Dienstag, 28. August 2012

Vegan in Gdansk - Green Way, Bioway und Fukafe!

Herrjemine, mit dem nächsten Teil meines Urlaubsberichts folgt auch schon der nächste Zungenbrecher. Polnisch ist halt aber auch eine schwere Sprache und das deutsche Pendant ist wiedermal um einiges leichter: Danzig. Wem das nichts sagt: wunderschöne Altstadt, maritime Atmosphäre und mit Westerplatte einer der geschichtsträchtigsten Orte Europas (auf dieser Halbinsel begann der zweite Weltkrieg). Aber auch Bernstein en masse, Günter Grass' Blechtrommel und vorallem leckeres veganes Essen. Und darum soll es ja schließlich hier gehen.
Schon bei der Ankunft merkt man der Stadt an, dass Sie trotz des alten Stadtbildes etwas großstädtischer und morderner ist als die Orte die wir zuvor besucht haben. Und wie es halt so ist, kommt mit dieser Modernität oft auch die Möglichkeit vegan zu essen.
Hierfür hat man in Danzig grob gesagt drei Möglichkeiten: Green Way, Bio Way (beides vegetarische Restaurantketten) und das Fukafe (vegetarisch-veganes Café), welche auch alle von uns getestet wurden.

Unser erster Anlaufpunkt war das Green Way in der Altstadt, wo wir zusammen mit unserem Couchsurfing-Gastgeber Marek gegessen haben. Für ihn war es wohl der erste Berührungspunkt mit veganem Essen und er hat zumindest nichts schlechtes gesagt ;-). Das Green Way hat eine Terrasse, was die Location glücklicherweise etwas gemütlicher macht. Im Innenbereich geht es eher kantinenmäßig und umgemütlich zu, außerdem wird aus Plastikbechern getrunken, was, wie ich finde, garnicht geht - schon garnicht in einem Restaurant, dass sich Green Way nennt. Das Essen selbst war ganz okay, die Auswahl, die mit Bildern an der Wand vorgestellt wurden, war nicht schlecht und vegane Speisen waren entsprechend zu erkennen. Überzeugen konnte es mich aber leider nicht - wenn ich mich im Internet allerdings so umschaue, scheinen die anderen (neueren??) Filialen einen netteren Eindruck zu machen.



Am nächsten Tag besuchten wir das Fukafe - weil Danzig ja nur großstädtisch wirkt, ansonsten aber eher klein ist, mussten wir keine Gewaltmärsche unternehmen um alle Locations zu erreichen (sowieso haben wir in Danzig alles zu Fuß erledigen können und ÖPNV war überhaupt nicht notwendig). Das Fukafe ist ein wunderschönes kleines Café, das quasi auf der Galerie der Galeria Pionova untergebracht ist. Um es zu finden muss man die Augen allerdings sehr gut aufmachen, da es sich hinter einem anderen Gebäude versteckt, wo man es garnicht vermutet und sowieso das Problem mit den polnischen Hausnummern und überhaupt ;-) Als wir dann endlich dort waren gab es nur einen veganen Kuchen - der andere war es leider nicht, obwohl das Fukafe eigentlich ein veganes Café ist. Leider wurde auch hier fast kein Englisch gesprochen, eben weil es dort so persönlich ist hätte ich mich gerne ein wenig unterhalten. Schön und vorallem lecker wars aber trotzdem!

Schoko-Erdnuss-Kirsch-Kuchen

Weil in unseren Mägen noch ganz viel Platz war ging es vom Fukafe aus direkt ein paar Blocks weiter zum Restaurant Bioway. Genau wie im Green Way ist hier Selbstbedienung angesagt und auch hier kann man die Kantinenatmosphäre nicht schön reden - aber die Einrichtung, das Ambiente und die freundlichen Mitarbeiterinnnen und nicht zuletzt das leckere Essen lassen das schnell vergessen.
Die Auswahl an Hauptspeisen ist relativ groß und dank der Bilder kann man auch ohne Polnischkenntnisse verstehen, was es gibt - die veganen Gerichte sind gekennzeichnet.

Die Beilagensalate durfte man selbst auswählen.


Zwischen Stettin und Danzig lag übrigens noch ein 4-tägiger Aufenthalt in Łeba, einem ziemlich kleinen Ort an der polnischen Ostseeküste, der hauptsächlich von polnischen Touristen besucht wird - man kann es dort sehr ruhig haben, den Strand und vorallem die riesigen Dünen im Nationalpark genießen (was wir gemacht haben) oder auch ordentlich feiern. Weil es dort kulinarisch NICHTS zu erzählen gibt (ich sage nur Beilagen und Salat), habe ich mich entschlossen dem Ort keinen gesonderten Post zu widmen.

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