Dienstag, 10. Januar 2012

Cakepops!

Weil ich noch einige Themen nachzuholen habe, kommt hier schon mein zweiter heutiger Post. Und damit das ganze etwas übersichtlich bleibt und ich nicht über alle Themen im selben Post schreibe, wird es vielleicht auch nicht mein letzter bleiben.
Kurz nach Silvester habe ich Euch von meinen Cakepops berichtet, die ich aus den Kuchenteigresten gemacht habe. Ein Rezept gibt es erstmal nicht, weil es wortwörtlich ein Experiment war. Den Teig habe ich mich Sojajoghurt und Himbeermarmelade vermischt und dadurch wurde er auch schön klebrig. Dennoch fielen die Teigkugeln von den Schaschlikspießen, als ich sie mit Schokolade überziehen wollte. Also habe ich die Kugeln für circa eine Stunde eingefroren und dann aufgespießt. Das hat wunderbar geklappt. Um die Kugeln noch besser vor dem Fall in die Kuvertüre zu schützen, habe ich sie beim zweiten Versuch mit der Schokolade eingepinselt. Und auch das hat super geklappt. Daher kann ich nur sagen: Experiment geglückt. Hier der Beweis:

Bücher, Bücher, Bücher!

Da mich irgendwie das Gefühl nicht loslässt, dass mir eine richtige Buchrezension gerade nicht ganz so leicht von der Hand geht, möchte ich die ganze Sache etwas verkürzen und Euch über alle Bücher, die ich in letzter Zeit über das Thema Veganismus und Ernährung gelesen habe, eine Kleinigkeit erzählen. Den Anfang mache ich mit Karen Duves Anständig essen, über das die eigentliche Rezension geplant war.

Karen Duve erzählt in ihrem Buch von ihrem Selbstversuch rund um das Thema anständig essen - so durchlebt sie vier verschiedene Ernährungsphasen: bio, vegetarisch, vegan und frutarisch. Mir gefällt es sehr gut, wie sie mit den Themen umgeht, wie ehrlich sie dabei ist und wie sie in die Themen eintaucht. Dabei geht es nicht hauptsächlich um die Ernährungsformen, sondern viel mehr um das ganze Drumherum! Wo kann ich was kaufen; sind die Backbleche, auf denen mein Brot gebacken wurde, mit Butter eingefettet (darüber habe ich mir beispielsweise NIE Gedanken gemacht); wie verfahre ich mit nervtötenden Insekten, vorallem wenn Sie ein Nachteil für meine eigenen Tiere darstellen; kann ich an Grillfesten weiterhin ganz normal teilnehmen, oder bin ich nun womöglich ein Außenseiter und und und. Sie nimmt an einer Tierbefreiungsaktion teil; rettet ein Huhn und päppelt es wieder auf; sie besucht Hof Butenland und weil Erkenntnisse, wie sie selbst sagt, Konsequenzen erfordern, lebt sie nun vegetarisch. Das Buch ist sehr gelungen und es macht sehr viel Spaß es zu lesen. Schade finde ich allerdings wie sie über ein veganes Leben, zugegebenermaßen etwas spitz, urteilt: "Ich entspreche dem, was ich für den ethisch konsequenten und richtigen Weg halte, lebe fortan vegan und habe für den Rest meines Lebens wahnsinnig schlechte Laune und das Gefühl, ständig verzichten zu müssen. Aber wenigstens werden meinetwegen keine Tiere gequält." Sicherlich ist es nicht immer einfach, sich komplett vegan zu leben. Wenn man unterwegs Hunger bekommt, kann es durchaus schwierig werden, das Passende zu finden. In solchen Momenten muss man einfach das nehmen, was es gibt. Aber daran gewöhnt man sich und rüstet sich für längere Ausflüge eben mit den entsprechenden Snacks. Das mit der schlechten Laune, was sie wie gesagt sehr überspitzt ausdrückt und bestimmt nicht so krass gemeint ist, kann ich nicht bestätigen. Ganz klar, kann es in der beschriebenen Situation entmutigend sein, nicht das essen zu können, worauf man gerade Lust hat, aber das verschwindet spätestens dann, wenn man sich an die neue Lage gewöhnt hat. Alles in allem ist das Buch uneingeschränkt empfehlenswert!

