Gestern sind auf der Arbeit noch zwei Dinge passiert, die ich in meinem gestrigen Post ganz vergessen hatte zu erwähnen. Das eine hing mit dem heutigen Tag zusammen: dem schmutzigen Donnerstag. Die beiden Gruppenleiterinnen unserer Abteilung haben eine kleine Faschingsfeier organisiert, bei der es Berliner gab. Meine Gruppenleiterin dachte dabei an mich und fragte mich extra, ob sie mir etwas anderes vom Bäcker mitbringen soll. Das fand ich total lieb und hat mich richtig gefreut. Jedoch habe ich mich dafür entschieden mir nichts mitbringen zu lassen - schließlich wusste ich nicht so genau, was es bei ihrem Bäcker so gibt und was davon vegan ist. Ganz abgesehen davon wollte ich auch nicht die einzige sein, die etwas anderes isst. So gab es für mich, wie für einige andere übrigens auch, nur Saft und das war vollkommen in Ordnung.
Dann habe ich gestern noch erfahren, dass ich Ende März für ein Seminar nach Potsdam reisen muss. Und jetzt seid ihr gefragt. Gibt es irgendwas, was ich in der Potsdamer Veggie-Szene nicht verpassen sollte? Ich hoffe Ihr habt ein paar Tipps für mich!
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Donnerstag, 16. Februar 2012
Neues aus dem Büroalltag!
Dienstag, 31. Januar 2012
Die Frühstückspremiere!
In unserer Abteilung ist es üblich, dass sich die Geburtstagskinder eines Monats zusammenschließen und für den Rest der Abteilung eine Kleinigkeit vorbereiten - in den meisten Fällen ist das ein Frühstück. Heute Morgen war es mal wieder soweit. Da auch die beiden Kollegen, mit denen ich mir ein Büro teile, im Organisationsteam waren, war es das erste Frühstück, bei dem auch die Anderen teilweise wussten, dass ich vegan lebe. Letztes Jahr war ich noch etwas kompromissbereiter und habe mich bei solchen Veranstaltungen an den Käse gehalten, so auch bei unserem Weihnachtsraclette. Da ich mir für dieses Jahr bzw. für die Zukunft aber vorgenommen habe, solche Ausnahmen zu unterlassen und kompromisslos auf mein Herz zu hören, kam das für mich nicht in Frage. Zumal ja nun auch mehr Menschen Bescheid wussten und Reaktionen wie Und warum isst Du nun Käse? erst recht vermeiden wollte.
Schon nach dem ersten Organisationstreffen wurde mir mitgeteilt, dass sich die Mitorganisatoren erkundigten, ob es noch andere Vegetarier in der Abteilung gibt und so meine Ernährung zur Sprache kam. Ich war so gespannt, ob sich dieses Wissen nun auch in dem Buffett widerspiegelt, denn es wurde ja ganz offensichtlich gefragt, ob noch jemanden Rücksicht genommen werden muss. Tja, Pustekuchen. Mein Frühstück bestand heute also aus Ciabatta, Baguette, Marmelade, Trauben und Tomaten. Nicht die beste Kombination - vorallem, wenn der Teller dann auch noch von dem einen oder anderen kritisch beäugt wird.
Eine Kollegin fragte mich dann auch noch, ob ich aus Überzeugung vegan lebe. Am liebsten hätte ich geantwortet, dass ich gerne im Mittelpunkt stehe und deshalb meine Ernährung umgestellt habe. Habe ich natürlich nicht getan; sondern höflich gesagt, dass ich nicht denke, dass es sinnvoll ist, dass beim Essen zu besprechen. Nach einem Ach, ich bin hart im Nehmen führte ich dann die männlichen Küken in der Eierproduktion und überzüchtete Kühe mit dauerhaft entzündeten Eutern an; doch ein einfaches Ja als Antwort beendete das Thema dann.
Das Frühstück war heute also leider nicht gerade der angenehmste Teil des Arbeitstages. Zumal ich irgendwie gehofft hatte, dass sich die beiden besagten Kollegen vielleicht ein klein wenig für mich einsetzen. Spätestens nach dem Spruch Ich hab gestern beim Metzger extra gefragt ob er auch vegane Wurst hat war mir aber klar, dass ich mit der Erwartungshaltung Ist eh nichts besonderes für mich dabei auf dem richtigen Weg war. Versteht mich nicht falsch, ich erwarte in einer solchen Situation nicht, dass sich meine Arbeitskollegen Arbeit für mich machen, aber die Hoffnung stirbt halt irgendwie doch zu letzt.
