Montag, 1. April 2013

Vegan an der Mosel - Die Weinstube in Zeltingen-Rachtig!


Eher unscheinbar mutet das Hotel Nicolay in Zeltingen-Rachtig an der Mosel von außen an; ich möchte fast sagen, dass man es sogar leicht übersehen kann, wenn man nicht weiß, welcher Schatz darin gehütet wird. Der Schatz von dem ich spreche ist das vegane Restaurant Die Weinstube, das seine Gäste seit November 2012 rundum verwöhnt.

Ich habe Die Weinstube vor ein paar Monaten eher zufällig bei Facebook entdeckt und bei der Planung unseres Osterausfluges an die Mosel noch zufälliger wiedergefunden. Zum Glück muss ich sagen - denn wäre ich gestern nicht dort gewesen, hätte ich echt etwas verpasst.
Schon die Atmosphäre in der kleinen Stube lässt keine Wünsche offen - alles ist so schön perfekt und einladend, dass man gerne Stunden verweilen (was mit dem ein oder anderen Glas Wein sicherlich auch nicht abwegig ist) und die komplette Karte rauf und runter bestellen möchte. Wären Magen und finanzielle Möglichkeiten nicht begrenzt stünde auch dieser Idee ganz bestimmt nichts im Wege.

 

Noch bevor das eigentlich bestellte Essen serviert wurde, gab es auf Kosten des Hauses selbstgebackenes Vollkornbaguette, hausgemachten Zwiebelschmalz und ein Töpfchen Kresse. Vorallem die Idee mit der Kresse fand ich wirklich toll - wo sonst kann man sich in einem Restaurant seine Kresse selbstschneiden. Auch einen Nachschlag an Brot gab es problemlos, sodass auch der kleinste Rest Zwiebelschmelz Verwendung fand.


Kurz danach folgte ein Gruß aus der Küche: Wakame-Algen mit gebratenem Tofu und Rhabarberkompott.


Als Hauptgang wählte ich das Seitanragout, meine Begleitungen jeweils den Räuchertofu mit gebratenem grünen Spargel und Kirschtomaten. Beide Gerichte waren unglaublich lecker und uneingeschränkt empfehlenswert. Mein Seitanragout erinnerte mich stark an Sauerbraten und ich bin mir sehr sicher, dass es auch bei Fleischessern sehr gut angekommen wäre, wenn es denn überhaupt als pflanzliches Fleisch wahrgenommen worden wäre. Auch der Koch, der nach dem Essen persönlich an jeden Tisch kam (Pluspunkt!) um Frohe Ostern zu wünschen und um sich nach der Zufriedenheit aller Gäste zu erkundigen, erzählte, dass die Speisen auch bei Fleischessern sehr gut ankämen. Das glaube ich gerne!


Wenn mich eine Hauptspeise schon so sehr begeistert, möchte ich nur ungern auf ein Dessert verzichten. So sahen es auch mein Freund und seine Mutter, und so bestellten wir kurzerhand noch alle drei Nachtische, die die Karte zu bieten hat. Unsere Bäuche waren bereits zu dem Zeitpunkt schon mehr als gut gefüllt, aber diese Geschmacksexplosionen waren es defintiv wert.

Dessertteller Nicolay mit Zitronensorbet, Schokomousse, Bananenkuchen und der besten Vanillesoße EVER!
Bananenkuchen mit Bitterschokolade und Vanillesoße!

Bis vor kurzem war das Menü übrigens noch vegetarisch/vegan - die neue Karte ist aber nun komplett pflanzlich! Freie Auswahl für alle also!

Übrigens könnt Ihr im Hotel Nicolay auch übernachten und Euch bereits zum Frühstück verwöhnen lassen - dieses kann man nicht nur als Übernachtungsgast in Anspruch nehmen.

Fazit: Wir wurden toll umsorgt und sowohl die Servicekräfte als auch der Koch waren superfreundlich. Die Preise sind zwar eher gehoben, aber dafür bekommt man Spitzenküche für sein Geld und jeder Cent lohnt sich. Bitte bedenkt, ihr seid an der Mosel und umgeben von Reben, also auch wenn Ihr keine Weintrinker seid und ihr Euch nicht auskennt (wie ich!), solltet ihr Euch ein Glas gönnen - das Personal kennt den passenden Wein für Euch, wenn ihr sagt, was ihr Euch geschmacklich vorstellt. Es lohnt sich - in jeder Hinsicht!