Das nächste Buch, das ich Euch nahe legen möchte, ist das sicherlich allseits bekannte Tiere essen von Jonathan Safran Foer. Dieses Buch war mein erstes dieser Art und bestärkte mich in meiner Entscheidung. Nicht selten haute mich die Wahrheit über die Fleischproduktion fast vom Hocker, nicht selten floss die ein oder andere Träne und nicht selten merkte ich, das ich auf dem vollkommen richtigen Weg bin. Jonathan Safran Foer recherchierte sehr lange und gründlich um die Fakten kompromisslos ans Licht zu bringen. Zwar geht das Buch stark in Richtung Sachbuch, dennoch ist es alles andere als trocken geschrieben. Es ist quasi Pflichtlektüre, wenn man sich mit dem Thema Vegetarismus bzw. Veganismus beschäftigt und irgendwie eine Art Bibel für mich geworden. Wenn man an seiner Entscheidung zweifelt genügt ein Blick ins Buch und man bekommt sofort die Bestätigung, dass alle Möglichkeiten, die in Zusammenhang mit Fleischkonsum stehen, ethisch defintiv nicht vertretbar sind. Auch Jonathan Safran Foer hat die Konsequenzen aus seinen Recherchen gezogen und sich ebenfalls für den vegetarischen Weg entschieden.

Skinny Bitch von Rory Freedman und Kim Barnouin war ein weiteres Buch auf meiner Liste. Dieses Buch ist sehr locker und witzig geschrieben und beschäftigt sich vorallem mit gesundheitlichen Themen. Es fordert einen immer wieder unverblümt auf, sich gesund zu ernähren und die ein oder anderen bösen Zutaten vom Plan zu streichen. Wer dies nicht tut, darf sich auch nicht beschweren, wenn er fett und hässlich wird - so die Aussage der Autorinnen. Auch wenn das Buch von vielen anderen Veganern hochgelobt wird, muss ich sagen, dass ich es nicht ganz so gelungen finde. Den Aussagen der Autorinnen stimme ich sicherlich zu, jedoch sagt mir der Schreibstil nicht zu. Aber das ist eben Geschmacksache und ändert nichts am meiner Empfehlung. Weil eben die Aussage stimmt.

Ein Buch, das nicht ganz so viel mit Ernährung und schon garnicht mit Veganismus zu tun hat, aber dennoch sehr lesenswert ist heißt Die Essensfälscher - Was uns die Lebensmittelkonzerne auf die Teller lügen und wurde von Thilo Bode geschrieben. Das Buch beschreibt sehr gut, welche Tricks angewendet werden um die Verbraucher bewusst zu täuschen - denn diese Täuschungen sind der fast sichere Weg zu einem vollen Geldbeutel. Naja zumindest die Geldbeutel der Konzernchefs sind voll. Das Buch hat etwas in mir ausgelöst, was ich nur schwer beschreiben kann. So ging es beispielsweise darum, dass diverse Konzerne vermeintlich gesunde Aktionen in Grundschulen starten. Sicherlich nicht um die Gesundheit des Nachwuchses zu gewährleisten, sondern ganz klar um Markennahmen und Zuckerkonsum schon von klein auf im Kopf der Kids zu verankern. Wenn ich mir mich nun in ein paar Jahren vorstelle, mit Familie und Kindern, die von solchen Aktionen betroffen sind, wird mir ehrlich gesagt ganz schlecht. Sicherlich sehen das viele Eltere nicht ganz so kritisch, aber genau da liegt nunmal das Problem. Das ist der Punkt wo man sich fragen kann, ob man wirklich jemand sein möchte, der sich gegen solche Aktionen auflehnt und dafür eventuell als Freak abgestempelt wird oder ob man lieber das einfache Leben des Mainstreamers leben möchte, der sich über solche Dinge überhaupt keine Gedanken macht und die Dinge, die falsch laufen, einfach ausblendet. In solchen Situationen muss ich mir einfach immer wieder sagen, dass ich die Dinge nicht so stark in schwarz und weiß teilen darf, sondern auch Grautöne zulassen muss. Schließlich ist nicht gesagt, dass andere Eltern nicht genauso kritisch denken und bis ich in einer solchen Situation bin vergeht ja nunmal auch noch einige Zeit. Hoffentlich eine Zeit, in der sich mehr Menschen kritisch mit ihrem Konsum auseinandersetzen und einsehen, dass einfach sehr viele Dinge komplett falsch laufen in der heutigen Welt! Eine Sache sollte noch festgehalten werden: bevor ich meine Werte verrate gelte ich lieber als Freak.

