Dienstag, 27. Dezember 2011

I will be the change...

...I want to see in the world! Weil das diesjährige Weihnachtsfest nicht so harmonisch und besinnlich ablief, ist mir das mal wieder mehr als klar geworden. Zum einen waren die Feiertage unheimlich stressig - wir waren viel unterwegs und hatten kaum Zeit uns vom Alltagsstress zu erholen. Alles begann mit dem Heiligabend bei meiner Schwester - dort feierten wir mit meiner Familie und der Familie Ihres Freundes. Dass ich keine kulinarischen Höhepunkte erleben würde, war mir schon lange vorher bewusst, da die Offenheit gegenüber dem Thema Veganismus in diesem Haushalt nicht allzu groß ist. Damit hatte ich mich allerdings abgefunden und ich habe mich dennoch gefreut. Der Abend war auch noch der angenehmste Teil der Weihnachtsfeiertage, doch etwas traurig machte es mich schon, dass meine Veggie-Burger circa eine viertel Stunde auf einem Teller lagen, bis es Essen gab. Die Wiener hingegen wurden solange in einer Tupperbox aufbewahrt, sodass sie mit Sicherheit warm auf den Teller landeten. Wirklich sehr schade! Toll war hingegen, dass meine Mutter zusätzlich einen veganen Kartoffelsalat und einen veganen russischen Zupfkuchen zubereitet hatte - beides war sehr lecker! Bemerkungen wie Eiersatz-Kuchen habe ich einfach ignoriert!
Am ersten Weihnachtsfeiertag habe ich gemeinsam mit meiner Familie bei der Familie meines Freundes gegessen. Es gab Thüringer Klöße mit Gans! Es war wahrlich nicht sehr schön zu sehen, wie die Körperteile einer Gans auf den Tellern verteilt wurden; aber immerhin gab es für mich eine Pilzsoße, sodass ich mich nicht nur mit Klößen und Rotkohl begnügen musste!
Abends ging es dann bei den Eltern einer Freundin weiter - und leider auch richtig los! Es ging um verschiedene Themen: afrikanische Flüchtlinge, Abschiebung etc. Schon da ging es los, weil ich die Meinung äußerte, dass man Menschen, die nicht nach Deutschland einreisen dürfen, nicht in einer Zelle festgehalten werden dürfen, wo sie quasi auf dem Klo schlafen müssen - warum? Weil es einfach unmenschlich ist! Leider war die vorherrschende Meinung, dass sie doch dort, wo sie herkommen, auch keine besseren Bedingungen hatten; wieso sollte man ihnen also hier mehr bieten? Ein Lösungsvorschlag war natürlich aber, dass ich ja gerne mehr Steuern zahlen könne um die Situation zu verbessern. Sicherlich ist das kein einfaches Thema, aber einfach so weiter zu machen, weil es am einfachsten ist, ist doch auch keine Lösung!? Dann könnten wir zukünftig ja auch erlauben, dass man Flüchtlinge auch vergewaltigen darf, denn jenachdem wo sie herkommen, wiederfährt ihnen dort doch das selbe!
Nach reichlich Diskussionen kam dann irgendwann eins zum anderen und wir landeten beim Thema Veganismus. Auslöser war meine Anmerkung, dass jeder Einzelne etwas ändern kann und ich meine Ernährungsumstellung als Beispiel nannte. Dieses Thema damit in den Mittelpunkt zu katapultieren war jedoch nicht meine Absicht, denn ich bin niemand, der seinen Mitmenschen eine Meinung mit Gewalt aufzwängt.
Auch hier war die Meinung stark vertreten, dass ich Toleranz erwarten dürfe, jedoch keine Rücksichtsnahme! Es wird doch auf so viele Minderheiten Rücksicht genommen, was wäre dann so abwegig, diese Rücksicht auch gegenüber Veganern zu zeigen? So viel wird doch garnicht erwartet? Aber in ein Restaurant zu gehen, und nicht belächelt zu werden, wenn man nach einem veganen Gericht fragt, kann man doch erwarten oder? Was ist der Grund für eine solche Einstellung? Faulheit? Das Wissen, dass man sich mit dem Thema zu viel beschäftigt, wenn man Rücksicht nimmt, und sein Essen dadurch irgendwann nicht mehr genießen kann? Ignoranz? Der Abend war jedenfalls sehr verletzend und tränenreich für mich - ich durfte kaum ausreden und mir wurde nahegelegt, dass ich einfach lernen muss damit umzugehen!
Der Höhepunkt war jedoch die Frage, warum ich einem Gast kein Fleisch zubereiten würde, schließlich will ich doch auch eine Extrawurst wenn ich Gast bin. Gottseidank gibt es in meinem Umkreis liebe Menschen, die mir versichert haben, dass das eine vollkommen blöde Frage ist. Inzwischen ist mir auch klar, dass nie eine Situation eintreffen wird, in der ein Gast das von mir verlangt. Denn die Menschen, die ich zu mir einlade, sind offen und nehmen gerne Rücksicht auf mich. Die anderen, die mich mit so einer respektlosen Frage ins Wanken bringen wollen, schaffen es doch niemals an meinen Esstisch!
Dennoch ist mir mal wieder aufgefallen, wie ermüdend ein solches Gespräch sein kann und wie groß meine Angst ist, als verrückt, spießig, kompromisslos oder irgendwie anders negativ abgestempelt werden zu können! In solchen Situationen ist es doch sehr schwer mit dem Veganismus zu leben, denn in unserer Gesellschaft fehlt einfach noch die nötige Akkzeptanz und es tut immer wieder weh, damit konfrontiert zu werden!
Ich hoffe die negativen Erfahrungen sind in Zukunft nicht nur quantitativ in der Unterzahl, sondern hinterlassen gefühlsmäßig auch nicht mehr einen so großen Eindruck! Jetzt, wo seit dem Ereignis etwas Zeit vergangen ist, und ich wieder in meinen eigenenen vier Wänden bin, bin ich auch wieder vollkommen davon überzeugt, dass ich weiterhin genauso idealistisch sein werde, wie ich es schon immer war! Ich glaube weiterhin daran, dass ich als Einzelperson etwas verändern und andere Menschen mit meiner Euphorie und meiner Einstellung anstecken kann.

Freitag, 23. Dezember 2011

Kartoffelpuffer at its best!

Nachdem ich Euch gestern von meiner Liebe für Bratlingen erzählt habe, möchte ich Euch heute ein eigenes Rezept vorstellen. Kartoffelpuffer habe ich schon immer sehr gerne gemocht - nicht die stark frittierten, die man zur Zeit wieder auf jedem Weihnachtsmarkt kaufen kann, sondern die, die es bei Muttern gibt! Gestern habe ich mich dann selbst rangetraut und ich bin sehr erstaunt, dass es ganz ohne Eiersatz funktioniert hat. Liebe Omnivoren, dass ist doch echt DER Beweis dafür, dass man nicht ÜBERALL Ei reingeben muss.
Die Kartoffelpuffer meiner Mutter haben jetzt jedenfalls ernsthafte Konkurrenz - mein Freund sieht das wohl ganz genauso, denn wir haben zusammen 24 Stück (!!!) gegessen - allein 17 davon gingen auf seine Kappe.
Um die selbe Menge zu zaubern braucht ihr folgende Zutaten:

6 rohe Kartoffeln
4 große Karotten
8 gehäufte EL Mehl
Salz, Pfeffer, Muskat

Die Kartoffeln und Karotten schälen und in der Küchenmaschine raspeln - wer Zeit, Lust und Kraft hat, kann das natürlich gerne auch mit der einfachen Küchenreibe machen, aber so eine Küchenmaschine ist doch ein wirklich großer Vorteil. Die Masse nun mit dem Mehl und den Gewürzen mischen, formen und direkt in Olivenöl anbraten. Ich glaube bei der weichen Konsistenz ist es unmöglich diese vorzubereiten - daher wie gesagt direkt in die Pfanne damit! Es dauert etwas, bis die Bratlinge richtig durch sind, dafür sollten sie dann aber außen richtig schön knusprig sein. Beim Öl könnt Ihr übrigens ordentlich zugreifen - ich bin überhaupt kein Freund von diesen knapp bemessenen Mengenangaben - ich brauche zum Braten so gut wie immer mehr Öl, als im Rezept steht.

...dazu gab es Zuckerhut-Salat!

Weil der heutige Abend ganz im Zeichen von Driving home for Christmas steht, habe ich noch ein paar Mitbringsel gebacken. Auch dafür möchte ich Euch das Rezept geben:

250ml Sojamilch
1 TL Essig
200g Zucker
70g Sonnenblumenöl
1 TL Vanillezucker
100g Weizenmehl
40g Roggenmehl
1 TL Natron
1 TL Backpulver
1/4 TL Salz
Schokoraspeln

Sojamilch und Essig mischen und ein paar Minuten stehen lassen. Anschließend Zucker, Öl und Vanillezucker zugeben und mit dem Schneebesen schaumig schlagen. In einer seperaten Schüssel Mehl, Natron, Backpulver und Salz mischen und diese anschließend zu den anderen Zutaten geben. Alles verrühren und zum Schluss noch die Schokoraspeln (Menge nach Geschmack - bei mir waren das einige) unterrühren.
Eine Muffinform mit Papierförmchen auslegen und den Teig darin bei 180° C Umluft circa 20 Minuten backen.



In den nächsten Tagen dürft Ihr Euch noch auf eine kurze und wahrscheinlich total unprofessionelle Buchrezension zu Anständig essen von Karen Duve freuen. Eins schon mal vorweg: es ist defintiv eines meiner Lieblingsbücher!

