung von Rouladen gedacht sind, verwendet. Hat super geklappt! Die Törtchen kamen auch bei den Gästen super an!

PS: Aus den Teigresten habe ich übrigens Cake-Pops gemacht - Rezept und Fotos folgen! Die versprochene Rezension und das versprochene Kartoffelgulasch-Rezept hole ich auch ganz ganz bald nach! Großes Indianer-Ehrenwort!

Dienstag, 27. Dezember 2011

I will be the change...

...I want to see in the world! Weil das diesjährige Weihnachtsfest nicht so harmonisch und besinnlich ablief, ist mir das mal wieder mehr als klar geworden. Zum einen waren die Feiertage unheimlich stressig - wir waren viel unterwegs und hatten kaum Zeit uns vom Alltagsstress zu erholen. Alles begann mit dem Heiligabend bei meiner Schwester - dort feierten wir mit meiner Familie und der Familie Ihres Freundes. Dass ich keine kulinarischen Höhepunkte erleben würde, war mir schon lange vorher bewusst, da die Offenheit gegenüber dem Thema Veganismus in diesem Haushalt nicht allzu groß ist. Damit hatte ich mich allerdings abgefunden und ich habe mich dennoch gefreut. Der Abend war auch noch der angenehmste Teil der Weihnachtsfeiertage, doch etwas traurig machte es mich schon, dass meine Veggie-Burger circa eine viertel Stunde auf einem Teller lagen, bis es Essen gab. Die Wiener hingegen wurden solange in einer Tupperbox aufbewahrt, sodass sie mit Sicherheit warm auf den Teller landeten. Wirklich sehr schade! Toll war hingegen, dass meine Mutter zusätzlich einen veganen Kartoffelsalat und einen veganen russischen Zupfkuchen zubereitet hatte - beides war sehr lecker! Bemerkungen wie Eiersatz-Kuchen habe ich einfach ignoriert!
Am ersten Weihnachtsfeiertag habe ich gemeinsam mit meiner Familie bei der Familie meines Freundes gegessen. Es gab Thüringer Klöße mit Gans! Es war wahrlich nicht sehr schön zu sehen, wie die Körperteile einer Gans auf den Tellern verteilt wurden; aber immerhin gab es für mich eine Pilzsoße, sodass ich mich nicht nur mit Klößen und Rotkohl begnügen musste!
Abends ging es dann bei den Eltern einer Freundin weiter - und leider auch richtig los! Es ging um verschiedene Themen: afrikanische Flüchtlinge, Abschiebung etc. Schon da ging es los, weil ich die Meinung äußerte, dass man Menschen, die nicht nach Deutschland einreisen dürfen, nicht in einer Zelle festgehalten werden dürfen, wo sie quasi auf dem Klo schlafen müssen - warum? Weil es einfach unmenschlich ist! Leider war die vorherrschende Meinung, dass sie doch dort, wo sie herkommen, auch keine besseren Bedingungen hatten; wieso sollte man ihnen also hier mehr bieten? Ein Lösungsvorschlag war natürlich aber, dass ich ja gerne mehr Steuern zahlen könne um die Situation zu verbessern. Sicherlich ist das kein einfaches Thema, aber einfach so weiter zu machen, weil es am einfachsten ist, ist doch auch keine Lösung!? Dann könnten wir zukünftig ja auch erlauben, dass man Flüchtlinge auch vergewaltigen darf, denn jenachdem wo sie herkommen, wiederfährt ihnen dort doch das selbe!
Nach reichlich Diskussionen kam dann irgendwann eins zum anderen und wir landeten beim Thema Veganismus. Auslöser war meine Anmerkung, dass jeder Einzelne etwas ändern kann und ich meine Ernährungsumstellung als Beispiel nannte. Dieses Thema damit in den Mittelpunkt zu katapultieren war jedoch nicht meine Absicht, denn ich bin niemand, der seinen Mitmenschen eine Meinung mit Gewalt aufzwängt.
Auch hier war die Meinung stark vertreten, dass ich Toleranz erwarten dürfe, jedoch keine Rücksichtsnahme! Es wird doch auf so viele Minderheiten Rücksicht genommen, was wäre dann so abwegig, diese Rücksicht auch gegenüber Veganern zu zeigen? So viel wird doch garnicht erwartet? Aber in ein Restaurant zu gehen, und nicht belächelt zu werden, wenn man nach einem veganen Gericht fragt, kann man doch erwarten oder? Was ist der Grund für eine solche Einstellung? Faulheit? Das Wissen, dass man sich mit dem Thema zu viel beschäftigt, wenn man Rücksicht nimmt, und sein Essen dadurch irgendwann nicht mehr genießen kann? Ignoranz? Der Abend war jedenfalls sehr verletzend und tränenreich für mich - ich durfte kaum ausreden und mir wurde nahegelegt, dass ich einfach lernen muss damit umzugehen!
Der Höhepunkt war jedoch die Frage, warum ich einem Gast kein Fleisch zubereiten würde, schließlich will ich doch auch eine Extrawurst wenn ich Gast bin. Gottseidank gibt es in meinem Umkreis liebe Menschen, die mir versichert haben, dass das eine vollkommen blöde Frage ist. Inzwischen ist mir auch klar, dass nie eine Situation eintreffen wird, in der ein Gast das von mir verlangt. Denn die Menschen, die ich zu mir einlade, sind offen und nehmen gerne Rücksicht auf mich. Die anderen, die mich mit so einer respektlosen Frage ins Wanken bringen wollen, schaffen es doch niemals an meinen Esstisch!
Dennoch ist mir mal wieder aufgefallen, wie ermüdend ein solches Gespräch sein kann und wie groß meine Angst ist, als verrückt, spießig, kompromisslos oder irgendwie anders negativ abgestempelt werden zu können! In solchen Situationen ist es doch sehr schwer mit dem Veganismus zu leben, denn in unserer Gesellschaft fehlt einfach noch die nötige Akkzeptanz und es tut immer wieder weh, damit konfrontiert zu werden!
Ich hoffe die negativen Erfahrungen sind in Zukunft nicht nur quantitativ in der Unterzahl, sondern hinterlassen gefühlsmäßig auch nicht mehr einen so großen Eindruck! Jetzt, wo seit dem Ereignis etwas Zeit vergangen ist, und ich wieder in meinen eigenenen vier Wänden bin, bin ich auch wieder vollkommen davon überzeugt, dass ich weiterhin genauso idealistisch sein werde, wie ich es schon immer war! Ich glaube weiterhin daran, dass ich als Einzelperson etwas verändern und andere Menschen mit meiner Euphorie und meiner Einstellung anstecken kann.