Nun aber nochmal zu den guten Dingen. Letzte Woche habe ich mit ein paar Freundinnen ein nachweihnachtliches Wichteln veranstaltet und bin seither stolze Besitzerin eines weiteren Kochbuches - nämlich von Vegan lecker, lecker. Noch habe ich nichts daraus gekocht, aber das wird sich sicher bald ändern. Ich habe einen Gute-Laune-Tee und Schutzengel-Gewürzblüten von Sonnentor verschenkt. Gewürzblüten habe ich schon in Claudis Blog mehrmals gesehen und fand die so toll, dass ich sie mir auch gleich kaufen musste. Der Tee war auch sehr schön verpackt, aber da ich ja leider kein Teetrinker bin, wird der es nicht in meinen Vorratsschrank schaffen.
Letzte Woche habe ich mich auch zum ersten Mal an Hefeschmelz probiert; auf meiner selbstgemachten Pizza, von der der Teig allerdings viel zu hart wurde, fand ich ihn garnicht so schlecht; beim Raclette am nächsten Tag hat er mir aber nicht ganz so gut geschmeckt.
Vor Kurzem habe ich die vegane TK-Pizza von Natural Cool getestet. Kann man mal essen - der Teig war besonders lecker - aber halt auch nicht gerade erschwinglich. 

Außerdem kam letzte Woche auch mein erstes Paket von Vegan Wonderland. Der eigentliche Grund war die Bestellung von B12-Tabletten, doch weil sich die Versandkosten ja auch lohnen sollten, habe ich noch ein paar andere Dinge bestellt: Lekkerlade - defintiv eine der besten veganen Schokoladen, aber noch nicht perfekt; diverse Sojaprodukte (Medaillons etc.); eine Tafel Schoki von lifefood - muss ich unbedingt bald testen, weil ich ja so neugierig bin, wie rohe Schokolade denn nun schmecken könnte. In meinem Einkaufskorb landeten außerdem zwei Vegan-Aufkleber - den einen hat sich mein Freund gleich auf seinen Thermobecher geklebt - man bedenke, dass er nicht vegan lebt. Daher umso schöner!

 
...links im Bild meine selbstgemachte Pizza und im Vergleich die TK-Pizza

Mittwoch, 4. Januar 2012

Gulascheintopf mal anders!

So, nachdem ich Euch schon vor Wochen Appetit auf das Kartoffelgulasch gemacht habe, möchte ich es Euch heute endlich vorstellen. Warum gerade heute? Weil ich selbst erst heute dazu gekommen bin, das Rezept zu testen. Und ich muss sagen, da wurde mein Vegan-Kochbuch-Verleih wirklich mit was sehr feinem entlohnt.
Das Gulasch ist zwar nicht im Handumdrehen fertig, aber viel Arbeit hat man damit auch nicht und somit ist es leicht nachzukochen.
Zunächst solltet Ihr folgende Zutaten besorgen:

2 große Zwiebeln
8 mittelgroße Kartoffeln (festkochend)
etwas Öl
2 Knoblauchzehen
70 g Tomatenmark
1 l Gemüsebrühe
1 Paprika
2 Lorbeerblätter
Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Koriander

Das tolle an dem Rezept ist, dass die Zwiebeln in große Würfel geschnitten werden müssen - das ganze Gefummel und Geheule fällt also fast komplett weg. Diese Würfel zusammen mit dem Knoblauch (egal ob gehackt, gepresst oder gewürfelt - hauptsache klein) in etwas Öl andünsten. Sobald sie etwas glasig sind wird das Tomatenmark zugegeben, kurz mitgedünstet und dann mit der Gemüsebrühe abgelöscht.
Kartoffeln und Paprila, die vorher ebenfalls grob gewürfelt wurden, und die Lorbeerblätter in die Brühe geben und kochen lassen, bis die Kartoffeln weich sind.
Mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Koriander würzen.

Ich hoffe es schmeckt Euch genauso gut wie mir!

Sonntag, 1. Januar 2012

Ein tolles Jahr geht zu Ende!