So, und zum heutigen Abschluss möchte ich Euch ein wunderschönes Weihnachtsfest und erholsame Feiertage wünschen! Ich hoffe, Ihr habt wie ich die Möglichkeit die Tage mit einer wunderbaren Familie oder anderen tollen Menschen zu verbringen und könnt die kurze Pause vom Alltag genießen!

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Vitamin B!

Als ich über diesen Post nachgedacht habe war ich mir eigentlich sicher, dass das Thema nicht Vitamin B12 sein sollte, weil ich einfach zu wenig Ahnung davon habe - da dieses Thema für einen Veganer aber unumgänglich ist, weil mit einem B12-Mangel nun wirklich nicht zu spaßen ist, fühle ich mich irgendwie ein bisschen verpflichtet darüber zu schreiben; vorallem weil ich meine Werte gerade habe überprüfen lassen. Und ich muss sagen, sie sind blöderweise total im Keller. Zunächst war es ziemlich schwer überhaupt einen Arzt zu finden, der davon wenigstens etwas Ahnung hat. Deshalb habe ich die ganze Thematik auch länger vor mir hergeschoben, als ich eigentlich wollte. Ein paar andere Veganer aus Heidelberg haben mir dann eine Ärztin empfohlen, die zwar auch nicht so bewandert auf dem Gebiet ist, aber einer veganen Ernährung zumindest nicht total kritisch gegenüber steht. Da die B12-Werte im Blut nicht aussagekräftig genug sind, wurde auch direkt mein Holo-TC-Wert gemessen. Dieser ist wohl der früheste Indikator für einen B12-Mangel (mehr Infos dazu gibt es beim Vebu) und genau den sagte mein Holo-TC-Wert aus. Die gültige Norm sagt aus, dass der Wert über 35 liegen sollte, meiner liegt jedoch bei 12,7! Sollte das hier jetzt ein Vegangegner bzw. jemand der Argumente gegen eine Vegane Ernährung lesen, was ich bezweifel, kann ich nur sagen: Herzlichen Glückwunsch! Hiermit ist bewiesen, dass der Veganismus eine ganz gefährliche Sache ist, von der man lieber die Finger lassen sollte. Doch genau Euch sei gesagt: der Mangel an Vitamin B12 ist weit verbreitet und quasi eine Volkskrankheit. So ein Mangel entsteht außerdem nicht von heute auf morgen. Der Körper kann B12 mehrere Monate, wenn nicht sogar Jahre, speichern. Da ich aber erst seit circa August (so gut wie) vegan lebe, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass meine Werte auch zu  omnivoren Zeiten schon unter der Norm lagen. Also absolut kein Grund der Gesundheit zuliebe wieder Fleisch zu essen! Ich sollte mir nun schleunigst ein geeignetes Nahrungsergänzungsmittel besorgen, damit ich mit den besten Voraussetzungen in eine gesundes neues Jahr starten kann.

Nun aber zu den schöneren Themen, die ich bei diesem Post aufgreifen wollte: Blätterteig,  Breakfast, Bratlinge, Butter und die besten gesunden Chips die ich je gegessen habe!
Blätterteigteilchen gibt es bei uns zur Zeit ganz oft. Jenachdem wo man einkauft sollte man natürlich die Zutatenliste lesen - aber das kennen wir ja schon, oder? Der Blätterteig von Aldi ist jedenfalls vegan und kann mit wirklich allem gefühlt werde. Angefangen habe ich mit Pizzaschnecken, die es am Weltvegantag gab. Weitere Blätterteigschnecken habe ich mit Grünkohl gefüllt, der vor knapp drei Wochen in hiesigen Mengen mein Kühlschrank gefüllt hatte, und mit allerlei anderen Resten aus dem Kühlschrank. Probiert es aus - Eurer Phantasie sind dabei echt keine Grenzen gesetzt. Letzte Woche habe ich es dann auch mal mit etwas Süßem probiert. Ich hatte Besuch von zwei Freundinnen, mit denen ich vor ein paar Jahren
die Schulbank gedrückt habe, und habe zum Frühstück Apfeltaschen und Schokocroissants gebacken. Das geht total einfach. Für eine Rolle Blätterteig habe ich einen Apfel geschält, ihn in sehr, sehr dünne Stifte geschnitten, diese mit 2 TL Zucker gemischt und damit kleine Taschen gefüllt. Für die Schokocroissants habe ich veganen Schokoaufstrich auf ein Blätterteig-Dreieck gegeben und dieses dann zum Croissant geformt. Die Teilchen im Backofen backen bis sie braun und knusprig sind. Es hat allen so gut geschmeckt, dass für meinen Freund nur noch zwei Stück übrig waren. Deshalb habe ich heute nochmal welche gemacht. Diesesmal habe ich in die Apfeltaschen noch gehackte Mandeln rein getan. Für die Schokotaschen habe ich die Schokolade aus dem Adventskalender genommen - die kam bei meinem Freund nicht ganz so gut an; mal sehen, wie sie ihm in dieser Form schmeckt.


Was ich zur Zeit auch sehr gerne mag, sind Bratlinge. Letzten Freitag habe ich die Tofubratlinge, die es ebenfalls am Weltvegantag gab, für ein amerikanisches Abendessen verwendet: Burger, TK-Pommes und Endiviensalat. Die kamen sowohl bei mir, als auch bei meinem Freund sehr gut an und wenn ich so dran denke, läuft mir echt das Wasser im Mund zusammen.


Als letzte Woche meine Biokiste kam, die übrigens versehentlich im Keller meines Nachbarn landete und so zu einigem Chaos führte, und ich die Steckrüben, die ich erst anhand des Lieferscheins identifizieren konnte, entdeckt habe, war ich erstmal ratlos was ich damit anfangen soll. Auf der Suche bin ich dann auf ein Rezept für Wirsingbratlinge mit Steckrübenmus gestoßen. Praktischerweise waren in meiner Kiste auch zwei Köpfe Wirsing. Statt der angegebenen Gewürze habe ich Salz, Pfeffer und ganz viel Currypulver reingetan. Das Ganze sah bei mir dann so aus:

Sieht lecker aus oder? Wars auch!
Das Nächste auf meiner Unbedingt-darüber-Schreiben-To-do-Liste ist Butter. Keine echte Butter natürlich, denn die ist ja bekanntlich nicht vegan. Aber ich habe einen super Ersatz gefunden: Alsan! Genauer gesagt Alsan-S! Ich bin mir ziemlich sicher, dass Ihr die fast alle kennt, denn die taucht ja andauernd in veganen Rezepten auf. Bisher kannte ich nur Alsan-Bio, bei Nah und Gut habe ich dann die Alsan-S gesehen und garnicht weiter darauf geachtet ob -Bio oder -S, sondern einfach eingepackt - mit Bezahlen versteht sich. Nachdem ich Alsan-Bio als relativ geschmacksneutral empfand schmeckt Alsan-S doch tatsächlich wie Butter. Sogar so sehr, dass ich ganz besorgt gegoogelt habe, ob die auch wirklich vegan ist. Und sie ist es! Und sie ist lecker! Eben wie die Butter, die ich von früher kenne.

So und der letzte Punkt, sind die besagten Chips. Nachdem Grünkohl gerade ziemlich in zu sein scheint - kein Wunder, ist ja auch quasi Grünkohl-Saison und ich war sicher nicht die Einzige, die diese platzraubene Kohlsorte in ihrer Biokiste gefunden hat - gab es etliche Blogs, in denen von Grünkohl-Chips die Rede war. Eigentlich wollte ich nicht auch noch darüber schreiben, daher auch nur ganz kurz: richtig lecker und dazu noch gesund! Und hey, es sind Chips, ziemlich abnormal, dass sowas auch noch gesund sein kann! Das Rezept habe ich von Totally Veg! und Ihr müsst es einfach auch ausprobieren!


Jetzt muss ich erst Mal meinen Kühlschrank überfallen, damit ich noch ein verspätetes Mittagessen zwischen ie Zähne bekomme - ein Hoch auf den Urlaub - wann sonst kann man einfach mal zum Kühlschrank gehen und einfach das rausholen, worauf man gerade Lust hat!

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Was bisher geschah!

Als Einstieg in meinen heutigen Post muss ich mich wohl erst als Serienjunkie outen. Täglich um 17:30 startet mein Soap-Marathon mit Unter Uns, nach einer kurzen Pause folgt Anna und die Liebe, weiter geht es mit Alles was zählt und den Abschluss macht dann der Klassiker schlechthin: GZSZ! Höchstwahrscheinlich stempeln mich jetzt einige ab, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass auch ein paar unter Euch sind, die sich spätestens jetzt sehr gut mit mir identifizieren können und mich vielleicht sogar eine von uns nennen! Worauf ich hinaus will ist eine Szene, die sich heute bei Anna und die Liebe abspielte: ein Pärchen (kursiv weil: sie sind NOCH nicht zusammen) fährt in den Wald um einen Weihnachtsbaum zu schlagen, dabei machen sie einen Abstecher auf einem Bilderbuch-Bauernhof, um die Weihnachtsgans abzuholen. Plötzlich bekommt Sie jedoch Mitgefühl mit den Gänsen und möchte sie retten, entscheidet sich aber dagegen, weil sie vorbestraft ist. Um ein guten Eindruck bei Ihr zu machen entschließt Er sich, den Bauern um Gnade für die Gänse zu bitten. Dass das ein aussichtsloses Unterfangen und die ganze Geschichte sowieso sehr unrealistisch ist wissen wir alle - sogar ich, die täglich mehrere Stunden mit solchen Geschichten verbringt. Das Ende der Geschichte ist jedoch, dass die beiden doch tatsächlich das Leben der Gänse retten, indem sie dem Bauer das Geld zurück lassen und die Gänse im nächstbesten Teich in ihre Freiheit entlassen. Optimistisch wie ich bin, frage ich mich nun natürlich, ob da vielleicht eine Message dahinter steckt oder ob hier einfach das typische Adventszeit-Nächstenliebe-Klischee bedient werden soll. Sicherlich wird eher die zweite Vermutung die richtige sein, aber nichtsdestotrotz ist doch die Botschaft echt was wert. Der eine oder andere Zuschauer, der der Tierliebe und einem fleischlosen Leben nicht abgeneigt ist, wird sich dadurch vielleicht wirklich Gedanken über die, höchtwahrscheinlich unbewusst, angesprochene Thematik machen. Ich hoffe da draußen sind noch ein paar mehr Optimisten, die solche absurden Gedankengänge ausbrüten. Aber mal ehrlich, was denkt ihr über das Aufgreifen einer solchen Thematik vor seichter Seifenoper-Kulisse? Mal abgesehen davon, ob vom Drehbuchautor, Produzenten oder sonstwem gewollt oder nicht, glaubt Ihr, es könnte Menschen zum Nachdenken bringen?