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Was bisher geschah!

Als Einstieg in meinen heutigen Post muss ich mich wohl erst als Serienjunkie outen. Täglich um 17:30 startet mein Soap-Marathon mit Unter Uns, nach einer kurzen Pause folgt Anna und die Liebe, weiter geht es mit Alles was zählt und den Abschluss macht dann der Klassiker schlechthin: GZSZ! Höchstwahrscheinlich stempeln mich jetzt einige ab, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass auch ein paar unter Euch sind, die sich spätestens jetzt sehr gut mit mir identifizieren können und mich vielleicht sogar eine von uns nennen! Worauf ich hinaus will ist eine Szene, die sich heute bei Anna und die Liebe abspielte: ein Pärchen (kursiv weil: sie sind NOCH nicht zusammen) fährt in den Wald um einen Weihnachtsbaum zu schlagen, dabei machen sie einen Abstecher auf einem Bilderbuch-Bauernhof, um die Weihnachtsgans abzuholen. Plötzlich bekommt Sie jedoch Mitgefühl mit den Gänsen und möchte sie retten, entscheidet sich aber dagegen, weil sie vorbestraft ist. Um ein guten Eindruck bei Ihr zu machen entschließt Er sich, den Bauern um Gnade für die Gänse zu bitten. Dass das ein aussichtsloses Unterfangen und die ganze Geschichte sowieso sehr unrealistisch ist wissen wir alle - sogar ich, die täglich mehrere Stunden mit solchen Geschichten verbringt. Das Ende der Geschichte ist jedoch, dass die beiden doch tatsächlich das Leben der Gänse retten, indem sie dem Bauer das Geld zurück lassen und die Gänse im nächstbesten Teich in ihre Freiheit entlassen. Optimistisch wie ich bin, frage ich mich nun natürlich, ob da vielleicht eine Message dahinter steckt oder ob hier einfach das typische Adventszeit-Nächstenliebe-Klischee bedient werden soll. Sicherlich wird eher die zweite Vermutung die richtige sein, aber nichtsdestotrotz ist doch die Botschaft echt was wert. Der eine oder andere Zuschauer, der der Tierliebe und einem fleischlosen Leben nicht abgeneigt ist, wird sich dadurch vielleicht wirklich Gedanken über die, höchtwahrscheinlich unbewusst, angesprochene Thematik machen. Ich hoffe da draußen sind noch ein paar mehr Optimisten, die solche absurden Gedankengänge ausbrüten. Aber mal ehrlich, was denkt ihr über das Aufgreifen einer solchen Thematik vor seichter Seifenoper-Kulisse? Mal abgesehen davon, ob vom Drehbuchautor, Produzenten oder sonstwem gewollt oder nicht, glaubt Ihr, es könnte Menschen zum Nachdenken bringen?