So, nun ist wieder ein Jahr vorbei und wir können tatsächlich schon 2012 schreiben! Ich finde das Gefühl immerwieder sehr komisch, aber der Mensch ist ja nunmal ein Gewohnheitstier, davon können sicherlich einige Leser ein Lied singen, und daher wird sich auch das in spätestens ein paar Wochen vollkommen normal anfühlen. Wir haben gestern eher gemütlich feiert und das war auch in Ordnung so - aber ich muss sagen, dass die Aufregung um Silvester, genau wie um Weihnachten, echt extremst nachgelassen hat - als Kind sind solche Ereignisse einfach am Schönsten. Dafür kann ich aber auf ein tolles Jahr zurückblicken, was viel wichtiger ist, als einen aufregenden Jahreswechsel zu erleben. Die Zombiekatze hat in ihrem Blog einen Jahresrückblick verfasst, der mir sehr gut gefallen hat - daher möchte ich mich auch daran entlanghangeln und Euch ein bisschen was aus meinem 2011 und von meinen Vorsätzen für dieses Jahr erzählen.

[Ich selbst] Ich habe in diesem Jahr mal wieder erkannt, was im Leben wirklich zählt. Der Veganismus war dazu ein großer Anstoß und ich bin sehr froh, dass ich diesen Weg gegangen bin. Dieser Weg hat mir in vielen Lebensbereichen die Augen geöffnet. Ich hatte ein wunderbares Jahr 2011 und hoffe, dass 2012 genauso weitergeht!

[Familie] Obwohl ich Ende 2010 nach Heidelberg gezogen bin und meine Familie daher seltener sehe als zuvor, sind wir 2011 noch enger zusammengewachsen. Meine Familie stand immer hinter mir und hat mich unterstützt. Zu manchen Familienmitgliedern habe ich mich ungewollt etwas distanziert, was ich sehr schade finde und in 2012 unbedingt ändern möchte.

[Liebe] Nach circa 9 Monaten Wochenendbeziehung ist mein Freund zu mir nach Heidelberg gezogen. Es hätte einfach nichts besseres passieren können. Ich bin wahnsinnig glücklich, dass er diesen Schritt gegangen ist und wir so zusammen wohnen und uns täglich sehen können. Kaum vorzustellen, dass es bis August noch anders war!

[Gesundheit] Bis auf meinen bereits erwähnten B12-Mangel, der vor Kurzem festgestellt wurde, gibt es zu diesem Thema glücklicherweise nichts zu sagen. Gegen diesen Mangel habe ich mir nun die nötigen Tabletten bestellt, damit ich in 2012 gut versorgt bin.

[Kreativität] Ich bin so froh diesen Blog gestartet zu haben - es macht mir wahnsinnig Spaß zu schreiben, vorallem weil ich immer wieder positive Rückmeldungen bekomme und so weiß, dass es Menschen gibt, die meinen Blog gerne verfolgen. Meine Spiegelreflexkamera war ab und an mit mir unterwegs, sodass ich einige schöne Fotos schießen konnte. Leider habe ich, entgegen meiner Hummeln im Arsch, zu wenig gebastelt, genäht und verschönert.

[Intellektualität] Nach Beendigung meiner Ausbildung arbeite ich inzwischen seit etwas mehr als einem Jahr und so langsam fühlt es sich an, als ob ich auf der Stelle trete. Zwar habe ich in diesem Jahr sehr viel über diverse Weiterbildungen nachgedacht, habe aber noch nicht den für mich passenden Weg gefunden.

[Konsum] Über mein Konsumverhalten habe ich in den letzten zwei Monaten viel nachgedacht und da sehe ich unbedingt Änderungsbedarf. Profane Dinge wie Recycling waren mir schon immer sehr wichtig, aber nun habe ich gemerkt, dass es unbedingt an der Zeit ist weiter zu gehen. Beim Einkauf darauf zu achten, welche Produkte vegan und bevorzugt auch bio sind, ist inzwischen selbstverständlich für mich. Jedoch spielen nun auch Dinge wie der Einkauf bei diversen Modeketten eine große Rolle - davon möchte ich mich in 2012 weitgehend distanzieren. Die Unbedenklichkeit der verwendeten Materialen, bzw. die Verarbeitung derer, ist in meinen Augen nicht gegeben. Mal ganz abgesehen von den Arbeitsbedingungen im Herstellungsprozess. Das wird sicherlich nicht einfach, aber ich will mein Bestes geben! Ich möchte mehr Second-Hand kaufen bzw. beim Einkauf verstärkt darauf achten, wo ich kaufe. Auf diesem Weg wird mich der Blog Veganista von Franziska Schmidt sicherlich gut unterstützen! Bewusster konsumieren - mein Vorsatz für 2012!