Ein zweites Mal, wo ich an einem unerwarteten Ort positiv vom Veganismus überrumpelt wurde, war mein Arbeitsplatz. Eine, schon etwas ältere, Kollegin hat bald ein paar Leute zum Essen da, darunter auch eine Fast-Veganerin. Über mehrere Ecken hat sie dann wohl erfahren, dass ich vegan leben. Also fragte sie mich, was man jemandem kochen könnte, der überhaupt nichts isst. Im weiteren Gespräch hat sie mehrmals durchklingen lassen, dass sie eigentlich ziemlich genervt darüber ist, Sonderwünsche beachten zu müssen. Außerdem hat sie auch zugegeben, dass sie ihr quasi schonmal eine Soße untergejubelt hat, die wohl nicht vegan war, dies aber nicht bemerkt wurde, weil die besagte Person erst sechszehn und dazu noch etwas zu naiv ist, um zu wissen, was grundsätzlich vegan ist und was nicht. Obwohl mir mehrere Male eine negative Grundstimmung gegenüber dem Veganismus aufgefallen ist, hat es mich sehr gefreut, dass sie mich gefragt hat und sich trotzdem ernsthaft Gedanken macht. Ich habe ihr also zwei Kochbücher mitgebracht und sie mir im Gegenzug ein Rezept für Kartoffelgulasch - ein Rezept íhrer Mutter, das es in Ihrer Kindheit gab, wenn kein Geld für Fleisch, dafür aber Kartoffeln im Haus waren. Das Rezept werde ich ganz bald testen und Euch dann berichten, ob es was kann. Zur Verteidigung meiner Kollegin muss ich sagen, dass mir während eines zweiten Gesprächs eine gesunde Einstellung zu Lebensmittelverschwendung, Wegwerfgesellschaft und Fleischkonsum aufgefallen ist, was die ersten Negativpunkte eigentlich schon wieder wettmachen.

Was sonst noch geschah, ist die Ankunft einer Buchbestellung. Blöderweise kamen vier Bücher in drei Einzellieferungen, was mich ziemlich geärgert hat, weil einfach total verschwenderisch. Ein Grund nächstes Mal wieder im Buchladen zu kaufen (meine Miles-and-More-Bonuspunkte, die ich für die Bücher eingelöst habe, sind ja nun sowieso weg). Momentan lese ich noch Anständig essen von Karen Duve, kann es aber kaum erwarten, mit den neuen Büchern zu beginnen.

Meine Ausbeute!
So, und um das Klischee so richtig abzurunden, werde ich mich nun verabschieden und Frauentausch schauen. Beim Zappen habe ich nämlich gerade entdeckt, dass heute eine Familie dargestellt wird, die offenbar eine sinnvolle Einstellung zur Ernährung haben. Die Mutter erzählte gerade, dass ihre Kinder von klein auf gesund ernährt werden sollen und das Gemüse auch gegessen werden muss, wenn es mal nicht so gut schmeckt wie Pommes und Co. (Dem kann ich nur zustimmen.) Der Sohn (circa 12) äußerte sich daraufhin ebenfalls zur gesunden Ernährung und versicherte, dass man von ungesundem Essen krank werden und sogar daran sterben kann. Ebenfalls thumbs up - ich hoffe meine zukünftigen Kindern entwickeln auch mal eine so gesunde Einstellung zum Essen! Und nun, wir bereits angekündigt: Gute Nacht Euch allen!

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Grün grün grün sind alle meine...

Letzten Freitag stand unsere erste Biokiste vor der Tür! Ich hab mich gefreut wie ein kleines Kind - ich wollte schon seit längerem eine Kiste voller Obst und Gemüse nach Hause geliefert bekommen und habe es dann letzte Woche einfach mal durchgezogen.


Damit Ihr eine Vorstellung habt, wieviel frische Lebensmittel man für circa €16,- bekommen kann, möchte ich Euch hier meinen Lieferschein zeigen:

- 0,452 kg Birnen
- 0,482 kg Blumekohl
- 1 Endiviensalat
- 0,151 kg Feldsalat
- 0,802 kg Grünkohl
- 0,622 kg Möhren
- 0,744 kg Sellerie
- 0,802 kg Äpfel

Mal abgesehen davon, dass ich keine Ahnung hatte, was ich mit soviel Grünkohl machen soll, finde ich, dass sich das Ergebnis echt sehen lassen kann! 
Es war übrigens das erste Mal, dass ich Grünkohl zubereitet habe und ehrlich gesagt kann ich mich auch nicht daran erinnern, ihn überhaupt schonmal gegessen zu haben.

Ich habe mich also in folgenden Disziplinen versucht: 

1.) Grünkohl in Streifen geschnitten, gekocht und mit gehackten Mandeln kurz angebraten.
2.) Grünkohl klein geschnitten, gekocht, in der Küchenmaschine gehackt und mit Zwiebeln kurz angebraten.
3.) Blätterteigschnecken mit folgender Füllung: Grünkohl sehr klein geschnitten, gekocht; Tofu- und Zwiebelwürfel.

Tater Times!

Tater - kann eine Kartoffel einen schöneren Namen haben? Diesen Ausdruck für das Wort Kartoffel habe ich im englischprachigen Blog Vegan Crunk entdeckt und mich sofort verliebt. Übrigens in beides - in das Wort und in den Blog. Es macht mir sehr viel Spaß auch mal einen englischen Blog zu verfolgen, da man auch mit der echten Sprache in Berührung kommt und nicht nur mit den Worten und Redewendungen, die man beruflich regelmäßig benötigt. Bianca schreibt über ihre vegane Ernährung, als wäre es das normalste der Welt - was es eigentlich ja auch ist, jedoch leider viel zu oft anders angesehen wird. Bianca macht mich außerdem wahnsinnig neidisch - sie verwendet so viele tolle Produkte, die ich noch nie gesehen, geschweige denn in Erwägung gezogen habe, dass es sie in einer veganen Variante geben könnte. Die USA stehen auf meiner Reiseziel-To-Do also sehr weit oben.
Aber zurück zum Thema: letzte Woche stand unsere betriebliche Weihnachtsfeier in meinem Terminkalender. Typisch für die Weihnachtszeit gab es Raclette. Weil ich im Organisationsteam war hatte ich die ehrenvolle Aufgabe die Wurstplatten zu richten. Mich hat dazu keiner gezwungen, aber ich wollte auch nicht pingelig oder so erscheinen. Also habe ich einfach garnichts gesagt und die Arbeit erledigt. Ich muss sagen, der Geruch von Salami, Speck und Schinken ist mir zuvor noch nie so penetrant erschienen. Ich musste mich wirklich sehr zurückhalten, nicht zu naschen. Aber ich habe durchgehalten und darauf bin ich sehr stolz. Gesündigt habe ich an dem Tag dann aber doch noch - ich konnte auf den Raclettekäse irgendwie nicht verzichten. Vorwürfe mache ich mir deswegen aber nun keine!
Am besagten Abend waren so viele Pellkartoffeln übrig, dass ich eine große Tüte davon mit nach Hause nehmen konnte. Der Speiseplan für die darauffolgenden Tagen war also quasi vorbestimmt. So gab es dann mehrere Tage lang fast täglich Kartoffeln. Was mir davon am besten geschmeckt hat? Wedges! Als ich 2007 einige Zeit in Australien verbracht habe, habe ich Sie geliebt. Damals mit Sour Creme und Sweet Chili - und es war soo lecker. Zurück in Deutschland habe ich nie wieder so leckere Kartoffelecken gegessen - die aus dem Kühlregal kann man sich getrost sparen und selbst habe ich mich nie richtig rangetraut. Bis letzte Woche! Beim ersten Versuch habe ich die Kartoffeln mit Olivenöl bestrichen, gewürzt und im Ofen gebacken. Das zweite Mal habe ich das Olivenöl weggelassen - weil sich in meinem zeitlichen Ablauf aber einiges verzögert hatte, waren die Kartoffelecken dann aber länger im Backofen als geplant. Und siehe da: sie wurden trotzdem knusprig und total lecker. Memo an mich selbst: immer schön geduldig bleiben.



Zu den Wedges gab es Sellerieschnitzel - dazu einfach Selleriescheiben (ca. 1,5cm dick) kochen, dann panieren (No egg-Eiersatz und Paniermehl) und in Öl glodbraun braten. Kam bei meinen Omni-Gästen verdammt gut an!

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Die Gartensaison ist hiermit eröffnet!

