Sonntag, 9. Oktober 2011

Home alone!

Dieses Wochenende war irgendwie außergewöhnlich. Der Grund dafür war, dass ich es größtenteils allein verbrachte. Normalerweise bin ich so oft wie möglich mit meinem Freund zusammen - dieser hatte jedoch das Glück verreisen zu können, sodass ich mir überlegen musste, wie ich dieses Wochenende wohl verbringen sollte.
In die Heimat zu fahren kam diese Woche aus verschiedenen Gründen nicht in Frage - also beschloss ich, mich dem veganen Leben und vorallem dem Kochen, Ausprobieren und Genießen zu widmen.
Direkt nach Feierabend setzte ich meine Pläne um und machte mich auf dem Weg zu dm um meine Kosmetika endlich auch mal um vegane Produkte zu erweitern. Bezüglich Kosmetik hatte ich schon viel Gutes von Alverde gehört und auch in meinem nicht-vegetarischen Leben hatte ich Produkte dieser Marke des Öfteren gekauf.
Ich war begeistert, wieviele Produkte mir doch zur Auswahl standen und vorallem wie toll und eindeutig diese gekennzeichnet waren. Auf allen veganen Produkten von Alverde findet Ihr die Vegan-Blume, die von der Vegan Society vergeben wird. Schade, dass nicht auch die weitverbreiteten Marken diese Kennzeichung verwenden. Solange das nicht der Fall sein wird, werde ich mich nach Möglichkeit an die Alverde-Produkte und ähnliches halten oder den tollen Recherchen anderer Veganer vertrauen.
Weil zu einem entspannten Wochenende auch ein paar Süßigkeiten nicht fehlen dürfen, bediente ich mich auch an den Produkten von Alnatura. Ja, auch hier gibt es vegane Varianten.



Die Einkäufe, die ich im Biomarkt tätigte fanden teilweise noch am selben Abend Verwendung. Es gab einen Apfel-Birne-Bananen-Smoothie. Hierfür habe ich die Zutaten einfach in der Küchenmaschine zerkleinert und mit Mineralwasser aufgefüllt, dass er nicht ganz so dickflüssig ist. Da mir es mir viel mehr Spaß macht das Obst in dieser Form zu mir zu nehmen, wird es solche Getränke ab jetzt öfter geben.
Zum Abendessen sollte es, passend zur Jahreszeit, Weißwürstchen geben - vegan versteht sich. Diese kaufte ich von der Marke wheaty - zum einen, weil ich von dieser Marke bereits sehr leckeres Gyros gegessen habe und zum anderen, weil ich garkeine andere Wahl hatte! Die Würstchen haben mich leider nicht überzeugt - zu salzig und geschmacklich nicht so mein Ding. Bei der Brezel, die es dazu gab, bin ich mir eigentlich ziemlich sicher, dass diese nicht vegan war und ich hoffe, dass sie sich wenigstens als vegetarisch bezeichnen konnte. Memo an mich selbst: öfter nachfragen und im Notfall darauf verzichten.


Auch der Samstag stand ganz im Zeichen der Ernährung. Ich startete mit den Smoothie-Resten vom Tag zuvor und einem Olivenbrötchen. Dieses könnt ihr auf dem Brotzeit-Bild sehen und dieses war auch defintiv vegan. Die Verkäuferin in der Vollkornbäckerei Mahlzahn war über meine Frage auch garnicht erstaunt, was mich sehr gefreut hat.
Nachdem ich den Mittag mit Freunden in der Stadt verbracht und dabei auf jegliche Speisen verzichtet hatte, entschied ich mich nachmittags zurück ins Bett zu gehen. Das Herbstwetter, die Kochen ohne Knochen und mein neues Buch Skinny Bitch, das am Tag zuvor pünktlich zum Wochenende bei mir ankam, luden dazu ein. Das Buch wurde schon von vielen Veganern empfohlen und auch in meinem Lieblings-Veggie-Blog Veggie Love wurde es hoch gelobt. Wenn ich damit fertig bin gibt es sicherlich eine weitere Veggie-Meinung dazu.


Da sowohl Mittag als auch Nachmittag kulinarisch eher fade, beziehungsweise überhaupt nicht vorhanden, waren, musste abends nochmal was Leckeres her. Schon seit einigen Tagen wollte ich eine Gemüsesuppe kochen und dafür hatte ich meinen Gemüsevorrat im Biomarkt nochmal ein wenig aufgestockt. Kaum zu glauben, aber darunter waren sogar lilarote Karotten der Sorte Rainbow. Die kannte ich bisher nicht und musste sie daher unbedingt kaufen. Außerdem waren Kartoffeln, Lauch, Stangensellerie und Kohlrabi in der Suppe.



Da ich nicht gewogen oder gezählt habe, was im Endeffekt alles den Weg in meinen Kochtopf gefunden hatte, kann ich Euch nur empfehlen, Eurer Fantasie freien Lauf zu lassen. Mixt einfach was Euch am besten schmeckt und püriert es nach dem Kochen. Selbstverständlich kann auf den letzten Schritt auch verzichtet werden. Macht einfach wozu Ihr Lust und Laune habt und seid experimentierfreudig.


Zu guter letzt sollte auch mein Sonntagsfrühstück aus einem Smoothie bestehen. Schon seit einigen Wochen lag ein Kopf Eisbergsalat in meinem Gemüsefach - ich hatte einfach keine Lust ihn als Salat zuzubereiten. Warum sollte er dann nicht auch einfach gemeinsam mit den anderen Zutaten in den Mixer wandern? Da mich die Idee von einem rein gemüsehaltigen Smoothie noch nicht ganz überzeugt hatte, bestand das Ergebnis aus Apfel, Banane und Eisbergsalat. Ihr glaubt nicht, dass das schmeckt? Probiert es aus, es ist wirklich lecker. Das sagen auch meine Eltern, die heute zu Besuch waren.

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