[Essen & Trinken] Spätestens in der zweiten Jahreshälfte war 2011 war ernährungstechnisch gesünder als je zuvor. Ich habe so abwechslungsreich und sooo viel Gemüse gegessen, das seit ein paar Wochen hauptsächlich aus meiner Biokiste stammt, und bereit fast alles frisch zu. Ich habe neue Dinge ausprobiert und war überrascht, was es alles gibt! Mein Vorsatz für 2012: noch gesünder und vorallem noch veganer zu leben. In letzter Zeit kam es blöderweise immer wieder vor, dass ich Käse und Co genascht habe. So war ich auch beim gestrigen Raclette total inkosequent. Da ich das eigentlich nicht möchte, will ich 2012 unbedingt konsequenter sein!

[Zum ersten Mal gemacht] Bewusst vegan kochen!
Menschen auf den Tierschutz ansprechen! Das war auf dem Canstatter Wasen und ich habe die Betreiber von Ponyreiten gefragt, ob sie wirklich glauben, dass die Ponys Spaß haben. Dummerweise haben sie total ruhig und überhaupt nicht verlegen reagiert. Vielleicht wurde ihnen die Frage einfach schon häufiger gestellt.

[Nach langer Zeit wieder getan?] Umziehen! Eigentlich stand mein ganzes Jahr im Zeichen von Umzügen. Neben etlichen Umzügen, bei denen ich als Helfer fungiert habe, bin ich innerhalb Heidelbergs ganze viermal umgezogen, weil der Heidelberger Wohnungsmarkt nur Zimmer zur Zwischenmiete für mich übrig hatte. Jetzt, wo mein Freund auch in Heidelberg ist und wir uns eine wunderschöne Wohnung gemietet haben, bin ich aber endlich so richtig angekommen! 

[Leider nicht gemacht] Backpacking!

[Alben und Songs des Jahres] Enter Shikari - Adieu. Neon Trees - Animal. I Blame Coco - Selfmachine. Und einige mehr.

[Lieblingsorte in diesem Jahr] Die Maisonette-Wohnung, die ich mit meinem Freund im Oktober bezogen habe.

[Vorherrschendes Gefühl für 2012] Vorfreude auf noch mehr Zeit mit meinem Freund und mit meinen Liebsten; aufs Reisen - ich werde aufjedenfall zweimal in Berlin sein und kann es kaum erwarten, die vegane Hauptstadt Deutschlands vorallem unter diesen Gesichtspunkten besser kennenzulernen.

[Wort des Jahres?] Unglaublich.

[Zugenommen oder abgenommen?] 6 kg abgenommen - nur durch Ernährung, ohne Sport! Hier besteht Steigerungsbedarf!

[Stadt des Jahres?] Berlin.

[Haare länger oder kürzer?] Unglaublich lang.

[Kurzssichtiger oder Weitsichtiger?] Kurzsichtig - schon seit ich vier bin. So langsam ist es also Zeit, dass die Werte nicht mehr schlechter werden. ;-)

[Krankenhausbesuche?] Einen nicht so schönen, weil ich mir meine Fingerkuppe fast abgesäbelt habe. Ich musste mit zwei Stichen genäht werden - ich bin und bleibe ein Schussel! Einen schönen - aufgrund der Geburt des Sohnes von Freunden. Dieses Jahr war defintiv DAS Jahr der Geburten.

[Verliebt?] Aber sowas von.

[Most called persons?] Mein Freund. Hauptsächlich deshalb, weil wir bis August noch eine Wochenendbeziehung führten. Aber auch jetzt, wo wir zusammen wohnen telefonieren wir oft mehrmals täglich. Weil ich meine Familie ja nun auch nicht mehr so oft sehen kann, steht diese auch ganz weit oben.

[Die schönste Zeit verbracht mit?] Meinem Freund, meiner kleinen Schwester und tollen Freunden bzw. Familienmitgliedern.

[Die meiste Zeit verbracht mit?] Ich befürchte das waren dann wohl meine Arbeitskollegen. Gefühlt war es aber mein Freund.

[Buch des Jahres?] Tiere essen! Anständig essen!