Ja, ich gebe zu, die Gartensaison jetzt schon zu eröffnen ist vielleicht etwas früh. Ja, ich gebe zu, meine Gartensaison startet im Wohnzimmer. Und ja, ich gebe vorallem zu, dass das Wort Gartensaison ziemlich übertrieben ist. Vielleicht, aber wirklich nur vielleicht, ist sogar das Wort Garten etwas fehl am Platz. Eins steht jedoch fest: es wächst! Mit es meine ich die Kresse, die ich am Sonntag, also vor 4 Tagen, gesät habe und die bereits 5 cm hoch ist. Ich bin ja so stolz.
Ich kann mich erinnern vor ein paar Jahren schonmal einen Versuch gestartet zu haben und der ging irgendwie gründlich in die Hose. Aber dieses Mal klappt es einfach wunderbar. Und das, obwohl eine Butterdose quasi meinen Garten darstellt. Gerne hätte ich mein Beet in dem typischen Kresseigel aus Ton angelegt, den ich aus meiner Kindheit kenne, aber da hat mir mein Hausrat wohl nen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Butterdose hat ihren Job jedenfalls sehr gut gemacht und den eigentlichen Zweck erfüllt sie ja sowieso nicht mehr!


Montag, 5. Dezember 2011

Rainy days in Frankfurt!

Schon seit langem hatte ich mit zwei Freundinnen ein Mädelswochenende geplant. Eine der beiden wohnt in Frankfurt am Main und gemeinsam mit der dritten im Bunde, wollte ich diese besuchen. Als ich am Freitag dann in Frankfurt ankam, musste ich noch auf den Zug meiner Freundin warten und vertrieb mir die Zeit so lange in der Bahnhofsbuchhandlung. Die dortige Begrüßung entsprach leider nicht ganz meinen Vorstellungen.

Was man leider nicht sehen kann: auf der Fläche des halben Tisches wurden Kochbücher vorgestellt. Es war jedoch kein einziges das ausschließlich von Gemüse, geschweige denn von vegetarischer/veganer Küche handelte. Echt schade!
Das Wochenende konnte also nur besser werden. Das Tolle war, dass die Gastgeberin seit kurzem auch vegetarisch lebt - sogar ihre Mitbewohnerin ist inzwischen auf den Zug aufgesprungen. Ich musste also keinerlei Befürchtungen haben zu verhungern, denn ich wusste genau, dass da jemand ist, der meine Einstellung nachvollziehen kann. Ein schönes Gefühl!

Dennoch habe ich mir vorsichtshalber eine Avocado fürs Frühstück mitgebracht - die habe ich ganz neu als Brotbelag (oder je nach Reifegrade eben als Aufstrich) für mich entdeckt, nachdem ich die früher überhaupt nicht leiden konnte. Die Avocado hätte ich mir jedoch sparen können, denn auf dem Frühstückstisch waren zwei leckere Aufstriche von Alnatura zu finden. Obendrauf gabs auch noch Obstsalat. Ich war also rundum versorgt.
Am Freitagabend haben wir Sojabolognese gekocht, die sehr gut ankam (auch bei der omnivoren Mitreisenden).
Den Samstag verbrachten wir in der Stadt - unterkühlt vom Herbstwetter wärmten wir uns im Metropol, einem netten Café/Restaurant neben dem Dom, auf. Dort gab es für mich (und alle anderen, die es mögen oder mögen müssen) sogar eine heiße Schokolade mit Sojamilch.

Ist das nicht ein netter Spruch?
Auch abends musste ich nicht verhungen - denn in Monkeys Nudelbar (Haltestelle Eschenheimer Tor) gab es auch Fleischfreies und Gemüselastiges. Ich war mit meiner Auswahl - Bandnudeln mit Gemüse - mehr als zufrieden. Große Portion und noch mehr Geschmack! Ich hoffe, die Nudeln waren eifrei, denn blöderweise habe ich mich nicht getraut zu fragen. Daher Memo an mich selbst: fragen, fragen, fragen! Fragen kostet außer ein bisschen Überwindung ja nichts.


An diesem Wochenende wurde mir die typischste aller Frage übrigens mal ganz anders gestellt: "Du bist also die Veganerin? Du kannst aber schon noch Vieles essen oder?" Hat mich richtig gefreut. Was noch süßer war, war das, was mir meine Mutter heute morgen erzählt hat. Man muss dazu sagen, dass sie in einem Altenheim auf der Demenzstation arbeitet. Sie wollte einer Bewohnerin ihr Essen servieren und da fragte diese, was das denn wäre. Meine Mutter teilte ihr daraufhin mit, dass es sich um Hühnchen handelt. Die Antwort der Bewohnerin: "Nein, dass esse ich nicht. Ich möchte nicht, dass ein Huhn für mich sterben muss." Ob nun dement oder nicht, die alte Dame ist für mich defintiv die Heldin der Woche!

Das Pommes-Desaster

Eigentlich könnte die Überschrift auch Das Weihnachtsmarkt-Desaster lauten. Denn Weihnachtsmärkte sind für Veganer irgendwie totes Land - und das kann man gerne wörtlich nehmen. So kam es, dass ich innerhalb der letzten acht Tage tatsächlich vier Portionen Pommes gegessen habe. Was hätte ich für eine realistische Wahl gehabt? Waffeln und Süßkram aller Art enthalten hunderprozentig bis ziemlich wahrscheinlich Eier, Milch und/oder tierische Fette, heiße Schokolade kommt ohne Milch nicht aus (zumindest nicht, wenn sie von der breiten Masse getrunken werden soll), Bratwurst und Co sind sowieso raus und der Wein im Glühwein wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Gelatine geklärt. Gut, ich hätte auf Tee zurückgreifen können - ziemlich blöd, dass ich gerne Tee trinken würde (er riecht einfach so gut),  ich dem Wasser mit Geschmack aber einfach nichts abgewinnen kann. Da bleibt eben nur ne Portion Pommes - serviert mit ner ganz großen Portion Hoffnung, dass es keine tierischen Fette in die Friteuse geschafft haben.
Eine Portion habe ich übrigens bei McDonalds gegessen - ob man so ein Unternehmen unterstützen sollte, sei jetzt mal dahin gestellt. Wir waren abends auf einer Veranstaltung in der Stadt, mussten eine halbe Stunde auf die nächste Bahn warten und ich hatte Hunger. Auf der Zutatenliste hat sich mir dann ein Mysterium eröffnet. In den Pommes soll nämlich glutenhaltiges Getreide enthalten sein, zumindest wenn gleichzeitig andere Kartoffelprodukte angeboten werden. Kann mir das mal einier erklären?


Um solch hohe Pommeskonzentrationen zu vermeiden brauche ich einfach irgendeinen Snack, den ich immer problemlos mitnehmen kann und der im Notfall satt macht. Achja er sollte mich nicht dazu verleiten, dauernd zu naschen, denn sonst ist er im Notfall nicht mehr existent! Habt Ihr vielleicht einen Tipp für mich?

Gottseidank hat er Advent aber auch einige schöne Dinge zu bieten! Nämlich das Warten auf Weihnachten - das macht mit einem Adventskalender besonders viel Spaß. Deshalb gab es für mich einen mit Schokolade und einen Benefiz-Adventskalender. Den gibt es zu Hause oder besser gesagt, dort wo meine Familie wohnt, vom Lions Club. Jeden Tag werden mehrere Preise verlost, die von regionalen Unternehmen gespendet wurden (Gutscheine etc.) und die Verkaufseinnahmen (ein Kalender kostet € 5,-) kommen sozialen, ebenfalls regionalen, Projekten zu Gute. Mehr Infos gibt es unter www.adventskalender-hohenbaden.de.

Mein heißersehntes Päckchen aus dem Peta Store

Freitag, 25. November 2011

Thanksgiving Menü!

Nachdem ich mich gestern auf den eigentlichen Gedanken von Thanksgiving konzentriert habe, möchte ich heute das Thanksgiving Menü in den Mittelpunkt stellen. Eigentlich war es nichts besonderes, aber ich habe etwas Neues ausprobiert und das möchte ich Euch nicht vorenthalten.


Da ich mein Thanksgiving-Abend alleine verbringen musste, wollte ich nur wenig Aufwand betreiben, also entschied ich mich für Kartoffeln, Rosenkohl und Tofu. Den Tofu habe ich in Scheiben geschnitten, mit Mehl und Paprikapulver paniert und anschließend in viel Öl frittiert.

Und weil mein Menü schon keine Vorspeise hatte, sollte wenigstens ein Dessert her. Was ihr da seht besteht aus Vanilleeis von mio, einem halben Dosenpfirsich und Spekulatius. Für alle die es jetzt nicht glauben können: ja Spekulatius kann sogar vegan sein - selbst wenn er aus dem Discounter (Aldi) stammt.


Diese Woche war ich außerdem zum ersten Mal bei Heidelbergs veganem Stammtisch. Der ist noch ganz frisch und wir waren dieses Mal schon zu neunt. Jeder hat etwas zu Essen mitgebracht und so hatten wir die Wahl zwischen Coleslaw, Pizzabroten, Kürbissuppe, Linsensalat, Bratlingen, Samosas, Schokopudding, Feigen und Cupcakes. Alles was auf dem Tisch stand war wahnsinnig lecker und das Beste daran war, dass wir einfach alles essen konnten. Keiner musste sich fragen, ob irgendwo irgendwelche tierischen Stoffe enthalten sind. Darauf habe ich mich schon im Vorfeld besonders gefreut. Worauf ich mich noch mehr gefreut hatte, war neue Menschen kennenzulernen. Alle waren so nett und wir hatten einen wunderbaren Abend. Die Gastegeberin hatte die Cupcakes gebacken und die waren so lecker, dass ich sie gleich heute ausprobieren musste. Ich freue mich sehr Euch mitteilen zu können, dass es ein voller Erfolg war.