Ein zweites Mal, wo ich an einem unerwarteten Ort positiv vom Veganismus überrumpelt wurde, war mein Arbeitsplatz. Eine, schon etwas ältere, Kollegin hat bald ein paar Leute zum Essen da, darunter auch eine Fast-Veganerin. Über mehrere Ecken hat sie dann wohl erfahren, dass ich vegan leben. Also fragte sie mich, was man jemandem kochen könnte, der überhaupt nichts isst. Im weiteren Gespräch hat sie mehrmals durchklingen lassen, dass sie eigentlich ziemlich genervt darüber ist, Sonderwünsche beachten zu müssen. Außerdem hat sie auch zugegeben, dass sie ihr quasi schonmal eine Soße untergejubelt hat, die wohl nicht vegan war, dies aber nicht bemerkt wurde, weil die besagte Person erst sechszehn und dazu noch etwas zu naiv ist, um zu wissen, was grundsätzlich vegan ist und was nicht. Obwohl mir mehrere Male eine negative Grundstimmung gegenüber dem Veganismus aufgefallen ist, hat es mich sehr gefreut, dass sie mich gefragt hat und sich trotzdem ernsthaft Gedanken macht. Ich habe ihr also zwei Kochbücher mitgebracht und sie mir im Gegenzug ein Rezept für Kartoffelgulasch - ein Rezept íhrer Mutter, das es in Ihrer Kindheit gab, wenn kein Geld für Fleisch, dafür aber Kartoffeln im Haus waren. Das Rezept werde ich ganz bald testen und Euch dann berichten, ob es was kann. Zur Verteidigung meiner Kollegin muss ich sagen, dass mir während eines zweiten Gesprächs eine gesunde Einstellung zu Lebensmittelverschwendung, Wegwerfgesellschaft und Fleischkonsum aufgefallen ist, was die ersten Negativpunkte eigentlich schon wieder wettmachen.

Was sonst noch geschah, ist die Ankunft einer Buchbestellung. Blöderweise kamen vier Bücher in drei Einzellieferungen, was mich ziemlich geärgert hat, weil einfach total verschwenderisch. Ein Grund nächstes Mal wieder im Buchladen zu kaufen (meine Miles-and-More-Bonuspunkte, die ich für die Bücher eingelöst habe, sind ja nun sowieso weg). Momentan lese ich noch Anständig essen von Karen Duve, kann es aber kaum erwarten, mit den neuen Büchern zu beginnen.

Meine Ausbeute!
So, und um das Klischee so richtig abzurunden, werde ich mich nun verabschieden und Frauentausch schauen. Beim Zappen habe ich nämlich gerade entdeckt, dass heute eine Familie dargestellt wird, die offenbar eine sinnvolle Einstellung zur Ernährung haben. Die Mutter erzählte gerade, dass ihre Kinder von klein auf gesund ernährt werden sollen und das Gemüse auch gegessen werden muss, wenn es mal nicht so gut schmeckt wie Pommes und Co. (Dem kann ich nur zustimmen.) Der Sohn (circa 12) äußerte sich daraufhin ebenfalls zur gesunden Ernährung und versicherte, dass man von ungesundem Essen krank werden und sogar daran sterben kann. Ebenfalls thumbs up - ich hoffe meine zukünftigen Kindern entwickeln auch mal eine so gesunde Einstellung zum Essen! Und nun, wir bereits angekündigt: Gute Nacht Euch allen!