[Konzert des Jahres?] Rock am Ring - Volbeat, System of a Down, Hurts, Disturbed etc.

[TV-Serie des Jahres?] Desprite Housewives; Unter Uns.

[Beste Idee/Entscheidung des Jahres?] Mit meinem Freund zusammen zu ziehen. Vegan zu leben.

[Drei besondere Highlights] Der Umzug meines Freundes zu mir nach Heidelberg. Berlin. Punkt 3 fehlt irgendwie!

[Drei schreckliche Tiefpunkte] Hierzu gibt es glücklicherweise nichts zu sagen.

[Drei Pläne für's neue Jahr] Noch veganer und noch gesünder leben. Mehr Zeit mit Freunden verbringen. Mehr Zeit in der Natur verbringen. Mehr Reisen. Bewusster konsumieren. Kreativer sein. 2012 ist übrigens das erste Jahr, in dem ich mir sicher bin, dass die Einhaltung der Vorsätze tatsächlich eintreffen könnte!

[2011 in wenigen Worten] Klare Sicht. Bewusstseinserweiternd (nicht im Zusammenhang mit Drogen). Besser als je zuvor. Mein Jahr!

So und jetzt noch mal kurz zurück zum gestrigen Silvesterabend. Von meinem Freund habe ich mir Dessertringe zu Weihnachten gewünscht und diese auch bekommen. Mit diesen habe ich zum Nachtisch kleine Törtchen zubereitet.



Zutaten für 6 Törtchen
500g Mehl
250g Zucker
1 Päckchen Backpulver
1 EL Vanillezucker
350ml Sojamilch
250g Margarine
1 Ei-Ersatz (1 TL No-Egg mit 2 TL Wasser)
Kakaopulver nach Gefühl (sorry, ich habe vergessen zu messen, schätze es waren ca. 4 EL)
1/2 Päckchen Vanillepudding-Pulver
250ml Milch
20g Zucker
125g Alsan
1 Glas Sauerkirschen
1 Päckchen roter Tortenguss
circa 5 Spekulatius

Mehl, Zucker, Backpulver, Vanillezucker, Sojamilch, Kakaopulver und Margarine in eine Schüssel geben. In einer weiteren Schüssel den Eiersatz anrühren - diesen anschließend zu den anderen Zutaten geben. Alles zu einem glatten Teig verrühren. Bezüglich der Mengenangaben muss ich sagen, dass dabei ein Blech und noch eine Springform rauskommt. Da der Tortenboden nicht gebraucht wird, habe ich diesen eingefroren. Da ich die richtige Menge in naher Zukunft höchstwahrscheinlich nicht rausfinden werde, möchte ich Euch das Rezept einfach so vorstellen, wie ich es gemacht habe.
Den Teig auf dem Backblech ca. 30 Minuten bei 180° C Umluft backen. Während der Teig im Ofen ist, könnt Ihr den Vanillepudding schon laut Packungsanleitung mit der Sojamilch und dem Zucker zubereiten. Wenn alles abgekühlt ist, muss der Vanillepudding mit der Alsan zu einer Creme verrührt werden, auf die ausgestochenen Tortenböden (in den Dessertringen) gegeben und ca 1h in den Kühlschrank gestellt werden. Die Kirschen gut abtropfen und dann auf der bereits festen Vanillecreme anrichten. Den Tortenguss anrühren (ich habe nur ein halbes Päkchen verwendet, was defintiv zu wenig war. Ich hoffe ein ganzes Päckchen ist nun nicht zu viel) und diesen wiederum auf dir Kirschen geben. In direktem Anschluss (der Tortenguss muss noch einigermaßen weich sein) muss der zerbröselte Spekulatius als oberste Schicht auf den Törtchen platziert werden. Diese müssen nun zurück in den Kühlschrank und später, wenn sie serviert werden, vorsichtig aus den Dessertringen gelöst werden. Ich habe hierzu feine Edelstahlspieße, die ich vor einigen Monaten bei Tchibo erstanden habe und eigentlich zur Fixierung von Rouladen gedacht sind, verwendet. Hat super geklappt! Die Törtchen kamen auch bei den Gästen super an!

PS: Aus den Teigresten habe ich übrigens Cake-Pops gemacht - Rezept und Fotos folgen! Die versprochene Rezension und das versprochene Kartoffelgulasch-Rezept hole ich auch ganz ganz bald nach! Großes Indianer-Ehrenwort!