Das Rezept findet Ihr übrigens in dem Blog Food'n'Fotos, der zu meinen Lieblingsblogs gehört. Ich finde es klasse, dass Birdie auch Teil unseres veganen Stammtisches ist und ich sie so persönlich kennenlernen konnte. Ein großer Zufall war auch, dass die Inhaberin von Gingerbread Muffincake, einen Blog den ich ebenfalls lese, sowie umgekehrt, auch bei unserem Treffen dabei war. Die Welt ist doch wirklich so klein!

So, nun aber nochmal zurück zu den Cupcakes: weil ich keine Spritztüte besitze, musste ich improvisieren und mit einem Teelöffel vorlieb nehmen um die Cups auf den Cakes zu platzieren. Ich finde das Ergebnis kann sich echt sehen lassen! Achja, schmecken lassen kann es sich übrigens aus!

Donnerstag, 24. November 2011

Happy Thanksgiving!

Viel zu selten bedanken wir uns bewusst für das, was wir haben - für wunderbare Freunde, eine tolle Familie, Erfolg, Liebe, Gesundheit und vieles mehr. Viel zu oft ist für uns selbstverständlich, dass wir diese Dinge tagtäglich genießen dürfen. Gerade weil sich im letzten Jahr in meinem Leben so viel zum Positiven verändert hat, möchte ich den Tag nutzen um bewusst für diese Dinge danke zu sagen.
Den Anfang mache ich bei meiner Ernährungsumstellung. Ich weiß nicht, ob es jemanden oder etwas gibt, bei dem ich mich für diesen Schritt bedanken könnte. Im Zweifelsfall bin es einfach mal ich, die sich dieses Danke verdient hat - auch wenn das jetzt ziemlich komisch klingt! Diese Ernährungsumstellung hat so einiges in meinem Leben bewegt. Ich lebe und esse seither viel bewusster und achte mehr auf mich und meinen Körper. Wo ich früher zurückgesteckt habe um es allen anderen Recht zu machen, bin ich mir inzwischen selbst die Nächste. Wer meine neue Einstellung nicht akzeptiert, hat kurz und knapp Pech gehabt. Das hört sich jetzt vielleicht radikaler an als es ist - sicherlich spielt mein Umfeld immernoch eine wahnsinnig große Rolle. Die Menschen, die mich auch mit der neuen Einstellung akzeptieren wie ich bin, stehen weiterhin auf einen der ersten Plätzen und werden dies auch immer bleiben. Mit dem Unterschied, dass sie sich diese Plätze mit mir teilen und das die anderen Menschen sich eben ganz weit hinten anstellen müssen.
Zu diesen Menschen gehört vorallem meine Familie. Als ich ihnen eröffnet habe, dass ich von nun an vegan leben möchte, erntete ich zunächst von den Einen mehr und von den Anderen weniger Kritik. Diese Einstellung hat sich inzwischen stark geändert. Die meisten Familienmitglieder stehen nun total hinter mir und unterstützen mich wo es geht. Meine Mutter hat sich dadurch beispielsweise selbst mit den Themen Ernährung, Massentierhaltung etc. beschäftigt und das hat auch einiges in ihr bewegt. Auch wenn sie dadurch nicht Vegetarierin oder Veganerin geworden ist, hat sie und damit auch mein Vater, viel in ihrer Einstellung und ihrer Lebensweise geändert. Fleisch gibt es nur noch sehr selten und auch sonst wird viel gesünder gegessen. Das macht mich unheimlich stolz, denn es hat mir zum einen gezeigt, dass ich etwas bewegen kann (auch ohne jemandem dabei auf die Füße zu treten) und vorallem, wie wichtig wir uns gegenseitig sind. Auch sonst steht meine Familie in jedem Schritt den ich mache voll hinter mir. Selbst wenn sie von manchen verrückten Ideen, und die hab ich zu genüge, nicht sofort begeistert sind, unterstützen sich mich zu 100%, wenn sie merken, dass es mir ernst ist.
In meinem Freundeskreis gab es bei meinem Outing leider einige Menschen, von denen ich eine sehr viel verständnisvollere Reaktion erhofft hatte. Auf der anderen Seite gab es aber auch Menschen, bei denen ich mir sicher war überhaupt keine Reaktion, geschweige den Akkzeptanz, zu erhalten und doch so viel mehr bekommen habe. Zu einigen, teilweise flüchtigen, Bekannten konnte ich durch meine vegane Ernährung Nähe aufbauen und gemeinsame Interessen entdecken, was mich sehr freut. Mir ist aufgefallen, dass es einige Freunde gibt, die sich unabhängig von mir ebenfalls entschlossen haben, vegetarisch zu leben oder dies schon seit einiger Zeit tun. Für mich wieder mal ein Zeichen, wie wenig Achtung wir unserem Umfeld manchmal schenken.
Und weil das Beste zum Schluss kommt, möchte ich mich vorallem bei meinem Freund bedanken! Obwohl er weiterhin Fleisch isst, hat er diesen Konsum bewusst sehr stark reduziert und sich aus eigenem Willen gegen jeglichen Verzehr von Fleisch in unsererm Haushalt entschieden. Er isst alles was ich koche; er erwartet nicht von mir, dass ich irgendwelche tierischen Lebensmittel für ihn zubereite und ihm schmeckt alles was ich ihm vorsetze. Kein einziges Mal hat er sich beschwert, weil sich der Inhalt unseres Kühlschranks komplett verändert hat, weil nun Tofu anstatt Fleisch auf den Tellern landet, weil sich die Anschaffungskosten für unsere Nahrungsmittel erhöht haben oder weil wir nun wegen mir in vegetarische Restaurants gehen, statt in gut bürgerliche Gaststätten, wo ich dann doch nur einen Salat essen könnte. Er steht voll und ganz hinter mir und stärkt mir den Rücken - einfach bei Allem! Das ist mir unendlich wichtig und es macht mir mehr als stolz, ihn an meiner Seite haben zu dürfen.


Montag, 21. November 2011

Tu's für die Umwelt!

Der Hauptgrund, der mich dazu bewegte ein veganes Leben zu führen, war die Vermeidung von Tierleid. In meinen Augen ist der damit verbundene Umweltschutz aber mindestens genauso wichtig. Das war es schon vorher. Zwar nicht in einem überdurchschnittlichen Ausmaß und auch nicht in Verbindung mit Protestaktionen oder ähnlichen Dingen. Überall wo ich einen kleinen Beitrag leisten kann tu ich das jedoch - und wenn es nur ein Blatt Papier ist, das doppelseitig genutzt wird. Bei der Arbeit werde ich dafür ständig belächelt und viel zu oft fällt das Wort Umweltschutz in Verbindung mit einem blöden Witz. Dabei bin ich der Meinung, dass wir soviel ändern könnten, wenn jeder nur einen kleinen Schritt geht und sich jeder nur etwas mehr Gedanken macht.
Ein weiterer kleiner Beitrag, wenn auch mit einem noch größeren Anteil an Eigennutz, ist das Recyclen meiner Klamotten. An erster Stelle stehen da die Menschen in meinem direkten Umkreis, an zweiter Stelle die Menschen, die gerne an meinem Flohmarktstand einkaufen. Da die Aktivität Flohmarkt in diesem Jahr aber stark reduziert wurde, hab ichs mal mit Kleiderkreisel versucht. Vielleicht gibt es ja aber auch unter Euch einige Interessenten. Sollte der Versuch nach hinten losgehen, werden die Klamotten übrigens ganz vorbildlich zur Altkleidertonne gebracht - in der Hoffnung, dass sie dort ankommen, wo sie gebraucht werden.

Hier eine kleine Vorschau - mehr zu sehen gibts dann in meinem Kleiderkreisel-Shop!



Samstag, 19. November 2011

(dis)counter strike!

Längst haben die Discounter den Trend, der sich bei den Mitläufern hoffentlich zur Lebenseinstellung entwickelt, von Vegetarismus und Veganismus erkannt und Tofu, Sojabolognese und Co in ihr Sortiment aufgenommen. Quasi eine Art Schlag, Stups passt bei der Auswahl aber vielleicht eher, gegen die Biomärkte.
Ich finde die Entwicklung wirklich gut und hoffe, dass das Sortiment in Zukunft noch erweitert wird. Bei Aldi Süd habe ich folgende Produkte aus dem sogenannten Vegetarischen Sortiment, das im Kühlregal zu finden ist, gekauft und getestet.

Veggieburger - hier rechts im Bild ;-) - seeeehr lecker! Hab ich mir gleich mal für Weihnachten vorbestellt, da es dort wo wir feiern, ganz klassisch am "Fest der Liebe" und überhaupt nicht tierleidfrei, Wiener Würstchen gibt! 
Panierte Sojaschnitzel - zusammen mit Kartoffelsalat, und das auch noch am nächsten Tag, durchaus empfehlenswert. Ich habe sie im Ofen gebacken, glaube aber, dass sie in der Pfanne besser aufgehoben sind.

Bio-Naturtofu - in der Packung sind zwei 200g-Stücke enthalten. Hier als Teil einer Gemüse-Tofu-Pfanne.

Aldi Süd bietet außerdem ein Veggie-Aufschnitt an. Pro Packung sind zwei Einzelpackungen (à ca. 6 Scheiben) enthalten. Die einfache Kombination von Brot und Wurst fand ich nicht so prickelnd - bei mir ist das allerdings bei allen Wurstersatzprodukten der Fall. Als Teil eines Sandwiches fand ich die Wurst aber echt gut. Ein zweiter Kauf ist also nicht ausgeschlossen.