Donnerstag, 24. November 2011

Happy Thanksgiving!

Viel zu selten bedanken wir uns bewusst für das, was wir haben - für wunderbare Freunde, eine tolle Familie, Erfolg, Liebe, Gesundheit und vieles mehr. Viel zu oft ist für uns selbstverständlich, dass wir diese Dinge tagtäglich genießen dürfen. Gerade weil sich im letzten Jahr in meinem Leben so viel zum Positiven verändert hat, möchte ich den Tag nutzen um bewusst für diese Dinge danke zu sagen.
Den Anfang mache ich bei meiner Ernährungsumstellung. Ich weiß nicht, ob es jemanden oder etwas gibt, bei dem ich mich für diesen Schritt bedanken könnte. Im Zweifelsfall bin es einfach mal ich, die sich dieses Danke verdient hat - auch wenn das jetzt ziemlich komisch klingt! Diese Ernährungsumstellung hat so einiges in meinem Leben bewegt. Ich lebe und esse seither viel bewusster und achte mehr auf mich und meinen Körper. Wo ich früher zurückgesteckt habe um es allen anderen Recht zu machen, bin ich mir inzwischen selbst die Nächste. Wer meine neue Einstellung nicht akzeptiert, hat kurz und knapp Pech gehabt. Das hört sich jetzt vielleicht radikaler an als es ist - sicherlich spielt mein Umfeld immernoch eine wahnsinnig große Rolle. Die Menschen, die mich auch mit der neuen Einstellung akzeptieren wie ich bin, stehen weiterhin auf einen der ersten Plätzen und werden dies auch immer bleiben. Mit dem Unterschied, dass sie sich diese Plätze mit mir teilen und das die anderen Menschen sich eben ganz weit hinten anstellen müssen.
Zu diesen Menschen gehört vorallem meine Familie. Als ich ihnen eröffnet habe, dass ich von nun an vegan leben möchte, erntete ich zunächst von den Einen mehr und von den Anderen weniger Kritik. Diese Einstellung hat sich inzwischen stark geändert. Die meisten Familienmitglieder stehen nun total hinter mir und unterstützen mich wo es geht. Meine Mutter hat sich dadurch beispielsweise selbst mit den Themen Ernährung, Massentierhaltung etc. beschäftigt und das hat auch einiges in ihr bewegt. Auch wenn sie dadurch nicht Vegetarierin oder Veganerin geworden ist, hat sie und damit auch mein Vater, viel in ihrer Einstellung und ihrer Lebensweise geändert. Fleisch gibt es nur noch sehr selten und auch sonst wird viel gesünder gegessen. Das macht mich unheimlich stolz, denn es hat mir zum einen gezeigt, dass ich etwas bewegen kann (auch ohne jemandem dabei auf die Füße zu treten) und vorallem, wie wichtig wir uns gegenseitig sind. Auch sonst steht meine Familie in jedem Schritt den ich mache voll hinter mir. Selbst wenn sie von manchen verrückten Ideen, und die hab ich zu genüge, nicht sofort begeistert sind, unterstützen sich mich zu 100%, wenn sie merken, dass es mir ernst ist.
In meinem Freundeskreis gab es bei meinem Outing leider einige Menschen, von denen ich eine sehr viel verständnisvollere Reaktion erhofft hatte. Auf der anderen Seite gab es aber auch Menschen, bei denen ich mir sicher war überhaupt keine Reaktion, geschweige den Akkzeptanz, zu erhalten und doch so viel mehr bekommen habe. Zu einigen, teilweise flüchtigen, Bekannten konnte ich durch meine vegane Ernährung Nähe aufbauen und gemeinsame Interessen entdecken, was mich sehr freut. Mir ist aufgefallen, dass es einige Freunde gibt, die sich unabhängig von mir ebenfalls entschlossen haben, vegetarisch zu leben oder dies schon seit einiger Zeit tun. Für mich wieder mal ein Zeichen, wie wenig Achtung wir unserem Umfeld manchmal schenken.
Und weil das Beste zum Schluss kommt, möchte ich mich vorallem bei meinem Freund bedanken! Obwohl er weiterhin Fleisch isst, hat er diesen Konsum bewusst sehr stark reduziert und sich aus eigenem Willen gegen jeglichen Verzehr von Fleisch in unsererm Haushalt entschieden. Er isst alles was ich koche; er erwartet nicht von mir, dass ich irgendwelche tierischen Lebensmittel für ihn zubereite und ihm schmeckt alles was ich ihm vorsetze. Kein einziges Mal hat er sich beschwert, weil sich der Inhalt unseres Kühlschranks komplett verändert hat, weil nun Tofu anstatt Fleisch auf den Tellern landet, weil sich die Anschaffungskosten für unsere Nahrungsmittel erhöht haben oder weil wir nun wegen mir in vegetarische Restaurants gehen, statt in gut bürgerliche Gaststätten, wo ich dann doch nur einen Salat essen könnte. Er steht voll und ganz hinter mir und stärkt mir den Rücken - einfach bei Allem! Das ist mir unendlich wichtig und es macht mir mehr als stolz, ihn an meiner Seite haben zu dürfen.