Neben leckerem Essen und gutem Wein, gibt es hier auch den ein oder anderen Weinort, der sich erkunden lässt. Wir haben einen Nachmittag in Bernkastel-Kues (ca. 10km von Zeltingen entfernt) verbracht und es war trotz des dürftigen Wetters nicht schwer zu erahnen, wie schön es hier im Sommer sein muss.

 

Sonntag, 31. März 2013

Meine Woche in Bildern!

...neue Brotbeläge: Schneekoppe Nuss-Nougat-Creme (lecker!!!) und Wilmersburger Cheddar-Style!
...das Schlafzimmer in der neuen Wohnung mit wunderbarem Recycling-Nachttisch - Flohmarkt rockt!
...ausgiebiges Karfreitagsfrühstück mit Tofu-Tomaten-Avocado Caprese!
...Osterausflug an die Mosel mit schönem Fachwerk...
...und noch tollerem Essen, das defintiv einen eigenen Post verdient hat!

Samstag, 9. März 2013

Vegan in Stuttgart: Coox & Candy!

Ich muss Euch sagen, die Liste meiner veganen Lieblingslocations ist vor ein paar Wochen um ein Restaurant gewachsen: nämlich um das wunderbare Coox & Candy in Stuttgart. Was bei Facebook so gepostet wurde hatte mir schon mehrere Male das Wasser im Munde zusammen laufen lassen und auch die Berichte von Freunden minderten das Gefühl, ganz schnell dort hin zu müssen nicht im Geringsten. Und dennoch hat es ziemlich lange (vorallem in Bezug auf die relativ kurze Entferung) gedauert, bis ich dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt habe. Das Warten hat sich defintiv gelohnt.
Gerade wer (schwäbische) Hausmannskost mag, ist hier richtig aufgehoben: Spätzle soweit das Auge reicht und das beste Schnitzel, das ich jemals gegessen habe - abgesehen davon, dass man kaum einen Unterschied zu einem echten Schnitzel schmeckt, hat dieser Wunderwerk alles übertroffen, was ich in diesem Bereich kannte. Und diese Panade....wow!
Zum Nachtisch warten Desserts und cremige Torten auf, Dienstags lockt der Pizzatag, an dem die reguläre Speisekarte mal Pause macht und ein Veggie-Stammtisch lädt einmal im Monat zum Austausch und Schlemmen vom Buffet ein. 
Passend zu der gutbürgerlichen Küche liegt das Coox and Candy direkt am Martkplatz vom dörflichen Stadtteil Bad Canstatt und so fügt sich gefühlsmäßig alles irgendwie zusammen.

Das besagte Schnitzel!
Veggie-Hühnchen-Pilzragout
Heiße Schoki
Tiramisu

Schoko-Kirsch-Torte



Sonntag, 3. März 2013

¡Ay, Carazza!

Vegan zu leben bedeutet für mich keinenfalls Verzicht, aber manche Dinge aus der Omnizeit vermisse ich doch hin und wieder, sehr sogar. Das sind meist nicht einmal Dinge, die ich täglich gegessen habe oder die ich immer vorrätig hatte, sondern eher Kleinigkeiten, die in typischen Situationen zum Vorschein kamen.
Das beste Beispiel: Carazza von einem bekannten Würstchenhersteller.

Schon seit längerem dachte ich mir, dass das doch auch irgendwie vegan gehen muss. Und Leute ich sag Euch: die sind vegan sogar noch besser als das Original.

Und so einfach gehts:
500g Weizenmehl
250ml Wasser
63g Öl
Salz
1/2 Päckchen Trockenhefe

Salami von Vegetalis
8 Scheiben Tofutti Cheddar
Tomatenmark
Italienische Kräuter

Mehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken. Die Trockenhefe in etwas Wasser (von den 250ml abzweigen) auflösen und in die Mulde geben. Die restlichen Zutaten rund um die Mulde verteilen und alles gut durchkneten. Den Teig an einem warmen Ort, zugedeckt mit einem Geschirrtuch, circa 30 Minuten gehen lassen.

Den Teig sehr dünn ausrollen und mit einem Glas o.ä. 32 runde Formen ausstechen. Auf 16 der Formen Tomatenmark streichen, italienische Kräuter und je eine Scheibe Salami (ca 0,5cm) und zwei Viertel Käseschreiben geben.
Die kleinen Pizzen mit je einem weiteren Teigkreis bedecken, die Seiten mit einer Gabel zudrücken und die Teigtaschen nun mit etwas Mehl bestäuben.
Bei ca. 180°C Umluft backen bis sie leicht gebräunt sind.


Experiment defintiv gelungen!