Hier noch das Rezepte zum obigen Bild:

Gemüse-Tofu-Pfanne
2 Portionen Reis
Gemüsebrühe
100g rote Linsen
2 Karotten
1 mittlere Zucchini
200g Tofu
Olivenöl
Sojasauce
Gewürze (Kurkuma, Ingwer, Koriander)

Den Reis (ca. 2 volle 0,2l-Gläser) in der doppelten Menge Gemüsebrühe quellen lassen. Regelmäßig gut durchrühren, damit der Reis nicht anbrennt. Wenn das Wasser verdampft ist, ist der Reis fertig.
Karotten klein schneiden und gemeinsam mit den Linsen in einem weiteren Topf kochen. Da rote Linsen geschält sind, müssen sie vor der Verarbeitung nicht eingeweicht werden. Der Garzustand der Linsen sollte regelmäßig überprüft werden, da diese, ebenfalls aufgrund der fehlenden Schale, leicht zerfallen und damit schnell zu Brei werden.
Die Zucchini ebenfalls klein schneiden und gemeinsam mit dem gewürfeltemTofu in etwas Olivenöl anbraten. Früher oder später, je nach gewünschtem Zustand von Tofu und Zucchini, den Reis und das gekochte Gemüse zugeben.
Die Gemüse-Tofu-Pfanne nun mit Sojasauce und den angegebenen Gewürzen abschmecken und dann GENIEßEN!

Dienstag, 15. November 2011

Chili sin carne!

Der Klassiker unter den veganen Produkten ist in meinen Augen defintiv Sojahack! Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich es bereits als Kind kennengelernt habe. Damals war für mich an Vegetarismus noch garnicht zu denken und ich glaube Sojaschnetzel war ziemlich modern. Meine Mutter hatte es ganz klassich als Bolognese zubereitet und uns nicht erzählt, dass kein echtes Fleisch enthalten war - und keiner hat etwas bemerkt.
Vor Kurzem hat mir meine Tante ganz unerwartet eine Soja-Instant-Soße von Gefro geschenkt. Es ging, wie man es von solchen Produkten gewohnt ist, sehr schnell und schmeckte auch sehr lecker. Eine tolle Alternative also, wenn es schnell gehen soll und die Faulheit ausnahmsweise über die Kochlust siegt.
Gemeinsam mit ein paar anderen veganen Produkten des Herstellers, die übrigens sehr gut gekennzeichnet sind, habe ich gleich eine große Dose von dem Soßenpulver bestellt und bereitete damit unter anderem eine Chili sin Carne zubereitet.
In die vorbereitete Soße habe ich noch Kartoffelwürfel, Kidneybohnen und eine fein geschnittene Chilischote gegeben. Wer auf Schärfe, genau wie ich, etwas empfindlich reagiert, kann den Geschmack z.B. mit Sojacreme von Kaufland mildern. Eignet sich auch gut als Deko!
So schnell kann eine Soße zur Suppe werden!


...und so sieht das Ganze dann als klassische Bolognese aus!
Schmeckt übrigens auch wie klassische Bolognese!

Montag, 7. November 2011

...vielen Dank für Ihr Interesse an unseren Produkten!

Ich bin ein großer Fan von Laugenbrötchen - vielleicht kann man sogar sagen, dass ich einer der größten Fans weltweit bin. Schon als Kind fiel meine erste Wahl auf Laugeweckle, wenn es darum ging was in der Bäckertüte landen soll...und sobald ich nur ein paar Tage im Ausland bin, merke ich, was für ein Luxus diese tollen Brötchen doch sind. Seit ich vegan lebe, oder zumindest mein Bestes gebe alle tierischen Produkte zu vermeiden, ist das Vorhaben jedoch nicht mehr so einfach. Laugenbretzeln und -Stangen sind nämlich oftmals mit Schweineschmalz gebacken - ja genau, Schweineschmalz. Weil ich nicht wusste, wie das bei Laugenbrötchen gehandhabt wird, und ich auf diese aber auch nicht verzichten möchte, blieb mir aber nichts anderes übrig, als Fragen zu stellen. Und diese Fragerei hat mir bewiesen, dass eine Produktanfrage, wenn auch auf eine andere Art und Weise, auch sehr sehr positiv ausfallen kann. Hier mein E-Mail Kontakt mit Riegler, einem mittelständischen Familienunternehmen, das in Heidelberg und Umgebung mehrere Fachgeschäfte betreibt:

Sehr geehrte Frau xxx,
Vielen Dank für Ihr Interesse an unseren Produkten! Gerne beantworten wir Ihnen hierzu Ihre Fragen.
Wir legen sehr großen Wert auf höchste Qualität bei handwerklicher Fertigung. Dies ist für uns keine leere Floskel sondern eine traditionelle Verpflichtung.
Tatsächlich werden Laugenbrezel nach alter Tradition mit Schweineschmalz gebacken. Dies geschieht aus qualitativen Gründen. Es wäre sogar viel billiger das Schmalz durch pflanzliche Fette auszutauschen. Wir haben dies in zahlreichen Versuchsreihen auch schon ausprobiert und kamen zu dem Ergebnis, daß wir unser traditionelles Rezept aus qualitativen Gründen so nicht verändern können. Auch bei den Laugenstangen verwenden wir Schweineschmalz.
Da Sie dies ablehnen, so kann ich Ihnen auf jeden Fall unsere Laugenbrötchen empfehlen, darin verwenden wir ausschließlich pflanzliche Margarine und kein Schweineschmalz.
Frische Bio-Buttermilch verwenden wir in unserem Bio-Enerjoy-Brot und im Bio-Enerjoy-Snap.
Quark verwenden wir in dem 701-Brot.

Alle anderen Brote und Brötchen sind frei von Milchprodukten und Schweineschmalz oder sonstigen tierischen Produkten. Margarine verwenden wir grundsätzlich nur pflanzliche.
Wenn Honig kein Problem für Sie darstellt, dann könnte ich Ihnen auch unsere leckeren Honig-Lebkuchen empfehlen. Nur mit reinem Akazienhonig gesüßt und nach alter Tradition gebacken.

Bei weiteren Fragen, z.B. zu einzelnen Produkten, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

 ***
Liebe Frau xxx,

vielen lieben Dank für Ihre detaillierte Rückmeldung. Es freut mich sehr zu hören, dass Ihre Laugenbrötchen vegan sind! Ich gehe davon aus, das Ihre Croissants mit Butter gebacken sind!?

Ich freue mich wieder von Ihnen zu hören.

Beste Grüße
Simone
***
Sehr geehrte Frau xxx,
ja, die Croissants sind mit Butter gebacken. Auch in allen anderen süßen Teilchen, Kuchen & Torten sind Ei, Milch, etc. enthalten.
Wir wünschen Ihnen aber viel Genuss mit unseren Broten und Brötchen, die für Sie in Frage kommen. Die Laugenbrötchen sind auch meine Favoriten bei den Laugengebäcken. Da ich zwar nicht vegan, aber vegetarisch lebe, kenne ich auch die Probleme recht gut, vor denen man im Alltag manchmal steht.
Fragen Sie mich auch in Zukunft gerne, wenn Sie Informationen brauchen.
Mit freundlichen Grüßen




Ergänzung 06.09.2013: Vor kurzem wurde mir erfreulicherweise mitgeteilt, dass die Brezeln und Laugenstangen nun auch vegan sind. Gestern habe ich sogar festgestellt, dass die Brezeln in der Auslage als vegan gekennzeichnet sind! Strike, würd ich mal sagen!

Ich hab die Haare schön!

Folgende Situation: Ich betrete mit sehr gutem Gefühl einen Yves Rocher-Shop, da diese damit werben, dass sie pflanzliche bzw. natürliche Kosmetik vertreiben. Ich gehe davon aus, dass die Verkäufern sich wenigstens etwas mit der Materie auskennt und mir sicher weiterhelfen kann. Ich gehe also auf sie zu und frage nach veganem Shampoo - ja ich habe die Angst vor solchen Fragen inzwischen verloren und steh einfach drüber, wenn mich jemand erstaunt oder gar ermpört anschaut. Wie gesagt erwartete ich eine kompetente Antwort oder wenigstens eine Verneinung. Die Antwort der Verkäufern lautete jedoch: "Ich könnte ihnen eins ohne Silikone anbieten". Wie gut, dass ich nach Silikonen gefragt habe...
Ich möchte ja niemanden verurteilen und ich hätte auch nichts gesagt, wenn ich die Frage in einer normalen Drogerie gestellt hätte - von einem Unternehmen wie Yves Rocher habe ich mir allerdings etwas mehr erwartet.
Eine Verkäuferin von Body Shop hingegen konnte mir meine Frage beantworten und mich kompetent beraten. Zumindest glaube ich anhand der Inhaltsstofffe ebenfalls auf den Schluss zu kommen, dass keine tierischen Produkte enthalten sind. Wenn mich jemand vom Gegenteil überzeugen kann freue ich mich aber natürlich über eine Rückmeldung.
Die einzige letzte Frage, die mir jedoch niemand hätte beantworten können, war, was das Shampoo mit meinen Haaren macht. Ich muss dazu sagen, dass meine Haare immer etwas schwierig sind und schnell schlechte Laune bekommen, wenn ich etwas Neues an Ihnen teste. Da es aber nun endlich Zeit für veganes Shampoo war, musste ich mich dieser Gefahr wohl stellen.
Entgegen meiner Prinzipien keine kleinen Verpackungen zu kaufen, weil sie in Bezug auf Umweltfreundlichkeit einfach noch weniger können, als die großen Ausgaben, habe ich mich dennoch für 4 kleine Produkte (jeweils Shampoo und Conditioner) entschieden. Das Geld war es mir einfach nicht wert, wenn die Hälfte dann eventuell doch nicht benutzt wird.


Gleich am selben Abend habe ich noch das Rainforest Shine getestet und der Geruch hat mich einfach umgehauen. Auch am nächsten Tag haben die Haare noch so gut gerochen, dass ich immer wieder daran riechen musste ;-) Die Haare haben mir es übrigens auch nicht übel genommen, dass ich sie wieder mal für Experimente missbraucht  hatte - fürs erste Mal schienen sie mir doch ziemlich gelassen.