Dienstag, 27. September 2011

Wie alles begann!

Vegetarisch leben? Der Gedanke drang hin und wieder in mein Bewusstsein, hatte jedoch nie eine große, geschweige denn realistische Bedeutung, für mich. So war er zwar da, wurde aber nie umgesetzt. Letztes Jahr, auf einem Flug der Air Berlin, las ich dann von dem Buch Tiere essen von Jonathan Safran Foer. Was da stand klang logisch und richtig für mich und so beschloss ich vegetarisch zu leben. Und zwar genau so lange, bis die Flugbegleiterin die Essensauswahl vortrug. Ich erinnere mich noch, dass zumindest ein Fleisch- und ein Fischgericht zur Auswahl stand. Da Fisch jedoch noch nie Platz auf meiner Speisekarte fand, griff ich doch wieder zum Fleisch. Und so war er dahin, der gute Vorsatz. Immerhin blieb der Vorsatz Tiere essen zu lesen.
Im Juni 2011 war es dann soweit, der Beschluss Vegetarierin zu werden war nun endgültig gefasst - ob ich diesen vor oder nach Beginn der Lektüre fasste, kann ich so heute garnicht mehr sagen. Ach stopp, da war ja noch was: kurze Zeit später stand meine erste Reise nach Berlin an. Die obligatorische Berliner Currywurst sollte da irgendwie nicht fehlen, auch wenn diese so garnicht zu meinem Vorhaben passte. So wurde sie quasi zu meiner Henkersmahlzeit und nach meiner Rückreise setzte ich mein Vorhaben in die Tat um. Es folgten einige kleine Rückfälle, die jedoch eine Seltenheit darstellten und meine neue Ernährungsweise nicht gefährdeten.
Von nun an beschäftigte ich mich intensiv mit dem Thema Vegetarismus und damit ganz automatisch auch mit der veganen Ernährung. Mir wurde klar, dass ein veganes Leben unumgänglich ist, wenn ich meinen Prinzipien gerecht werden wollte. Ich wagte also den nächsten Schritt. Inzwischen greife ich nur noch sehr selten zu tierischen Produkten und ernähre mich weitgehend vegan. Ich hoffe mein Ziel bald vollkommen erreichen und die letzten tierischen Überreste dann zu 100% aus meinen Essgewohnheiten verbannen zu können. Das sollte doch machbar sein - sagt mein Optimismus.

Hier bin ich. Hier will ich schreiben!

Meine Gedanken teilen. Euch teilhaben lassen. Drauf los tippen. Zeigen, wie vielfältig ein vegetarisches (und hoffentlich ein ganz bald ganz veganes) Leben sein kann. Euch inspirieren und animieren. Appetit auf Neues machen. Kleine Köstlichkeiten an die große Glocke hängen. Euch mit meiner Freude, Motivation, Kochleidenschaft, Entdeckerlust anstecken. Euch dabei haben in der Küche, am reich gedeckten Esstisch, am Supermarktregal, im Bioladen, auf dem Wochenmarkt, überall da wo man fleischlos wunschlos glücklich werden kann. Vielleicht Euer Leben mit leckeren Rezeptideen bereichern oder sogar Glücksmomente des guten Geschmacks hervorrufen...