Glücklicherweise kann ich meistens selbst entscheiden, was es zu Essen gibt. Und wenn es mal Abstriche zu machen gibt, dann für wichtige Menschen, und dann tu ich es gerne. Und dabei komme ich ja deswegen nicht zu kurz.
Die letzten beiden Abenden gab fiel die Entscheidung übrigens auf die folgenden Gerichte.
Da die Wirsingblätter doch kleiner als erwartet waren, musste die Anzahl und die Größe der Rouladen etwas reduziert werden. Aus dem restlichen Wirsing, Karotten und Zwiebeln gab es dann dafür eine Gemüse-Sahne-Soße dazu. Die Basis für die Füllung und die Hackbällchen im Hintergrund bildeten sehr feine Sojaschnetzel.
Etwas weniger appetitlich und irgendwie fischig sieht meine Quinoa-Premiere von gestern aus, lecker war es aber allemal. Dazu gab es die Soßenreste von Samstagabend.
Schon nach dem ersten Organisationstreffen wurde mir mitgeteilt, dass sich die Mitorganisatoren erkundigten, ob es noch andere Vegetarier in der Abteilung gibt und so meine Ernährung zur Sprache kam. Ich war so gespannt, ob sich dieses Wissen nun auch in dem Buffett widerspiegelt, denn es wurde ja ganz offensichtlich gefragt, ob noch jemanden Rücksicht genommen werden muss. Tja, Pustekuchen. Mein Frühstück bestand heute also aus Ciabatta, Baguette, Marmelade, Trauben und Tomaten. Nicht die beste Kombination - vorallem, wenn der Teller dann auch noch von dem einen oder anderen kritisch beäugt wird.
Eine Kollegin fragte mich dann auch noch, ob ich aus Überzeugung vegan lebe. Am liebsten hätte ich geantwortet, dass ich gerne im Mittelpunkt stehe und deshalb meine Ernährung umgestellt habe. Habe ich natürlich nicht getan; sondern höflich gesagt, dass ich nicht denke, dass es sinnvoll ist, dass beim Essen zu besprechen. Nach einem Ach, ich bin hart im Nehmen führte ich dann die männlichen Küken in der Eierproduktion und überzüchtete Kühe mit dauerhaft entzündeten Eutern an; doch ein einfaches Ja als Antwort beendete das Thema dann.
Das Frühstück war heute also leider nicht gerade der angenehmste Teil des Arbeitstages. Zumal ich irgendwie gehofft hatte, dass sich die beiden besagten Kollegen vielleicht ein klein wenig für mich einsetzen. Spätestens nach dem Spruch Ich hab gestern beim Metzger extra gefragt ob er auch vegane Wurst hat war mir aber klar, dass ich mit der Erwartungshaltung Ist eh nichts besonderes für mich dabei auf dem richtigen Weg war. Versteht mich nicht falsch, ich erwarte in einer solchen Situation nicht, dass sich meine Arbeitskollegen Arbeit für mich machen, aber die Hoffnung stirbt halt irgendwie doch zu letzt.
Glücklicherweise kann ich meistens selbst entscheiden, was es zu Essen gibt. Und wenn es mal Abstriche zu machen gibt, dann für wichtige Menschen, und dann tu ich es gerne. Und dabei komme ich ja deswegen nicht zu kurz.
Die letzten beiden Abenden gab fiel die Entscheidung übrigens auf die folgenden Gerichte.
Da die Wirsingblätter doch kleiner als erwartet waren, musste die Anzahl und die Größe der Rouladen etwas reduziert werden. Aus dem restlichen Wirsing, Karotten und Zwiebeln gab es dann dafür eine Gemüse-Sahne-Soße dazu. Die Basis für die Füllung und die Hackbällchen im Hintergrund bildeten sehr feine Sojaschnetzel.
Etwas weniger appetitlich und irgendwie fischig sieht meine Quinoa-Premiere von gestern aus, lecker war es aber allemal. Dazu gab es die Soßenreste von Samstagabend.
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