Mittwoch, 2. November 2011

Listen to your heart!

Das Tofutier ist mir inzwischen schon einige Male untergekommen - bisher jedoch eher aus den Mündern von Fleischessern. Mal von den nicht so netten, die einfach eine blöde Bemerkung zum Thema Veganismus machen wollten, mal aber auch von den wirklich netten, die es wirklich einfach nur lieb meinen.
Nun ist mir das Tofutier jedoch auch in meinem Stamm-Bio-Supermarkt begegnet - und zwar im Kühlregal. Und das übrigens in der Form von Vleischsalat. Nachdem ich inzwischen schon einige Fleisch- und Wurstersatzprodukte probiert habe und ich immer öfter zu dem Schluss kam, dass es die etlichen Zusatzstoffe bei einem eher mäßigen Geschmack nicht wert sind, war ich skeptisch, was mich erwartet.

Und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Dieser Vleischsalat war einfach total lecker - ich habe das Döschen komplett ausgekratzt, sodass von der Mayonnaise defintiv nichts, aber auch garnichts, mehr übrig war.
Wenn Ihr den echten Fleischsalat gerne gegessen habt, solltet ihr den echten Vleischsalat unbedingt kaufen. Ich würde sogar behaupten, dass man ihn Fleischessern unterjubeln könnte, ohne dass sie es merken. Falls ein Fleischesser mitliest: keine Angst, ich werde es nicht tun. Das Resultat meines Freundes: "Das ist leckeres Essen - schreib das bitte in Deinem Blog."

Dazu gab es übrigens selbstgebackenes Brot, das vom gestrigen Veganen-Brunch, den ich anlässlich des Weltvegantages ausgerichtet hatte, übrig war. Die Grundlage dafür war mein Zucchini-Brot - doppelte Menge Teig, ohne Zucchini und ohne Zucker, gehackte Mandeln statt Mandelstifte.

Schaut her, was wir u.a. sonst noch so geschlemmt haben!

Tofubratlinge
200g Naturtofu
1 Zwiebel
ca. 50g Mehl
2 EL Senf
2 EL Sojasauce
Pfeffer, Salz
Olivenöl

Die Zwiebeln klein hacken und in eine Schale geben. Naturtofu dazu bröseln und die restlichen Zutaten zugeben. Alles gut mischen, kleine Frikadellen formen und in Olivenöl goldbraun braten.

Apfelkuchen
125g Margarine
95g Ahornsirup
1 Prise Salz
3 TL No-Egg-Eiersatz, 6 TL Wasser
200g Roggenmehl
1/2 P. Backpulver
Sojamilch

Margarine geschmeidig rühren und Ahornsirup und Salz zugeben und weiterrühren, bis eine geschmeidige Masse entsteht. Die Eiersatz-Mischung, Mehl und Backpulver zugeben und alles vermischen. Anschließend soviel Sojamilch zugeben, dass ein cremiger Teig entsteht. Den Teig in eine runde Form geben und mit Äpfeln belegen.
Ich muss zugeben, dass das Backen mit Roggenmehl nicht ganz so einfach ist - so schwierig, wie es mir vorausgesagt wurde allerdings auch nicht. Der Teig geht nicht wirklich auf und man muss einfach nach Gefühl entscheiden, wann man ihn aus dem Ofen nimmt. Mein Ergebnis war noch nicht ganz durch - daher lieber etwas länger backen (ca. 180° C).


Blätterteig-Tofu-Schnecken von Totally Veg; Tomaten-Aufstrich von Vegan Guerilla; Schokomuffins aus dem Vegan Cupcakes take over the world...

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Einkaufs-Flatrate

Wow, eine Einkaufs-Flatrate? Sowas gibts? Hört sich, vorallem für meinen Geldbeutel, richtig gut an. Gewinnen kann man diese Flatrate hier - viel Spaß beim mitmachen oder Daumen drücken! :-)


Flatrate Internet

Eis Eis Baby!

In den letzten Monate musste ich des Öfteren verzweifelt feststellen, dass es nicht sehr einfach ist ein veganes Eis zu finden, das zum Einen gut schmeckt und zum Anderen einigermaßen bezahlbar ist. Der Sojageschmack war meistens zu stark und die Konsistenz begeisterte genauso wenig. Alles in allem war die Enttäuschung größer als alles andere. Bis zu dem Tag, an dem ich von Eis auf Lupinenbasis gelesen habe. Selbstverständlich war ich bereit auch das zu testen, denn schließlich kommt auch nächstes Jahr wieder ein Sommer und spätestens mit ihm meine Lust auf Eis. Das Eis von Lupinesse wird ausschließlich über EDEKA und den zugehörigen Märkten vertrieben und kostet im 450ml-Becher € 2,99. Sicherlich ist der Preis im Vergleich zu normalem Eis nicht günstig - wer sich das vegane Eisangebot jedoch schonmal angeschaut hat stimmt mir aber bestimmt zu, dass der Preis durchaus akzeptabel ist.

Ich habe mich für die Sorten Strawberry-Mousse und Choco-Flakes entschieden und war hellauf begeistert. Geschmacklich konnte ich einfach überhaupt keinen Unterschied zu konventionellem Eis feststellen.








Vor Kurzem fuhr ich dann zum Einkaufen zu Kaufland. Da dieser nicht direkt um die Ecke war, erkundigte ich mich vorab im Internet, was es dort so an veganen Produkten gibt, die ich bei meinem seltenen Einkauf unbedingt einpacken sollte. Schon des Öfteren hatte ich in Foren und Blogs gelesen, dass die Auswahl bei Kaufland ziemlich groß sein und es auch ein veganes Eis am Stiel geben soll. Mit Spannung machte ich mich also auf den Weg.

Zwar fand ich nicht die erwartete Auswahl an Produkten, das Eis enttäuschte mich jedoch nicht. Schon im Auto habe ich probiert und auch hier kann ich nur sagen: Daumen hoch. Das Eis hat die Form UND einen unglaublich ähnlichen Geschmack wie Magnum. Mit € 1,99 pro 3er Pack liegt das Eis preislich übrigens auch in einem sehr guten Rahmen.

Schon zwei Eissorten, die ich Euch mit Begeisterung und gutem Gewissen weiterempfehlen kann. Wenn das so weiter geht, kann der nächste Sommer gerne kommen!

Sonntag, 23. Oktober 2011

Der Kürbis - ein Allround-Talent!

Es ist Herbst, es ist gemütlich und es ist vorallem bunt! Diese Herbsteigenschaften lassen sich ganz einfach auch in die Wohnung holen. Nachdem das größte Umzugschaos beseitigt war, wollte ich mich endlich wieder an den Herd stellen und kochen. Bereits vor dem Umzug hatte mir meine Mutter einen Hokkaido-Kürbis geschenkt, der den Wohnungswechsel gottseidank heil überstanden hat. Es war also endlich Zeit für eine Kürbissuppe.


Die Dinge die dafür nicht benötigt werden einfach wegschmeißen kam überhaupt nicht Frage. Also begann ich damit den Kürbis auszuhöhlen, ihm ein Gesicht zu geben und den Herbst in die Wohnung zu holen.
In mühsamer Kleinstarbeit machte ich mich anschließend daran die Kerne aus dem Fruchtfleisch zu entfernen und zu säubern. Zum Trocknen legte ich sie auf den Gasofen. Wenn ich in nächster Zeit also ein Rezept poste, in dem Kürbiskerne verwendet werden, wisst Ihr wo sie herkommen.
Zu guter Letzt sollte natürlich auch das Fruchtfleisch Verwendung finden - nämlich in der bereits erwähnten Suppe. Diese bereitete ich in Anlehung an ein Rezept von vegan guerilla zu:

Zutaten
Fruchtfleisch eines kleinen Hokkaido-Kürbisses
3 Karotten
1,5 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 Chilischote
Olivenöl
400 ml Gemüsebrühe
200 ml Kokosmilch
Gewürze (Salz, Pfeffer, Curcuma, Ingwer)

Zwiebeln, Knoblauch und Chilischote sehr fein, Karotten in Scheiben, Kürbis in kleine Stücke schneiden. Zwiebel, Knoblauch und Chili in etwas Olivenöl andünsten bis die Zwiebeln glasig sind - die Karotten und den Kürbis zugeben. Kurz andünsten und anschließend mit der Gemüsebrühe ablöschen - ca. 15 Minuten köcheln lassen. Die Suppe wird nun mit dem Pürierstab püriert - Kokosmilch zugeben und mit den Gewürzen abschmecken.

Dazu gabs Cräcker von Lebe Gesund

Sonntag, 9. Oktober 2011

Home alone!

Dieses Wochenende war irgendwie außergewöhnlich. Der Grund dafür war, dass ich es größtenteils allein verbrachte. Normalerweise bin ich so oft wie möglich mit meinem Freund zusammen - dieser hatte jedoch das Glück verreisen zu können, sodass ich mir überlegen musste, wie ich dieses Wochenende wohl verbringen sollte.
In die Heimat zu fahren kam diese Woche aus verschiedenen Gründen nicht in Frage - also beschloss ich, mich dem veganen Leben und vorallem dem Kochen, Ausprobieren und Genießen zu widmen.
Direkt nach Feierabend setzte ich meine Pläne um und machte mich auf dem Weg zu dm um meine Kosmetika endlich auch mal um vegane Produkte zu erweitern. Bezüglich Kosmetik hatte ich schon viel Gutes von Alverde gehört und auch in meinem nicht-vegetarischen Leben hatte ich Produkte dieser Marke des Öfteren gekauf.
Ich war begeistert, wieviele Produkte mir doch zur Auswahl standen und vorallem wie toll und eindeutig diese gekennzeichnet waren. Auf allen veganen Produkten von Alverde findet Ihr die Vegan-Blume, die von der Vegan Society vergeben wird. Schade, dass nicht auch die weitverbreiteten Marken diese Kennzeichung verwenden. Solange das nicht der Fall sein wird, werde ich mich nach Möglichkeit an die Alverde-Produkte und ähnliches halten oder den tollen Recherchen anderer Veganer vertrauen.
Weil zu einem entspannten Wochenende auch ein paar Süßigkeiten nicht fehlen dürfen, bediente ich mich auch an den Produkten von Alnatura. Ja, auch hier gibt es vegane Varianten.



Die Einkäufe, die ich im Biomarkt tätigte fanden teilweise noch am selben Abend Verwendung. Es gab einen Apfel-Birne-Bananen-Smoothie. Hierfür habe ich die Zutaten einfach in der Küchenmaschine zerkleinert und mit Mineralwasser aufgefüllt, dass er nicht ganz so dickflüssig ist. Da mir es mir viel mehr Spaß macht das Obst in dieser Form zu mir zu nehmen, wird es solche Getränke ab jetzt öfter geben.
Zum Abendessen sollte es, passend zur Jahreszeit, Weißwürstchen geben - vegan versteht sich. Diese kaufte ich von der Marke wheaty - zum einen, weil ich von dieser Marke bereits sehr leckeres Gyros gegessen habe und zum anderen, weil ich garkeine andere Wahl hatte! Die Würstchen haben mich leider nicht überzeugt - zu salzig und geschmacklich nicht so mein Ding. Bei der Brezel, die es dazu gab, bin ich mir eigentlich ziemlich sicher, dass diese nicht vegan war und ich hoffe, dass sie sich wenigstens als vegetarisch bezeichnen konnte. Memo an mich selbst: öfter nachfragen und im Notfall darauf verzichten.


Auch der Samstag stand ganz im Zeichen der Ernährung. Ich startete mit den Smoothie-Resten vom Tag zuvor und einem Olivenbrötchen. Dieses könnt ihr auf dem Brotzeit-Bild sehen und dieses war auch defintiv vegan. Die Verkäuferin in der Vollkornbäckerei Mahlzahn war über meine Frage auch garnicht erstaunt, was mich sehr gefreut hat.
Nachdem ich den Mittag mit Freunden in der Stadt verbracht und dabei auf jegliche Speisen verzichtet hatte, entschied ich mich nachmittags zurück ins Bett zu gehen. Das Herbstwetter, die Kochen ohne Knochen und mein neues Buch Skinny Bitch, das am Tag zuvor pünktlich zum Wochenende bei mir ankam, luden dazu ein. Das Buch wurde schon von vielen Veganern empfohlen und auch in meinem Lieblings-Veggie-Blog Veggie Love wurde es hoch gelobt. Wenn ich damit fertig bin gibt es sicherlich eine weitere Veggie-Meinung dazu.


Da sowohl Mittag als auch Nachmittag kulinarisch eher fade, beziehungsweise überhaupt nicht vorhanden, waren, musste abends nochmal was Leckeres her. Schon seit einigen Tagen wollte ich eine Gemüsesuppe kochen und dafür hatte ich meinen Gemüsevorrat im Biomarkt nochmal ein wenig aufgestockt. Kaum zu glauben, aber darunter waren sogar lilarote Karotten der Sorte Rainbow. Die kannte ich bisher nicht und musste sie daher unbedingt kaufen. Außerdem waren Kartoffeln, Lauch, Stangensellerie und Kohlrabi in der Suppe.



Da ich nicht gewogen oder gezählt habe, was im Endeffekt alles den Weg in meinen Kochtopf gefunden hatte, kann ich Euch nur empfehlen, Eurer Fantasie freien Lauf zu lassen. Mixt einfach was Euch am besten schmeckt und püriert es nach dem Kochen. Selbstverständlich kann auf den letzten Schritt auch verzichtet werden. Macht einfach wozu Ihr Lust und Laune habt und seid experimentierfreudig.


Zu guter letzt sollte auch mein Sonntagsfrühstück aus einem Smoothie bestehen. Schon seit einigen Wochen lag ein Kopf Eisbergsalat in meinem Gemüsefach - ich hatte einfach keine Lust ihn als Salat zuzubereiten. Warum sollte er dann nicht auch einfach gemeinsam mit den anderen Zutaten in den Mixer wandern? Da mich die Idee von einem rein gemüsehaltigen Smoothie noch nicht ganz überzeugt hatte, bestand das Ergebnis aus Apfel, Banane und Eisbergsalat. Ihr glaubt nicht, dass das schmeckt? Probiert es aus, es ist wirklich lecker. Das sagen auch meine Eltern, die heute zu Besuch waren.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Streifzug durch Bonn!

Die letzten beiden Tage habe ich aufgrund einer Schulung in Bonn verbracht. Mich bei allen Mahlzeiten vegan zu ernähren wäre leider nur mit Salat möglich gewesen - daher war ich froh, dass die Kantine immerhin ein vegetarisches Gericht zur Auswahl hatte.
Dennoch wollte ich testen, was Bonn in Sachen veganem Leben bieten zu hat. Viel Zeit hatte ich abends nicht mehr, doch für das wesentliche reichte es. So machte ich auf dem Weg in die Stadt Halt bei Cassius Garten. Das Café/Restaurant befindet sich direkt am Hauptbahnhof und bietet unter anderem vegane Kuchen an. Da ich vorher noch nie veganen Kuchen gekauft habe, war der Kauf des Brownies quasi eine Premiere. Zurück im Hotel habe ich gleich probiert und war nicht sofort begeistert - irgendwie hatte ich das Gefühl Sojamilch zu schmecken. Ihr merkt schon, pure Sojamilch bzw. ihr Geschmack zählt nicht zu meinen Favoriten der veganen Ernährung. Den Rest des Brownies habe ich gerade eben genossen und er hat mich deutlich besser geschmeckt als gestern - von Sojamilchgeschmack keine Spur. Ich würde also sofort wieder hingehen und weitere Kuchen testen.

Ob es ein Zeichen ist, dass ich den Anfangsbuchstaben meines Vornamens auf dem Brownie finde??
Da ich schon viel positives von den veganen Shampoos von Lush gehört habe, war ich sehr erfreut, als ich auch dort zufällig vorbeikam. Nach der anstrengenden Schulung war ich, ehrlich gesagt, aber zu faul, mich genauer danach zu erkundigen. Da ich aber nächste Woche umziehen und dann eeeendlich eine Badewanne besitzen werde, wollte ich mir wenigstens hierfür etwas Gutes tun. Die vielen Badekugeln machten eine Entscheidung jedoch nicht unbedingt einfach - die unterschiedlichen und dazu wunderbaren Gerüche, Farben und Formen waren einfach zu gut. Nach etlichen Geruchsproben habe ich mich letztendlich für die Badekugel mit dem Titel Sexbomb entschieden. Als ich auf der Homepage von Lush dann gelesen habe, dass diese Kugel nicht nur vegetarisch (wie alle Lush-Produkte), sondern sogar vegan ist, war ich natürlich umso erfreuter.

 

Zu guter letzter folgte kurz vor Antritt der Rückreise eine weitere Premiere - der Kauf der Zeitschrift Kochen ohne Knochen. Im Internet habe ich schon oft davon gelesen und auch bei Facebook verfolge ich die Neuigkeiten - in meinem Besitz hat sich die Zeitschrift jedoch noch nicht befunden. Das sollte sich heute ändern. Da ich die Zugfahrt mit Schlafen verbracht habe, wurde sie nicht zu meiner Reiselektüre. Da ich aber schon so gespannt auf die aktuellen Themen bin - es geht unter anderem um veganen Käse und Kosmetik - wird die Lektüre nicht lange auf sich warten lassen.


Freitag, 30. September 2011

Kindheitserinnerung in vegan!

Ich bin noch ganz aus dem Häuschen. Gerstern habe ich eines meiner Lieblingsgerichte aus meiner Kindheit vegan zubereitet! Und das tolle daran: es hat geschmeckt wie immer. Achja, ich sollte vielleicht noch erwähnen um welch es Gericht überhaupt geht: Pfannkuchen mit Lauchfüllung! Klingt einfach, ist aber wahnsinnig lecker. Vorallem wenn man dabei quasi eine kleine Zeitreise macht.
Einfach nachzumachen ist es jedoch:

Pfannkuchen
500g Mehl
3 Teelöffel no-egg Eiersatz
6 Teelöffel Wasser
ca. 800 ml Sojamilch

Lauch
3 Stangen Lauch
1 Grundrezept Mehlschwitze (etwas Margarine, Mehl, Sojamlich)

Die Zutaten für die Pfannkuchen gut verrühren - der Teig sollte flüssig sein, bei Bedarf also noch etwas Sojamilich zugeben. Circa einen vollen Suppenlöffel Teig in etwas Öl backen und warten bis die Pfannkuchen braun sind. Vielleicht seid ihr ja etwas geduliger als ich :-)
Den Lauch in schmale Ringe schneiden und in Wasser kochen - das Gemüse sollte knapp bedeckt sein. Den Lauch abschütten und aus dem Topf nehmen. Den selben Topf verwenden um die Margarine darin zu schmelzen. Anschließend das Mehl unter Rühren zugeben. Die kurz später gebundene Masse mit Sojamilch ablöschen. Die Soße einmal aufkochen lassen (sie sollte nun zähflüssig sein) und dann den Lauch zugeben. Nach Belieben würzen und gemeinsam mit dem Pfannkuchen genießen.